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Arbeiten bis zum Umfallen

Geschrieben von Thomas Schneider am 31. Juli 2026

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Eine recht bekannte Redensart im deutschen Sprachgebrauch ist: „Arbeiten bis zum Umfallen“. Sie setzt ein Warnschild für Menschen, die extremen Belastungen ausgesetzt sind (oder sich aussetzen lassen) und damit an ihre körperlichen und seelischen Grenzen kommen.

Hauptursachen bei Überbelastungen im Berufsleben sind extremer Zeitdruck, zu hohe Erwartungen an Arbeiter und Angestellte, zu hohes Arbeitspensum, zunehmender Druck durch technologischen Wandel und vieles mehr. Die Sorge vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, arbeiten trotz Krankheit, wirtschaftliche Krisen, Konflikte mit Vorgesetzten und Arbeitskollegen – aber auch eigener Perfektionismus – verstärken Dauerbelastung, bis hin zur körperlichen und geistigen Erschöpfung (auch bekannt als „Burn-out“).

Findet „Arbeiten bis zum Umfallen“ im familiären Umfeld oder auch in der christlichen Gemeinde statt, so hat das oft schwerwiegende Folgen: Nervosität, Streß und emotionale Ermattung, Vernachlässigung lebensnotwendiger Grundbedürfnisse in Ehe und Kindererziehung. Solche massiven Eingriffe in das Leben sind Sprengstoff und führen nicht selten zu sexuellen Verfehlungen, Ehescheidungen und Gemeindespaltungen. Obendrein wird dann das eigene schuldhafte Versagen Gott „in die Schuhe“ geschoben mit dem dummen Vorwurf: „Wenn es ein guter Gott ist, warum hat ER das dann alles zugelassen?“

Die wohl treffendste Metapher für das „Arbeiten bis zum Umfallen“ in Beruf und Familie ist das Bild vom „Hamster im Rad“. Es beschreibt den Zustand, bei dem überzogener Kraftaufwand letztlich zu absolutem Stillstand führt. Schon so manches Hamsterherz hat die Dynamik der Belastung „bis zum Geht-nicht-mehr“ mit dem Tod bezahlt.

Ab einer bestimmten Geschwindigkeit kann der Hamster, so auch der Mensch, nicht mehr einfach aufhören zu rennen. Die äußeren Anforderungen (beruflicher Druck, familiäre Verpflichtungen) entwickeln sozusagen eine schier unaufhaltsame Eigendynamik. Nicht der Mensch dreht am Rad, sondern das Rad dreht den Menschen, bis er durchdreht und seiner Kräfte und Sinne nicht mehr mächtig ist.

Ziehst du in einer solchen Lebenssituation nicht die Notbremse, dann kann ein tranceähnlicher Höhenflug schnell in einer schmerzhaften, folgenschweren Bruchlandung enden. Wer meint, Psychologen und Psychotherapeuten (in längst überfüllten psychosomatischen Abteilungen der Kliniken) könnten tiefgründig helfen, der irrt gewaltig. Solche „Seelenärzte“ können nur oberflächlich ein wenig diagnostizieren, mit Psychopharmaka zudröhnen und haben zudem ein Weltbild, das mit einem „Du schaffst das!“ biblischer Lehre frontal entgegensteht.

Gottes Wort bewertet „Arbeiten bis zum Umfallen“ als Sünde der Selbstüberhebung und als Mißachtung der Schöpfungsordnung Gottes. Die Bibel fordert zwar Fleiß und verurteilt Faulheit, setzt dem menschlichen Leistungswahn aber klare göttliche Grenzen: „Lässige Hand macht arm, aber die Hand des Fleißigen macht reich.“ (Spr 10,4)

Alles aus eigener Kraft schaffen wollen, das ist Hochmut. Nicht umsonst lädt Jesus ein mit den Worten: „Kommt her zu mir, all ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.“ (Mt 11,28) Damit will ER auch deinen Fokus auf das Wesentliche lenken: Nach sechs Tagen intensiven „Schaffens“ sollst du ruhen (wie es der Schöpfer selbst getan hat). Wende dich vertrauensvoll an den Heiland Jesus Christus, wenn sich Arbeits- und Dienstüberlastung anbahnen.

Im Psalm 127,2 heißt es: „Es ist umsonst, daß ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.“ Wenn du meinst, durch pausenlose Arbeit deine Existenz bis ins Letzte absichern zu müssen, zeigt das nach der Bibel Mangel an Vertrauen in Gottes Versorgung. Raubbau mit Körper und Geist zu treiben, verletzt die schöpferische Bestimmung: „Wißt ihr denn nicht, daß euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott bekommen habt? Ist euch nicht klar, daß ihr euch nicht selbst gehört?“ (1Kor 6,19)

Kannst du zu guten Dingen „Nein“ sagen, um für die besten Dinge ein „Ja“ zu haben? Kannst du dich von dem Gedanken trennen, „unersetzbar“ zu sein? Kannst du dich dazu überwinden, dein Smartphone abzustellen, ohne Angst zu haben, du könntest „Wichtiges“ verpassen? Bist du bereit, deine von Gott zur Verfügung gestellte Zeit für mehr Ruhe, Gebet, Bibellesen und Glaubensgespräche zu nutzen? Kannst du dich darauf einlassen, „Arbeiten bis zum Umfallen“ aus biblischer Sicht zu bewerten? Wenn nicht, dann sprich mit dem HERRN Jesus über alle diese Fragen und bitte IHN um Seine fürsorgliche Hilfe. ER ist der Helfer in aller Not und der Retter aus aller Not!

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