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Auf die Sprünge helfen

Geschrieben von Thomas Schneider am 15. September 2026

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Bis in unsere Tage hinein ist es keine Seltenheit, wenn der Mensch die „große Welt“ oder sogar seine „kleine Welt“ nicht mehr versteht. Damit ihm Unterstützung zugutekommen kann, soll ihm „auf die Sprünge“ geholfen werden. Es geht bei dieser Redewendung um das Verstehen und Kombinieren.

Entscheidend dabei ist, wer Hilfe zuteilwerden läßt und aus welchen Motiven. Aber selbst dann, wenn die Motive unredlich sein sollten, kann es ein Anfang zum Verstehen von Zusammenhängen sein. Die Redewendung „auf die Sprünge helfen“ zielt darauf ab, jemandes Gedächtnis anzuschieben, um über den sprichwörtlich „eigenen Tellerrand“ zu blicken und (ähnlich wie bei einem Puzzle) aus vielen Details ein Gesamtbild anzufertigen.

Nun gibt es ganz Schlaue, die meinen, es müsse doch nur Eins und Eins zusammengezählt werden, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Selbst namhafte Wissenschaftler stehen oft vor einem Rätsel und stellen mangels Schlussziehung Modelldaten in den Raum, die von der Wirklichkeit unendlich weit entfernt liegen. So mußte beispielsweise 2026 der selbsternannte UN-Weltklimarat (IPCC) sein angst- und panikauslösendes Extremszenario abschwächen, weil die vom „Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung“ bereitgestellten Modelldaten „fehlerhaft“ waren. So ist es, wenn Berechnungen ohne Gott gemacht werden, der das Klima schuf und auch nur ER Einfluß darauf hat. Diesen Wissenschaftlern und Klima-Organisationen kann nur der Schöpfer der Welt „auf die Sprünge helfen“.

In der „kleinen Welt“ reicht es schon, wenn die Brille nicht auffindbar ist. Die Enkel sind dem Opa behilflich und suchen im ganzen Haus mit. Da sagt der kleine Klaus: „Opa, du bist doch vorhin mit deinem Auto zum Supermarkt gefahren…“ Da die Brille nicht im Auto lag, fuhr Opa noch mal zum Markt. Dort lag seine Brille im Regal bei den Gurken. Manchmal braucht es eben jemand, der einem „auf die Sprünge“ hilft. – Vielleicht geht es dem einen oder anderen genauso wie mir: Ich kann mir Namen schlecht merken. Da treffe ich ein Ehepaar, aber die Namen fallen mir nicht ein. Nach einigem Überlegen und Stirnrunzeln fragt der Mann: „Soll ich dir ein wenig auf die Sprünge helfen?“ Als es dann beim Stichwort „Ostseeurlaub“ bei mir im Gedächtnis klingelt, sagt er tröstend: „Mach dir nichts draus, mir geht es genauso.“

Die Redensart „auf die Sprünge helfen“ kommt eigentlich aus der Jägersprache. Verliert ein Hund die Spur des gejagten Wildtieres oder dieses schlägt immerfort Haken, dann versucht er ihm „auf die Sprünge“ zu kommen. So haben sich im volkstümlichen Sprachgebrauch die tierischen Sprünge auf die Sprünge in unserem Gedächtnis, in unseren Gedanken verlagert. Nun zeigt Gottes Wort, die Bibel, daß der Mensch nicht in der Lage ist, seine Gedanken allein richtig zu lenken. Er braucht als Führer den Heiligen Geist, den der himmlische Vater nach Jesu Himmelfahrt gesandt hat. Ohne IHN führen viele menschliche Gedanken auf Irrwege. Der Heilige Geist hilft den Kindern Gottes „auf die Sprünge“, wenn sie sich im Leben verirrt haben und nicht mehr weiterwissen. Die Richtschnur in allem ist – auch für den Heiligen Geist – die Bibel. Sie hilft dabei, Gutes von Bösem zu unterscheiden. Deshalb heißt es im Psalm 119, Vers 105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

Der lebendige Gott hilft immer „auf die Sprünge“, wenn es der Mensch zuläßt und es von IHM erbittet. Wenn der Mensch Gottes Wort in der Bibel nicht versteht, liegt das daran, daß der Heilige Geist noch nicht wirksam geworden ist. Im Lukasevangelium (24,45) ist nachzulesen, daß der von den Toten auferstandene Jesus seinen Jüngern „auf die Sprünge hilft“, alles im Herzen zu verstehen, was vor ihren Augen und Ohren abgelaufen ist: „Dann öffnete er ihnen den Sinn dafür, die Schriften zu verstehen…“ Seitdem Christus zur Rechten Seines Vaters sitzt, ist für jeden wiedergeborenen Christen der Heilige Geist sein Beistand. In Johannes 14,26 steht: „Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

So, wie Philippus dem Kämmerer „auf die Sprünge“ verhilft, um die Worte des Propheten Jesaja zu verstehen (Apg 8,30-40) oder wie Nathan den König David mit seiner Schuld konfrontiert (2Sam 12), so will Gottes Guter Geist auch dir zur Seite stehen, dir die Augen öffnen, rechte Erkenntnis und Weisheit schenken, dich behüten und bewahren, dir also im Leben immer wieder „auf die Sprünge helfen“. Wenn für dich diese Redewendung kein banales menschliches Unterstützen ist, sondern ein Wirksamwerden des Heiligen Geistes, um dich im Leben und im Glauben nach der Heiligen Schrift zur Wahrheit in Jesus Christus reifen zu lassen, dann bist du auf dem richtigen Weg.

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