
von Ernst Martin Borst
In der aktuellen Pressemeldung vom 6. August 2026 des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) wird ein Grußwort der „Pastorin“ Natalie Georgi veröffentlicht. Als oberste deutsche Baptistenfrau (sie ist Präsidentin des BEFG) hatte sie auch das diesjährige „BUJU Festival“ besucht. Mit dabei war auch ihr Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann, mit dem sie abwechselnd die Grußworte sprach. Dieses mehrtägige Festival wird jährlich für die Baptistenjugend veranstaltet. Diesmal fand es vom 1. bis 5. August 2026 in Krelingen statt. Von dort aus wurde das Grußwort aufgenommen, darin heißt es:
„Und genau diese Erfahrung, die Schönheit der heilsamen Unterbrechung machen viele junge Menschen gerade jetzt auf dem BUJU. Eine besondere Zeit miteinander, aber vor allem mit Gott – glaubensstärkend, inspirierend, ermutigend. Eine bewusste Zeit mit dem Fokus: Gott allein die Ehre. Sie hören starke Impulse, machen sich ihre eigenen Gedanken, leben ihren Glauben kreativ und inspirierend und sind in Gemeinschaft mit Jesus und untereinander.“
Welche Erfahrungen haben die jungen Leute von dem BUJU Festival mitgenommen? Das BUJU26 trug den schönen Titel: „Soli Deo Gloria“, also GOTT allein die Ehre. Wie schön wäre es, wenn das auf dem Festival auch zum Tragen gekommen wäre. Leider war das nicht der Fall. Die Hinweise zum Programm sprechen eine traurige Sprache. Im Vordergrund standen Spiel, Spaß, Disco und Tanzen. Im Programm wurde u.a. geworben für:
- „Auf der Hängerbühne haben wir viel Platz zum Mitmachen und Mitgestalten: bei Spielen, Aktionen, Silent Disco und der Open Stage. Hier kannst du präsentieren, was in dir steckt. Ob Gesang, Tanz, Poetry, Zaubertricks, Bauchreden, Comedy… Die Stage gehört dir! Wir wollen uns gegenseitig ermutigen, anfeuern, wertschätzen und sind gespannt, welche Talente zum Vorschein kommen!“
- „Am letzten Abend werden Hängerbühne und Mainstage eins. Mit einer gehörigen Portion Glimmer und einer noch größeren Portion Gloria. Warum Glimmer? Weil wir Glimmer-Momente feiern wollen: kleine, vielleicht unscheinbare Momente, die ein Gefühl von Freude, Ruhe, Sicherheit oder Verbundenheit auslösen. Und warum Gloria? Weil wir himmlische Herrlichkeit feiern und Gott die Ehre geben wollen. Bring deine Glimmer-Momente und deine Gloria-Rufe mit: zeig uns in Text, Gesang, Tanz, Comedy, Pantomime, Spielen und mehr, was dich begeistert. Die Bühne gehört dir! Du kannst bei einem Teil Open Stage einen eigenen Beitrag einbringen.“
- „Ein bisschen weniger wild gefällig? Dann komm vorbei in der Gamezone, wo ihr eine gediegene Runde Werwolf spielen könnt oder verschiedene neue Spiele kennenlernen. Wenns lieber eine Teamwork-Challenge sein darf, dann probiert eure Skills im Escaperoom.“
- „Tanzpalast: Dein Space für Bewegung, Kreativität und Vibes. Hier trifft Contemporary auf Streetdance, Performance auf Theater und Social Dancing auf Festivalnächte. Ob du Neues ausprobieren, Choreos tanzen oder eigene Ideen entwickeln willst – im Tanzpalast findest du Workshops, offene Slots zum Selberarbeiten. Tanz einfach drauflos, bis die Füße glühen*. Der Tanzpalast ist dein Raum für Kreativität, Körpergefühl und Community. Come as you are, move as you feel.“ (*Hervorhebung durch Unterzeichner)
- „Wie wäre es mal mit Pilgern? Das fordert Dich in jeder Hinsicht und schenkt Dir ganz neue Einsichten und Begegnungen mit Gott, der Natur und Menschen! In diesem Seminar gibt es Praxistipps für das Pilgern und einen persönlichen Bericht mit Bildern vom Jakobsweg in Spanien und Portugal sowie vom ökumenischen Pilgerweg in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Deine Fragen oder eigene Erfahrungen haben hier auch ihren Platz.“
- „Choreo Workshop mit Jana. Contemporary ist eine freie Tanzrichtung, die nicht nur Elemente aus Ballett und Modern Dance aufgreift, sondern in der jede Alltagsbewegung zu Tanz werden kann. Ausgehend von dem Song „Om“ lernen wir eine Choreo. Diese Choreo tanzen wir dann auch auf andere Song und schauen, wie sich dabei das Feeling und der Ausdruck verändert.“
- „Just queer: Was meinen Menschen eigentlich, wenn sie sich selbst als queer bezeichnen und wofür stehen die Buchstaben in LGBTQIA+? Wie gehören geschlechtliche und sexuelle Identität zusammen und was hat es mit den Pronomen auf sich? Gemeinsam möchten wir über queeres Leben in Gesellschaft und Kirche sprechen und darüber nachdenken, wie wir unser Umfeld so gestalten können, dass unterschiedliche Menschen einfach sie selbst sein können. Dieses Seminar ist ein safer space für alle Fragen und persönlichen Erfahrungen rund um das Thema „Queerness“.
- „DJ FAITH erzeugt eine Show, die Herz und Himmel verbinden! Mit dieser Leidenschaft steht er hinter den Decks. Sein Sound ist pure Energie: pulsierende Beats, mitreißende Animation und eine Show voller Power. In seinen Sets verschmelzen christliche und weltliche House-und Charttracks zu einem einzigartigen Erlebnis – tanzbar, emotional und inspirierend zugleich. Was DJ FAITH antreibt, ist mehr als Musik: Es ist die Vision, Glaube, Liebe und Hoffnung mit echter Lebensfreude auf die Tanzfläche zu bringen. Ein bunter Mix aus elektronischer Musik wird von ihm mit begeisternden Impulsen auf der Tanzfläche vereint.“
Gegen Spiel, Sport und Spaß ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden. Gefährlich wird es jedoch, wenn diese Dinge, wie hier bei diesem Festival, im Vordergrund stehen und junge Menschen in eine völlig falsche Richtung gelenkt werden. Falsch ist es beispielsweise, einen DJ und seine Show als „christlich“ zu verkaufen. Völlig absurd ist das Seminar „Just queer“. Gehalten hat es die „Predigerin“ Agathe Dziuk. Sie hält auch Seminare in Willkommensgemeinden der LGBTQ-Bewegung. Über diese Baptistengemeinden, in denen gleichgeschlechtliche Paare heiraten und mitarbeiten können, haben wir bereits berichtet (Baptistengemeinde missachtet Gottes Wort).
Es ist unfassbar, dass junge Menschen auf angeblich christlichen Festivals so extrem verführt werden. Auch das Seminar “Pilgerwege“ führt in eine falsche Richtung. Pilgerwege führen nicht zu GOTT, sondern von GOTT weg. Zu diesem Thema lesen Sie bitte unseren Flyer: Jakobsweg [AG1024]. Auch durch mehrere mitwirkende “Pastorinnen“ wird schon den jungen Menschen suggeriert, dass GOTTES Ordnungen keine Gültigkeit mehr haben.
Der BEFG stellt sich ganz offen gegen die Ordnungen GOTTES, indem er sich eine „Pastorin“ zur obersten Chefin gewählt hat. Durch solche Missachtungen des WORTES GOTTES werden die jungen Leute verführt. Anstatt den jungen Menschen wahre Jüngerschaft aufzuzeigen, werden falsche Wege präsentiert und es wird um das Goldene Kalb getanzt, bis die Füße glühen! Es gilt, unaufhaltsam zu wiederholen: „Irret euch nicht; Gott lässt sich nicht spotten!“ Galater 6,7
