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An der Quelle sitzen

Geschrieben von Thomas Schneider am 26. August 2026

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Wer an der Quelle sitzt, hat privilegierten Zugang zu bestmöglichen Informationen, Waren, Karrierechancen, Netzwerken, exklusivem Insiderwissen, brisanten Dokumenten und vielem mehr. Das Gegenteil von „an der Quelle sitzen“ beschreibt die Redewendung „auf dem Trockenen sitzen“. Dieser Widerspruch zeichnet ein konträres Bild einer ungerechten, verkommenen Welt.

„An der Quelle sitzen“ Journalisten mit ausgezeichneten Kontakten zu Entscheidungsträgern, dem sog. „inneren Zirkel“ – eine eng begrenzte, exklusive Gruppe im Zentrum der Macht. „An der Quelle sitzen“ auch Mitarbeiter eines Unternehmens, die Zugang zu vertraulichen Daten haben.

„An der Quelle sitzen“ Menschen, die in kürzester Zeit die Karriereleiter emporsteigen und dadurch Entscheidungen frühzeitig erkennen oder beeinflussen können. Das Sitzen an einer solchen „Quelle“ bedeutet Informationsvorsprung – Wissen und ungefilterte Informationen vor allen anderen zu haben. „An der Quelle sitzen“ schafft viele Vorteile: eine bessere Strategie als andere zu haben, höhere Gewinne zu erzielen und Entscheidungswege zu steuern. Die negative Seite der Redewendung zeigt sich dann, wenn das Sitzen an der Quelle zu Vetternwirtschaft, Machtmißbrauch und Übergriffigkeit gegenüber anderen führt.

Was ist Gottes Sichtweise zum „An der Quelle sitzen“ ? Nach der Bibel ist die Quelle Gott selbst. Im Psalm 36,10 heißt es: „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens.“. Bei Gott ist alles Leben, aber auch Versorgung, Reinheit, Wahrheit und Weisheit zu finden. „An der Quelle sitzen“ bedeutet aus biblischer Sicht eine persönliche Verbindung zu Jesus Christus zu haben, aus dem Wort Gottes in Fülle zu schöpfen und Zugang zur absoluten Wahrheit (Joh 14,6) aus erster Hand zu haben. Kurz gesagt: Biblische Wahrheit statt Kirchentradition und allem religiösen Kult. Göttliche Offenbarung statt menschliche Meinungen, Strategien und Ideologien.

Schon der Prophet Jeremia warnt vor Verirrung: „Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und das Wasser nicht halten.“ (Jer 2,13) Das Bild von der wahren Quelle wird in den Worten Jesu sehr deutlich: „Wer von diesem (irdischen) Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ (Joh 4,13-14)

Jesus selbst, Gottes Sohn, ist die Quelle lebendigen Wassers. Wenn du an Jesus glaubst und allein IHM vertraust, werden aus deinem Inneren durch den Heiligen Geist „Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Joh 7,38) Dieser Geist zieht aber erst dann bei einem Menschen ein, wenn er durch den Glauben in Christus wiedergeboren, ein neuer Mensch geworden ist. Gottes Geist bleibt im Gläubigen nicht passiv, sondern wird Früchte hervorbringen (Gal 5,22-23), die in ihrer Wirkung den Schöpfer allen Lebens ehren und loben. Wenn du diese Quelle „anzapfst“, wirst du all das finden, was dir die Welt nicht geben kann. Wenn du aus dieser Quelle durch Bibellesen und Gebet täglich trinkst, wirst du nie mehr „auf dem Trockenen“, sondern voller Freude und Hoffnung „an DER Quelle sitzen“, die immer quillt und niemals versiegt.

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