24. Juni 2018

Lutherbibel mit Homosexuellen-Porträt – Wie die Deutsche Bibelgesellschaft Gottes Wort missbraucht

von Thomas Schneider

Seit geraumer Zeit verkauft die Deutsche Bibelgesellschaft die revidierte 2017er Lutherbibel in einer „Sammler-Edition“. Nicht nur Bibelkritiker wie Margot Käßmann und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sowie Personen des öffentlichen Lebens
wie beispielsweise Armin Müller-Stahl und Jürgen Klopp setzen sich in Szene, sondern auch der homosexuelle Modedesigner Harald Glööckler. Er posiert auf dem Bibel-Cover vor den Flügeln eines Engels „mitten im Paradies“. Wer darin keine Gotteslästerung erkennt, kennt den lebendigen Gott nicht. Ganz sicher hat Jesus Christus auch und gerade für homosexuell empfindende Menschen sein teures Blut am Kreuz vergossen. Aber nicht dafür, dass sie ihre gelebte Homosexualität zu Markte tragen (oder tragen lassen), sondern von ihrem Weg der Verirrung umkehren. In einem eigens mit Glööckler produzierten und auf der Internetseite der Deutschen Bibelgesellschaft veröffentlichten Werbevideo bekennt der praktizierende Homosexuelle:

„Verpackung ist eben sehr viel und wenn man so ´ne Bibel im Regal stehen hat und dann ist das Kreuz drauf, ist das zwar schön, aber vielleicht ist´s für junge Leute nicht unbedingt ansprechend, wie wenn da ´n bisschen Farbe drauf ist und das Ganze ´n bisschen zeitgemäßer gestaltet ist… Ich glaube auch sehr stark an Engel. Im Gegensatz zu Gott zeigen sich die Engel. Gott zeigt sich nicht, also mir nicht. Aber er muss sich auch nicht zeigen, da er da ist… Es ist für mich definitiv klar: Der ist vorhanden in Form einer großen Liebe… Es ist eine wundervolle Energie, auf die man immer zukommen kann, die einen immer in die Arme nimmt und auch nicht urteilt.“

Für Glööckler macht, wie er sagt, Gott „keine Verpflichtungen. Gott kommt nicht und sagt, du musst jetzt das und das tun, sonst hab ich dich nicht mehr lieb“.

Wenn das die Botschaft ist, die die Deutsche Bibelgesellschaft vermitteln will, muss sich keiner mehr wundern, wenn Menschen vor die Hunde gehen.

Der in eingetragener Lebenspartnerschaft lebende Glööckler sieht mit Martin Luther eine Wesensverwandtschaft. Luther sei, so der Modedesigner, „ein Revoluzzer, in gewisser Weise ein Provokateur“, und das sei er auch und meint: „Ich verändere gerne Dinge, denn die Welt ist kein Stillstand, die Welt ist Veränderung.“

Nun mag das manche irritieren: Aber selbst die evangelikale Stiftung Christliche Medien (SCM) schreckt nicht davor zurück, Glööcklers sogenannte „Schmuck-Edition“ in ihrem Shop anzupreisen. – Der Teufel jedenfalls freut sich!

Erstveröffentlichung dieses Beitrages im Brennpunkt Weltanschauung 4/2017