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Auf eine Irrlehre mehr oder weniger kommt es wohl nicht mehr an

Geschrieben von Thomas Schneider am 6. Juli 2026

Ernst-Martin Borst, Gründer AG WELT, Foto: AG WELT

von Ernst Martin Borst

Wie die Pressestellen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und der Neuapostolischen Kirche in ihren Pressemitteilungen vom 01.07.2026 mitteilen, haben alle 20 Mitgliedskirchen der ACK die Neuapostolische Kirche (NAK) als Vollmitglied aufgenommen. Damit unterstreichen die ACK-Kirchen wieder einmal deutlich, dass ihnen biblische Lehre völlig gleichgültig ist. Entscheidend für die Mitgliedschaft ist der ACK einzig und allein wichtig, dass eine Kirche ökumenisch ausgerichtet ist. So wird auch in der kleinen zweiseitigen Beilage zur Pressemitteilung immer wieder sehr deutlich auf die Ökumene hingewiesen:

  • „Sie stellen aber kein Hindernis für ökumenische Kontakte dar.“
  • „Zugleich helfen sie, diesen Weg weiterzugehen, um die gegenseitigen Kontakte und Beziehungen zu vertiefen: Ökumenische Zusammenarbeit trägt dazu bei, einander besser kennen zu lernen…“
  • „Er berührt nicht nur die NAK selbst, sondern auch ihre Beziehung zu den anderen christlichen Kirchen und zur Ökumene.“
  • „Der gegenseitige Besuch des Gottesdienstes ist möglich und stärkt die ökumenischen Beziehungen.“
  • „Wo immer Gläubige um eine solche ökumenische Beteiligung bitten, sollte diesem Wunsch entsprochen werden.“
  • „…die Möglichkeit, das wachsende ökumenische Miteinander zu würdigen.“
  • „…ein willkommener Anknüpfungspunkt für ökumenische Begegnungen.“
  • „Diese Orientierungshilfe fördert und begleitet den weiteren Weg der NAK und der ACK zueinander und zu einer vertieften ökumenischen Zusammenarbeit.“

Dass bei dem Beschluss zur Mitgliedsaufnahme Einstimmigkeit herrschte, bedeutet, dass auch alle zur Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) gehörenden Gemeinden und auch die EAD selbst ein volles Ja zu den Irrlehren der NAK haben. Ehemals biblisch fundierte Gemeinden wie die Baptisten oder die Freien Evangelischen Gemeinden haben mit Irrlehren und Irrlehrern keine Probleme mehr. Es zählt nur noch die Größe und Stärke der Ökumene. Sie bauen alle gemeinsam den Turm von Babel wieder auf. Mit den Mitgliedern der NAK sind wieder rund 300.000 Bauleute dazugekommen. Der Turm der Ökumene wächst. So wird die Kirche Ökumene immer mehr in der Welt gesehen und anerkannt. Die Gemeinden sind keine kleine Herde mehr, sondern ein Teil der großen Kirchenmassen. Es soll auch noch weitergehen. Der nächste Schritt, der ja hier und da schon fleißig praktiziert wird, heißt Interreligiosität. Auch darauf wurde bei der Mitgliedsaufnahme geachtet und festgestellt, dass das für die NAK kein Problem ist. Schriftlich wurde vermerkt:

„Neuapostolische Gemeinden zeigen zunehmend Interesse, bei öffentlichen Anlässen (wie z. B. Ortsjubiläen, interreligiösen Veranstaltungen, Volkstrauertagen) am kulturellen und religiösen Leben einer Stadt oder eines Ortes teilzunehmen.“ (Hervorhebung durch AG Welt)

Das Verhalten der ACK ist nur konsequent und nachvollziehbar. Ihr ging es nie um biblische Lehre, sondern nur um Macht und Stärke. Unbegreiflich ist nur, dass die EAD-Gemeinden und Kirchen nicht aufwachen, die Notbremse ziehen und den antichristlichen Verein verlassen.

Die unbiblischen Lehren der NAK sind jedem zugänglich, und wir haben schon oft darüber berichtet:

  • Neuapostolische Kirche mit neuem Stammapostel
  • Kirchentag der Neuapostolischen Kirche
  • Der Einfluss der Neuapostolischen Kirche innerhalb der ACK wird immer größer
  • Hat sich die Neuapostolische Kirche geändert?
  • Die Neuapostolische Kirche – Der Vermittler Gottes?
  • Neuapostolische Kirche (PDF)

Deshalb hier nur kurz ein Ausschnitt aus einem bereits von der AG Welt veröffentlichten Beitrag:

„Die NAK predigt zwar einerseits das Evangelium, z.B. das Erlösungswerk Jesu Christi, andererseits wird die biblische Botschaft massiv eingeschränkt und verflacht. In der NAK nimmt der Weg Jesu Christi grundsätzlich einen Umweg über das „Apostelamt“. Ob Bibelstudium, Sakramente, Sündenvergebung oder Nachfolge, immer steht der „Stammapostel“ an erster Stelle. Diese Rangordnung verfälscht das Evangelium von Jesus Christus. In der Bibel sind weder Anhaltspunkte für neue Apostel, noch für einen „Stammapostel“ zu finden. Die Bibel sagt: „So seid ihr nun […] erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten…“ (Epheser 2,19a+20a). Der Grund, den die ersten 12 Apostel Jesu gelegt haben, ist vollständig gelegt. Auch die Entschlafenen-Lehre der NAK ist eine Irrlehre. Gottes Wort sagt: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht…“ (Hebräer 9,27). Es gibt weder Hinweise noch einen Auftrag von Gott, für Verstorbene zu beten, sich für sie taufen zu lassen oder mit ihnen in Kontakt zu treten. Damit kann gesagt werden, dass die NAK keinesfalls auf biblischem Fundament steht. (Lesen Sie dazu auch die AG WELT – Information „Beten für Verstorbene?“ AG1005) Mitglieder der NAK keine Bestätigung durch die ACK, sondern das wahre Evangelium. Wer mit Mitgliedern der NAK Gespräche führen will, sollte über die wichtigsten Glaubens- und Lehrinhalte dieser Glaubensgemeinschaft informiert sein. Dennoch führen Streitgespräche über neuapostolische Glaubensinhalte oft in eine Sackgasse. Allein das Wort Gottes kann durch Wirken des Heiligen Geistes Anhänger der neuapostolischen Lehre von ihrem falschen Weg abbringen und zur Umkehr führen. Bibeltreue Christen sollten diesen Menschen in der Liebe Jesu Christi begegnen.“

Möge unser HERR Gnade schenken, dass Gemeinden den bibelkonträren Weg der ACK und der EAD erkennen und sich davon trennen.

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