
von AG WELT
Zur diesjährigen Allianzkonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) vom 5. bis 9. August wird unter anderem „Hörendes Gebet“ angeboten. Hier ist dringend Vorsicht geboten!
In der Einladung dazu schreibt die DEA: „Ein Team von geschulten Mitarbeitern setzt sich mit dir zusammen, um gemeinsam auf das Reden Gottes zu hören. Gott spricht auf unterschiedliche Weise in unser Leben. Beispielsweise durch sein Wort, durch die leise Stimme in unserem Herzen, aber auch durch Bilder, Visionen und Eindrücke, die wir mit unseren natürlichen und geistlichen Sinnen wahrnehmen können.“ In der Begründung für das „Hörende Gebet“ wird der erste Vers aus dem 1. Korintherbrief im Kapitel 14 angeführt, wo es heißt: „Strebt nach der Liebe! Und bemüht euch um die geistlichen Gaben, am meisten aber, dass ihr weissagen könnt!“
Zunehmend wird im evangelischen Raum dem Gedanken Platz verschafft, der Mensch könne insbesondere durch Exerzitien, kontemplatives (hörendes) Beten und dem sogenannten „Jesusgebet“ Gott näher kommen. Man ist der Auffassung, Gott sei mehr, als dass er nur durch Sein Wort (die Bibel) redet.
AG WELT warnt vor solchen Praktiken, die hauptsächlich von charismatisch-pfingstkirchlichen Gruppierungen über Großveranstaltungen wie die Allianzkonferenz angeboten und verbreitet werden, um die Gläubigen von der Offenbarung des lebendigen Gottes, von Seinem heiligen und unfehlbaren Wort abzulenken.
Wer sich einem spirituell vertieften In-sich-Hineinhören öffnet, läuft Gefahr, auch Stimmen Platz zu verschaffen, die aus dem Munde des Gegenspielers Gottes kommen. Der Apostel Paulus schreibt im Römerbrief (7,18): „Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt.“
Schon der Prophet Jeremia warnt (23,16): „So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie täuschen euch, die Vision ihres Herzens reden sie, nichts aber aus dem Mund des HERRN.“
Der Reformator Martin Luther hat einmal folgendes gesagt: „Diejenigen, welche Offenbarungen und Träume im Munde führen und suchen, sind Gottesverächter, da sie mit seinem Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung noch Träume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus (Gal 1,8), man solle sich daranhangen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte.“ (Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195)
Zunehmend wollen magische und mystische Vorstellungen das Denken der Christen bestimmen. Das geoffenbarte Wort Gottes, die Bibel, reicht vielen nicht mehr. Die große Sehnsucht, das Verlangen nach Bildern, Visionen, Eingebungen, inneren Filmen, neuen Prophetien, Träumen und Botschaften, sucht den einfachen und kindlichen Glauben an Jesus Christus und sein froh machendes Evangelium zu verdrängen oder zu liquidieren. Ein esoterisches Christenleben aber steht konträr zum Willen Gottes.
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Siehe AG WELT – Publikation „Exerzitien, Hörendes Beten, Jesusgebet“ AG 1014
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