
von Ernst Martin Borst
Die Römisch-Katholische Kirche (RKK) feiert am 04.06.2026 das Fest Fronleichnam („Hochfest des Leibes und Blutes Christi“). Dieses Fest wird jedes Jahr am Donnerstag der zweiten Woche nach Pfingsten gefeiert. Das Fest geht auf eine Vision der Augustinernonne Juliane von Lüttich (von Cornillon) zurück. Im Jahre 1209 soll sie eine Vision bekommen haben, dabei habe sie eine Vollmondscheibe mit einer dunklen Stelle gesehen. Gedeutet wurde diese Vision als Aufforderung, zu Ehren der Eucharistie jährlich ein besonderes Fest zu begehen. Die RKK schreibt:
„Die Entstehung des Fronleichnamsfestes ist recht genau datiert: Der Überlieferung nach hatte eine junge Augustinernonne namens Juliana von Lüttich im Jahr 1209 eine Vision. Der Mond hatte einen Fleck, und dieser Fleck, so soll es Christus ihr erklärt haben, sei das im Kirchenkalender noch fehlende Fest zur Verehrung des Altarsakraments. Schon 1246 wurde das Fest Fronleichnam in Lüttich zum ersten Mal gefeiert. Ein Jahr nach dem eucharistischen Blutwunder von Bolsena (Mittelitalien) erklärte Papst Urban IV. Fronleichnam am 11. August 1264 zum offiziellen kirchlichen Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Zuvor war Urban Erzdiakon in Lüttich.“
Die RKK lehrt zur Eucharistie: Das Brot (die Hostie) ist der wirkliche Leib Jesu Christi und der Wein sein tatsächliches Blut ist (Transsubstantiation). Jesus Christus wird bei der Eucharistie als Sühneopfer Gott dargebracht. Die verwandelte Hostie und der ebenso verwandelte Wein sind dabei als die Person Jesus Christus anzubeten und zu verehren. Aus diesem Verständnis heraus und im Blick auf die Vision wurde zunächst nur in Lüttich und ab 1264 in der RKK-Gesamtkirche das Fest Fronleichnam gefeiert. Bei dieser Feier wird die Hostie (für Katholiken der tatsächliche Leib Jesu) in einem kostbaren und geweihten Zeigegefäß (Monstranz) während einer Prozession durch die Stadt getragen. Die Prozessionen sind meist verbunden mit diversen weiteren Ritualen wie Blumenteppichen, Fahnenschmuck, geschmückten Häusern und Gebeten an Heilige und an Maria. So schreibt die RKK u.a.:
„In Landshut ist das Erstellen des Blumenteppichs schon immer das Refugium des Katholischen Frauenbundes oder der Landfrauen. Als Jugendseelsorger ist es Steinhauser aber auch wichtig, dass junge Menschen diese Tradition fortführen. ‚Blumenzupfen‘, das klingt im ersten Moment nicht so cool. Lassen sich die Jugendlichen denn überzeugen? ‚Man kann sie wirklich dafür begeistern. Die sind richtig stolz, wenn der Teppich fertig ist‘, sagt er.“
Mit dem Fronleichnamsfest will die RKK ihre Lehre der Eucharistie rechtfertigen und stärken. Trotz aller ihrer ökumenischen Bekenntnisse hält sie eisern an ihrer Lehre fest und untermauert dies mit folgenden Worten:
- „Wer leugnet, dass im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und mit der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten ist, und behauptet, er sei in ihm nur wie im Zeichen, im Bild oder in der Wirksamkeit, der sei ausgeschlossen [= ewig verdammt].“
- „Wer sagt, im hochheiligen Sakrament der Eucharistie bleibe die Substanz von Brot und Wein zugleich mit dem Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus bestehen, und wer jene wunderbare und einzigartige Wandlung der ganzen Brotsubstanz in den Leib und der ganzen Weinsubstanz in das Blut leugnet, wobei nur Gestalten von Brot und Wein bleiben – diese Wandlung nennt die Kirche sehr treffend Wesensverwandlung (Transsubstantiation) -, der sei ausgeschlossen [= ewig verdammt].“
- „Wer sagt, im wunderbaren Sakrament der Eucharistie sei nach vollzogener Weihe nicht der Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus, sondern nur beim Gebrauch, wenn es genossen wird, nicht aber vorher und nachher, und in den geweihten Hostien oder Brotteilchen, die nach der Kommunion aufbewahrt werden oder übrigbleiben, bleibe aber nicht der wahre Leib des Herrn zurück, der sei ausgeschlossen.“
- „Wer sagt, … man solle ihn [Christus in der Hostie] nicht nach der lobenswerten und allgemein verbreiteten Sitte und Gewohnheit der heiligen Kirche bei Prozessionen feierlich umhertragen oder nicht öffentlich dem Volk zur Anbetung zeigen …, der sei ausgeschlossen.“
(Quelle: www.theologe.de sowie Materialsammlung der AG Welt e.V.)
Die Bibel sagt hier etwas vollkommen anderes: Der Tod von Jesus Christus geschah nur einmal. Dieses eine Opfer war völlig ausreichend und braucht und kann auch nicht wiederholt werden. Jesus sagte am Kreuz: „Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30). In Hebräer 9,12 lesen wir: „… Jesus ist ein für allemal gestorben…!“ Das Abendmahl/Brotbrechen ist laut Bibel ein Erinnerungsmahl. Jesus sagt: „…solches tut zu meinem Gedächtnis…!“ (1.Korinther 11, 23-26). Die Lehre und Praxis der RKK bezüglich der Eucharistie, und damit auch das Fest Fronleichnam, hat mit der biblischen Botschaft nichts gemein.
Erschreckend dabei ist, wie die Freikirchen, die Deutsche Evangelische Allianz und viele Werke mit dieser Thematik umgehen. So schreibt z.B. Der Sinnsender (ehemaliger Evangeliumsrundfunk) völlig neutral und ohne auf die tatsächlichen Hintergründe des Festes einzugehen:
„Am Fronleichnamstag zelebrieren Katholiken die Bedeutung von Brot und Wein in Prozessionen. Dabei trägt der Priester der Gemeinde eine schmuckvoll gestaltete und wertvolle Monstranz durch die Straßen des Ortes. Ein Baldachin, den meist vier Männer tragen, beschirmt ihn gegen Sonne und Regen. Auch ist es üblich, große, kunstvolle Blumenteppiche zu gestalten, an einem oder mehreren Orten auf dem Prozessionsweg. Sie sollen der Freude über das Geschenk des Abendmahls Ausdruck verleihen. Denn im Abendmahl erinnern sich alle Kirchen an das Opfer, das Jesus Christus zur Erlösung aller Menschen am Kreuz gebracht hat. Und zwar ganz unabhängig davon, ob sie der Transsubstantiationslehre folgen oder in Brot und Wein eher Symbole sehen. Sie befolgen vielmehr darin eine direkte Anweisung von Jesus. Auch wenn ich nicht katholisch bin, so kann ich doch dem Fronleichnamstag einiges abgewinnen. Er erinnert mich an die tiefe und grundsätzliche Bedeutung des Abendmahls für Menschen, die Jesus nachfolgen.“
Nachfolger von JESUS CHRISTUS sind aufgerufen, klar und deutlich die Botschaft der Bibel zu verkünden. Heidnische Visionen, unbiblische Praktiken und falsche Lehren sind eindeutig abzulehnen. Menschen brauchen die klare Wegweisung, die zu JESUS CHRISTUS führt. IHM allein gebührt alle Anbetung. Die Anbetung und die Verehrung einer Hostie ist GOTT ein Gräuel.
