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Zur Salzsäule erstarren

Geschrieben von Thomas Schneider am 9. September 2026

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Die Redewendung „Zur Salzsäule erstarren“ ist biblischen Ursprungs – doch dazu später. Im Allgemeinen wird dieser Spruch damit in Verbindung gebracht, wenn ein Mensch vor etwas erschrickt, einen Schock erleidet und handlungsunfähig wird. Manchmal ist es nur für einen Moment, daß die Muskeln vom Nervensystem blockiert werden und wie gelähmt ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Bei einem starken, anhaltenden Schockzustand handelt es sich um einen Notfall und es bedarf dringend medizinischer Hilfe.

Ein Familienvater sieht, wie sein dreijähriges Kind schnellen Schrittes auf einen Abgrund zuläuft. Im letzten Moment kann er es vor dem Absturz bewahren. Die Mutter des Kindes steht wie gelähmt, wie „zur Salzsäule erstarrt“ und vollkommen handlungsunfähig, ihrem Kind in seiner Gefahrensituation zu helfen. – Eine ältere Dame kommt vom Einkauf aus dem Supermarkt. Noch ehe sie sich’s versah, riß ihr ein Fahrradfahrer die Tragetasche von der Schulter und verschwand mit Bargeld, Ausweispapieren, Giro- und Debitkarte in Richtung Park. Da stand sie nun an ihrem Einkaufswagen, ganz bleich im Gesicht und wie „zur Salzsäule erstarrt“. Da sie sich von ihrem Schock nur schwer erholte, mußte sie in eine naheliegende Klinik gebracht werden.

Ihren eigentlichen Ursprung aber hat die Redewendung im Wort Gottes, im 1. Buch Mose (19,1-29). Dort heißt es im Vers 26: „Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule.“ Was war der Grund? Ihr Erstarren zu einer „Salzsäule“ hatte keinen Schock als Ursache, sondern einen geistlichen Auslöser. – Es war Gottes Wille, Lot mit seiner Familie zu retten, bevor ER „Schwefel und Feuer vom Himmel herab“ auf die Städte Sodom und Gomorra regnen ließ. Gottes klare Anweisung an Lot und seine Familie: „Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich…“ Das Zurückschauen von Lots Frau hatte nichts mit Neugierde oder gar Sensationslust zu tun. Sie trauerte einem Lebensstil nach, woran sie in Sodom ihr Herz festgemacht hatte. Es war also bewußter Ungehorsam gegenüber Gott. Sie stellte das Gericht Gottes infrage und glaubte nicht wirklich, daß ER Sünde bestraft.

Gottes Wort ist eben nicht relativ, sondern allumfassende Wahrheit. Wendet sich der Mensch in seinem Innersten von einem gottlosen Leben nicht ab, bleibt die Sünde bestehen und wird (wie mit „Salz“) konserviert. Die „Säule“ steht bildhaft für Unbeweglichkeit und hält einen Menschen in seinem alten, sündenbehafteten Leben fest. Ja, Gott will, „daß alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1Tim 2,4) Aber der Mensch muß für ein neues Leben bereit sein, Altgewohntes loslassen, Gott in allem vertrauen und IHM gehorsam sein.

Wohin richtest du deinen Blick: auf Sehnsüchte, die Gott Sünde nennt oder auf Christus, der sich für dein gottloses Leben hat blutig schlagen und kreuzigen lassen und dich von allem befreien will, was dich und dein Leben belastet? Glaubst du, daß es am Ende der Weltgeschichte ein Gericht Gottes gibt, vor dem jeder Mensch Rechenschaft ablegen muß? Jesus bestätigt es: „Ich sage euch aber, daß die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie reden.“ Lots Frau hatte kein einziges Wort gesagt, sie wurde für das Hinter-sich-sehen von Gott bestraft. – So eine Botschaft will heute kaum noch jemand in christlichen Gefilden hören, weil sich viele in ihrem alten Leben eingekuschelt haben. Das große Erwachen aber wird kommen.

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