
von Thomas Schneider
Nichts gegen Hunde. Auch sie sind Geschöpfe Gottes. Als ich Kind war, da hatten wir einen treuen Schäferhund, der Tag und Nacht unser Haus und Grundstück bewachte. Was aber sehr zum Nachdenken anregt ist die Tatsache, daß man heutzutage oftmals die Anschaffung von Hunden der Zeugung, Geburt und Erziehung von Kindern vorzieht.
In Deutschland ist (so das Statistische Bundesamt) die Zahl der Geburten seit 1950 von einem hohen Niveau (über 1,1 Millionen) auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit, auf 654.300 im Jahr 2025, gesunken. Hingegen ist die Zahl der Hundehaltung in den letzten 75 Jahren massiv angestiegen. Während Hunde 1950 (ca. 0,9 Mio) bis 1970 (ca. 3 Mio) hauptsächlich als Nutztiere (Wach- oder Jagdhunde) dienten, leben sie heute vermehrt als Familienhunde in privaten Haushalten (2025: ca. 10,7 Mio). Während der Corona-Plandemie war bei diesen Vierbeinern ein Rekordzuwachs (besonders in Großstädten) zu verzeichnen. Hunde halfen gegen die Vereinsamung eingesperrter Menschen. Außerdem gab es vom Staat für den Hundebesitzer eine Sondererlaubnis zum Verlassen der Wohnung, weil Hunde nun mal täglich „Gassi gehen“ und Bewegung haben müssen.
Deshalb kann mit Fug und Recht gesagt werden: Deutschland ist „auf den Hund gekommen“. Wenn der Hund gesellschaftlich oder individuell einen höheren Stellenwert einnimmt als der Mensch, führt dies unweigerlich nicht nur zu tiefgreifenden Verschiebungen in der Demografie, sondern untergräbt Gottes Schöpfungswillen. Nachdem Gott Seinen Segen über das erste Menschenpaar ausgesprochen hatte, da sagte er zu ihnen nicht: „Nun schafft euch Hunde an!“, sondern: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan.“ (1Mo 1,28a)
Heute ist für viele junge Menschen der Hund zum dauerhaften Ersatz für die eigene Familiengründung geworden. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden liegt bei etwa 10 bis 15 Jahren. Man will sich einer lebenslangen Verpflichtung für Kinder und der damit verbundenen hohen Verantwortung entledigen.
In der Bibel wird der Hund fast durchgehend negativ dargestellt und steht für Niedrigkeit, Verachtung und moralischen Verfall. Letzteres schreitet in unserem Land (nicht nur bei den Geburtenraten, sondern gesamtgesellschaftlich) in rasantem Tempo voran. „Auf den Hund gekommen“ bedeutet: am absoluten Tiefpunkt angekommen zu sein – vom Wohlstand als Gottesgeschenk in die Verarmung.
Wenn sich junge Ehepaare auf Gottes Schöpfungsauftrag „Seid fruchtbar und mehret euch“ besinnen, wird sie Gott segnen. Solltest du vor der Entscheidung stehen: Kinder oder Hund(e), dann entscheide dich für Kinder. „Sie sind eine Gabe des HERRN“ (Psalm 127,3). Die fruchtbare Zeit der Frau ist begrenzt. Einen Hund kannst du später im Leben immer noch haben.
Im Psalm 128,3-4 wird eine kinderreiche Familie als Bild für das Glück eines Menschen beschrieben, der Gott vertraut: „Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie junge Ölbäume um deinen Tisch her. Siehe, so wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet.“
