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Aktuelle Seite: Start / Weltanschauung allgemein / EKD glaubt an eine „Heilige Geistkraft“

EKD glaubt an eine „Heilige Geistkraft“

Geschrieben von Thomas Schneider am 14. Oktober 2026

Evangelist Thomas Schneider: Foto: privat

von Thomas Schneider

Die Evangelische Kirche (EKD) wird immer dreister. Nicht nur, dass sie für das in der Erprobungsphase befindliche neue Gesangbuch alte, bibeltreue Lieder liquidiert und neue Lieder aufnimmt, die jeder Moslem mitsingen könnte. Die EKD hat kurzerhand die Bitte um den Segen des dreieinen Gottes umdefiniert.

Im liturgischen Teil des neuen Gesangbuches heißt es – insbesondere für die Taufhandlung – nicht mehr: „Es segne und behüte uns der barmherzige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist“, sondern: „Es segne und behüte uns der barmherzige Gott, Vater, Sohn und Heilige Geistkraft“.

Nun haben verschiedene Organisationen – darunter die Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ – und evangelische Geistliche eine Petition gestartet, die vom Verein Kreuzträger koordiniert wird. Unter der Überschrift „Verhindere die Abänderung der trinitarischen Formel bei der Taufe“ werden die Mitgliedskirchen der EKD aufgefordert, die alte Segnungsformel beizubehalten. Aktuell (13. Oktober, 21:00 Uhr) haben bereits 758 Personen die Petition unterzeichnet.

Wie die Petenten in ihrer Eingabe schreiben, habe bereits die katholische Theologin und „Geweihte Jungfrau“ Marie-Luise Langwald ein Gebetbuch mit dem Titel „Komm, Heilige Geistkraft: Gebete und Gedichte für das Kirchenjahr“ veröffentlicht, auf das die evangelische Kirche nun wohl zurückgreift.

In der gotteslästerlichen „Bibel in gerechter Sprache“, die bereits in Landeskirchen zur Lesung verwendet wird, ist durchweg von „Heiliger Geistkraft“ anstelle vom „Heiligen Geist“ die Rede. Die Verfasser dieser feministischen Bibelübertragung bekennen unverhohlen, „dass Gottes Geist keine Person ist, sondern Dynamik, schöpferische Lebenskraft, die befreiend wirkt“.

Nun leugnet also die EKD als Dachorganisation evangelischer Landeskirchen, dass der Heilige Geist eine Person ist. Damit bombardiert sie einen weiteren Grundpfeiler ihrer eigenen Bekenntnisschriften.

Sehr befremdlich ist, dass die Petition auf der Plattform change.org veröffentlicht wurde, die mit dem Genderstern * arbeitet. Als Begründung dafür gibt change.org an, dass damit alle Geschlechtsidentitäten sichtbar gemacht werden sollen. Vielleicht sollte der Verein Kreuzträger nun auch eine Petition einreichen, aus der klar ersichtlich wird, dass es nur zwei schöpfungsgemäße Identitäten gibt: Mann und Frau.

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