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Die Letzten werden die Ersten sein

Geschrieben von Thomas Schneider am 20. Mai 2026

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Sie paßt einfach nicht in das menschliche Denkklischee, die Redewendung: „Die Letzten werden die Ersten sein.“

Der Mensch denkt in den Kategorien von Leistung, Rang und Erfolg. Gott hingegen sieht das Herz an. Und weil Gott das tut, kommt es zu einer radikalen Umkehrung. Hochmütige werden erniedrigt, Demütige werden erhöht. Denn, so heißt es in der Bibel: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Mt 23,12; vgl. Lk 14,11+18,14)

Die Redewendung „Die Letzten werden die Ersten sein“ ist das Teilstück einer entscheidenden Aussage von Jesus: „Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.“ Da geht es um den Lohn der Nachfolge. Weil die Jünger für Jesus ihre Familien verlassen und ihre Arbeit an den Nagel gehängt haben, fragt Petrus den HERRN: „Was werden wir dafür bekommen?“ Daraufhin versichert Jesus: „Ihr werdet, die ihr mir gefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“

Im Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16) wird es noch deutlicher. Der Weinbergbesitzer zahlt denen, die nur eine Stunde an Leistung eingebracht haben, den gleichen Lohn wie denen „die den ganzen Tag über geschuftet und die Hitze ertragen“ haben. Obwohl man sich vor Beginn der Arbeit auf einen Denar als Lohn verständigt hatte, fangen die „Vollzeitkräfte“ bei der Lohnauszahlung an zu murren. Da muss der Weinbergbesitzer Klartext reden: „Darf ich denn mit meinem Geld nicht machen, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so gütig bin? – So wird es kommen, daß die Letzten die Ersten sind und die Ersten die Letzten.“

Damals sahen sich viele Juden als „Erste“, weil sie das auserwählte Volk Gottes waren. Doch weder Abstammung noch Tradition garantieren einen Vorrang bei Gott. Am deutlichsten wird das im Bild von der engen Pforte, das Jesus Seinen Nachfolgern vor Augen führt: „Ringt darum, daß ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, daß sie hineinkommen, und werden’s nicht können. Sobald der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf!, dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich weiß nicht, wo ihr her seid.“ – Auch hier heißt es: „Und denkt daran: Es gibt Letzte, die werden Erste sein, und Erste, die werden Letzte sein.“

Für unser menschliches Gerechtigkeitsempfinden können solche Aussagen durchaus zur Anfechtung werden. Denn wir übersehen sehr leicht, daß es in allem (!) und immer (!) um Gottes Gerechtigkeit geht. Wir maßen uns an, Gottes Entscheidungen (die uns nicht passen) als ungerecht zu bewerten. Schon zu Mose sprach Gott: „Ich entscheide, wem ich gnädig bin, und schenke mein Erbarmen, wem ich will.“ (2Mo 33,19) – Aus menschlicher Sicht ist es verständlich, wenn die „unerhörte“ Souveränität der Lehre Jesu auf taube Ohren stößt (hauptsächlich unter den „Ersten“).

Empfindest du die folgende Aussage als gerecht? „Wer frühzeitig an Jesus glaubt, bekommt das Heil. Wer auf dem Sterbebett zum Glauben an Jesus findet, bekommt dasselbe Heil.“ Wenn du dazu „Ja“ sagen kannst, dann hast du das Evangelium verstanden: Gott kehrt menschliche Rangordnungen um. Sein Reich gründet auf Seiner freien Gnade und nicht auf Leistung. Selbstsichere können durchaus ihren Platz im Himmel verlieren und scheinbar Unbedeutende werden von Christus angenommen. Das ist Gottes Gerechtigkeit!

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