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Aktuelle Seite: Start / Weltanschauung allgemein / Seine Hände in Unschuld waschen

Seine Hände in Unschuld waschen

Geschrieben von Thomas Schneider am 22. Mai 2026

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Wenn irgendetwas passiert, worin der Mensch verwickelt ist, sagt er schnell und meist unüberlegt: „Ich bin unschuldig!“

Fällt etwas vom Geschirr zu Boden und zerbricht, heißt es: „Wer hat das denn so blöde hingestellt?“ Wurde der seit Monaten geplante Arzttermin verpaßt, wird gemosert: „Wieso hat mich denn keiner daran erinnert?“ Bekommt das Auto beim Rückwärtsfahren eine Schramme, muß der daran Schuld gewesen sein, der sein Fahrad dahinter abgestellt hat. So versucht der Mensch, „nach allen Regeln der Kunst“ (auch eine bekannte Redewendung), seine „Hände in Unschuld„ zu waschen.

Solange es um solche Lapalien geht, schwingt nach verklungenen Wutansätzen meist ein ironischer Beigeschmack mit. Sehr ernst hingegen wird es, wenn es um Menschen geht, denen durch bewußtes oder unbewußtes Handeln Schaden zugefügt worden ist. Nicht selten flüchten Verkehrsteilnehmer von einem Unfallort, bei dem eine oder mehrere Personen schwerverletzt wurden oder sogar zu Tode gekommen sind. Die Redewendung „Seine Hände in Unschuld waschen“ lagert dann in einer ganz anderen Dimension.

Immer wieder versucht der Mensch, sich aus einer schwierigen Situation wie ein Wurm herauszuwinden. Von Verantwortung oder Mitverantwortung meist keine Spur. Die Folgen sind oft schwerwiegend, wenn es um das Leben geht.

Als Pontius Pilatus vor dem Volk seine Hände in Unschuld wusch, ging es um das Todesurteil über einen Menschen: Jesus von Nazareth. Der römische Statthalter sagte (Mt 27,24): „Ich bin schuldlos am Tod dieses Mannes! Das müßt ihr verantworten!“ Pilatus erklärte öffentlich, daß er keine Verantwortung für die Verurteilung Jesu übernehmen will. Sein Händewaschen war ein rein symbolischer Akt, um sich moralisch zu entlasten. Aber weil er das Urteil über Jesus zuließ, blieb er dennoch schuldig. Äußere Distanzierung hebt eigene Verantwortung nicht auf.

Tiefere Wurzeln hat die Symbolik „Seine Hände in Unschuld waschen“ im Alten Testament, wo das Händewaschen kein feiges Ausweichen oder Schuldabschieben auf andere ist. In der Bitte eines Mannes im Psalm 26,6 heißt es: „Ich wasche meine Hände in Unschuld und umschreite, HERR, deinen Altar…“. Hier geht es um tatsächliche Reinheit vor Gott, um ein reines Gewissen.

Pilatus erkannte die Unschuld Jesu, daß ER ohne Sünde ist, handelte aber gegen besseres Wissen. Daher bleibt Pilatus schuldig und Sünder vor dem allmächtigen Gott. Wir müssen uns immer vor Augen halten, vor wem wir uns letztlich zu verantworten haben – gleich, um welche Angelegenheit es sich handelt. Bist du bereit, dich zu deiner Schuld zu bekennen und den Heiland Jesus Christus um Vergebung zu bitten? „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1Joh 1,9)

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