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Aktuelle Seite: Start / Weltanschauung allgemein / Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Geschrieben von Thomas Schneider am 16. Mai 2026

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Ist die Redewendung „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ nur volkstümliche Ironie? Sie wird ja meist dann verwendet, wenn jemand so tut, als dürfe man einen augenscheinlichen Zusammenhang (der doch ohnehin von vielen bereits vermutet wird) nicht kritisch hinterfragen. Bei solchem Verständnis bekommt der „Schelm“ eine eher freundliche Bestimmung – wie beispielsweise bei einem Dummejungenstreich.

Im Mittelhochdeutschen hat der Begriff „Schelm“ aber eine ganz andere Bedeutung, nämlich: Betrüger oder Gauner. Demnach handelt es sich um einen Menschen mit einem arglistigen oder gar niederträchtigen Charakter. Im ursprünglichen Sinne steht hinter dem Ausdruck „Du bist ein Schelm!“ nichts Humorvolles oder gar Lobenswertes.

In der Bibel stehen klare Worte für solche Charaktere: „Wer Gutes im Sinn hat, gefällt Jahwe, doch einen Hinterhältigen verurteilt er.“ (Spr 12,2) Der Hinterhältige mit seinen listigen Absichten kommt dem alten Begriff „Schelm“ recht nahe. In diese Richtung weist auch das Psalmwort (36,4): „Lug und Trug ist alles, was er sagt. Er hat es aufgegeben, verständig zu sein und Gutes zu tun.“

List und Täuschung, verdeckte böse Absichten, Heuchelei, Mißachtung von Gottes Wahrheit und eigennütziges Handeln auf Kosten anderer, passen nicht zum Leben eines Christen. Ein „Schelm“ ist ein Mensch, der mit List und verborgenen Absichten handelt und dabei Wahrheit und Gerechtigkeit mißachtet.

Als Esau abgerackert vom Felde kommt und sagt: „…ich muß doch sterben“, da nutzt sein Bruder Jakob die Gunst der Stunde und luchst ihm hinterlistig das Erstgeburtsrecht ab. Dann setzt er noch eins obendrauf: Er überreicht seinem hungrigen Bruder erst das Brot samt Linsengericht, nachdem dieser einen Schwur auf den Verkauf seiner Erbansprüche abgelegt hat. (1Mo 25,29-34) Später ergaunert Jakob mit Heimtücke den Erstgeburtssegen von seinem alten und fast erblindeten Vater Isaak. (1Mo 27,1-40)

Warst du auch schon in der Gefahr, einen anderen „übers Ohr“ zu hauen, ihn also absichtlich zu betrügen? Manchmal war es vielleicht ein einfaches „Ja!“, wo du hättest mit einem klaren „Nein!“ antworten müssen. Jesus hat seinen Jüngern eingeschärft: „Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.“ So sollte die Redewendung „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ nicht als bloße schelmische Floskel gebraucht, sondern ernsthaft hinterfragt werden. Deshalb: „Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Röm 12,21)

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