• Zum Inhalt springen
  • Skip to secondary menu
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen
  • Start
  • AG WELT kompakt
  • Aktuelles
  • Archiv
  • Flyer+Broschüren

AG Welt

Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen

Deutschland Fahne
Aktuelle Seite: Start / Weltanschauung allgemein / „Rechtspopulismus schadet der Seele“

„Rechtspopulismus schadet der Seele“

Geschrieben von Thomas Schneider am 4. September 2026

Foto: Modellbild

von AG WELT

Bereits vor der letzten Bundestagswahl konnte es die Evangelische Kirche in Deutschland nicht lassen, mit dem Slogan „Rechtspopulismus schadet der Seele“ Schlagzeilen zu machen. Besonders aktiv war damals der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte mit seinen 22 Kirchengemeinden und zahlreiche Einrichtungen, Werken und Diensten.

Die Politisierung und Ideologisierung der Seele dient institutionalisierten Kirchen, Freikirchen und Bünden als erprobtes Kampfmittel – auch aktuell vor der Wahl in Berlin zum Abgeordnetenhaus und den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Sie ballern aus ihren Schützengräben mit lügenhaften und haßerfüllten Parolen und halten Gleichschritt mit staatlich geförderten Nichtregierungsorganisationen (NGO’s), mit LGBTQ+-Lobbygruppen und mit einem geschmiedeten Parteienkartell als Speerspitze.

Populismus, vom lateinischen Wort populus (das Volk) abgeleitet, bedeutet nichts anderes als Volksnähe. Der Bürger eines Landes hält zu seinem Volk. Der Politiker eines Landes hält zu seinem Volk. Der wiedergeborene Christ eines Landes hält zu seinem Volk. Das ist nicht nur vernünftig, sondern zwingend notwendig. Wie soll das von Gott geschenkte deutsche Volk Bestand haben, wenn die Bürger vor inneren und äußeren Angriffen, wie z.B. vor Bespitzelung und Überfremdung – die Flucht ergreifen?

Wer Volksnähe durch die Brille Gottes sieht, seinen von Gott geschenkten Verstand gebraucht und Gottes Willen öffentlich kundtut, wird nicht populär werden, aber Populist, der für sein Volk (das Gott gehört!) Gutes bewirken will. Ein wahrer Populist setzt sich für die Bewahrung seines Volkes ein, das Gott ihm an die Seite gestellt hat: für das Leben ungeborener Kinder, für die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, für den Schutz und die Sicherheit der Familien, für einen gesunden Lebenswandel, für ein natürliches Sterben; kurzum: für Werte, die von Gott kommen.

Was bezwecken Kirchen & Co, „Populismus“ mit „Rechts“ zu verknüpfen? Das Problem der selbsternannten Seelenwächter besteht darin, daß sie sich vom Wort Gottes entfernt haben und Wahrheit in Lüge verkehren. Nirgendwo lehrt die Bibel, daß Rechtspopulismus der Seele schadet. Wenn eine Kirche eine politische Kategorie übernimmt und daraus eine Aussage über den Zustand oder die Gefährdung der menschlichen Seele macht, überschreitet sie eine Grenze. Sie macht aus einer politischen Bewertung eine scheinbar geistliche Wahrheit.

Die Diagnose der Bibel zum Menschen lautet nicht „Rechts“, sondern zeigt die Verderbtheit eines jeden Menschen. Jesus diagnostiziert nicht die politische Ausrichtung, sondern das menschliche Herz. In Römer 3,10 heißt es: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.“ Und weiter in Vers 23: „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen…“ Der Mensch ist nicht deshalb Sünder, weil er rechts oder links wählt. Er ist Sünder, weil er ein von Gott abgefallener Mensch ist. Die Behauptung der Kirchen, eine bestimmte politische Strömung „schadet der Seele“, ist biblisch nicht haltbar. Die Bibel macht Sünde nicht an einem Parteibuch fest.

Jesus stellt die Frage nach der Seele in einen völlig anderen Zusammenhang: „Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?“ (Mk 8,36) Was also ist die Gefahr? Nicht eine politische Partei, auch nicht ein Wahlprogramm, sondern die Verlorenheit des Menschen vor Gott. Deshalb ruft Jesus zur Umkehr und zur Nachfolge auf. Das Evangelium lautet nicht: „Hüte dich vor Rechtspopulismus, dann bleibt deine Seele gesund.“, sondern: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15b) Genau hier liegt der Unterschied zwischen der eigentlichen Kernbotschaft der Kirchen und ihrer politischen Moralisierung. Die Bibel gibt keine Grundlage für Aussagen wie: „Mitglieder und Wähler der AfD sind rechtspopulistisch und deshalb schlecht.“ Wo bleiben dafür die konkreten, biblisch fundierten Argumente?

Mit öffentlichen Bekundungen wie „Rechtspopulismus schadet der Seele“ macht sich Kirche nicht nur zum politischen Richter über die Seele des Menschen, sondern sie gefährdet selbst dessen Seele, schüchtert ihn geistlich ein und bestimmt manipulativ sein Wahlverhalten. Dann fragen unsichere, sensible Menschen nicht mehr: „Was sagt Gottes Wort?“, sondern: „Welche politische Meinung muß ich vertreten, um aus Sicht meiner Kirche als guter Christ zu gelten?“ Das ist sehr gefährlich! Der Apostel Paulus mahnt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit.“ (Gal 5,1)

Das Gewissen eines Menschen, das auch die freie und geheime Wahl tangiert, ist allein an Gottes Wort gebunden und an keine politische Auffassung irgendeiner Kirche. Eine Kirche, die bei einem politischen Lager jedes Fehlverhalten skandalisiert, beim anderen aber schweigt, hat nicht mehr den Anschein eines neutralen biblischen Maßstabes.

Ein bibeltreuer Christ erwartet die vollkommene Gerechtigkeit nicht von einer Partei, sondern von Gott. Die endgültige Herrschaft gehört Christus. Nur weil eine politische Richtung nicht mit dem Dichten und Trachten von Kirchenideologen übereinstimmt, kann sie noch lange nicht zum satanischen oder seelischen Feindbild erklärt werden. Sie sollten besser die Worte aus Epheser 4,25 zu Herzen nehmen: „Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit…“ Wenn eine Kirche das Etikett „Rechtspopulismus“ klebt und es dann noch mit „Seele“ verbindet, bekommt eine politische Kampfparole einen geistlichen Anstrich. Solches Handeln ist aus biblischer Sicht verwerflich.

Gerade die Kirchen, Freikirchen und Bünde sollten sich daher selbst fragen: Verkünden wir Christus oder politische Moral? Rufen wir zur Buße auf oder zur politischen Anpassung? Binden wir die Gewissen an Gottes Wort oder an unsere politische Bewertung? Prüfen wir alle politischen Lager mit demselben Maßstab oder haben wir Lieblings- und Feindbilder? Reden wir über konkrete Sünde oder benutzen wir politische Schlag-Worte? Eine Kirche muß weder rechts noch links sein. Sie muß Christus gehören, sonst ist sie keine Kirche.

Seitenspalte

Newsletter

Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.

Unser Partner

Footer

Informationen

  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz

Weblinks

  • LICHTZEICHEN Verlag GmbH
  • KEINE MOSCHEE (Aktion AG WELT)
  • Deutsche Gemeinde-Mission

Copyright © 2009 - 2024 AG WELT