
von Ernst Martin Borst
Wie die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) mitteilt, fand vom 13.-16. Mai 2026 die Bundesratstagung des Bundes Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Kassel statt. Dieser Kirchenbund mit rund 71.000 Mitgliedern besteht aus Baptisten- und Brüdergemeinden, ist stark ökumenisch ausgerichtet und arbeitet insbesondere mit der Römisch-Katholischen Kirche (RKK) eng zusammen. Beide Kirchen verweisen gegenseitig im digitalen Netz aufeinander.
Der BEFG schreibt u.a.: „Der BEFG unterhält Kontakte zur Römisch-katholischen Kirche in Deutschland sowohl auf Bundesebene als auch auf Orts- und Landesverbandsebene – hauptsächlich über die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Dabei ist in unterschiedlichen Arbeitsbereichen, wie z.B. im Deutschen Ökumenischen Studienausschuss (DÖSTA), eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden. Die Katholische Kirche und der BEFG sind beide Gründungsmitglieder der 1948 in Leben gerufenen ACK. Die Theologische Hochschule Elstal unterhält gute Kontakte zum katholischen Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn. Auf europäischer Ebene haben evangelische und katholische Kirchen einschließlich des BEFG auf dem ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin die Charta Oecumenica unterzeichnet.“
Auf ihrer oben genannten Bundesratstagung hat die BEFG eine Resolution verabschiedet. Der Text dieser Resolution fällt durch seine Themenschwerpunkte auf. Es geht durchweg um Klimawandel, Artensterben, Krieg, Rassismus, Völkerrecht, Menschenrechte, antidemokratischen Extremismus und ähnliches. So heißt es in dieser Resolution beispielsweise:
„Wir wissen um die Krisen dieser Welt wie den Klimawandel, das Artensterben, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, die Kriege, die ungerechte Verteilung der Güter, den Rassismus, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wir müssen uns diesen Krisen und dem eigenen Anteil daran stellen. Wir wissen, dass sich weltweit eine destruktive Machtpolitik durchsetzt, die auf Gewalt – insbesondere gegen Frauen – und Vernichtung baut. Ressourcen, die zwingend für den Schutz der Lebensgrundlagen eingesetzt werden müssten, fließen in Rüstungsgüter. Das Völkerrecht wird angegriffen und ist in Gefahr. Das betrifft sowohl die Menschenrechte als auch das Prinzip von Rechtsstaatlichkeit und die internationale Ordnung im Grundsatz. Im Wissen um die Häufung dieser Rechtsbrüche und Gefahren in jüngster Zeit bekennen wir uns als Kirche zu den unveräußerlichen Menschenrechten, dem Recht kommender Generationen auf den Erhalt der Lebensgrundlagen und dem Recht unserer Umwelt auf Schutz und Bewahrung. Als Christinnen und Christen sehen wir uns in der Verantwortung, uns aus ganzem Herzen und mit aller Kraft für das Globalwohl und die Menschenrechte zu engagieren. Wir widersetzen uns der Logik zunehmender Bewaffnung und Aufrüstung als Weg zu einem dauerhaften und nachhaltigen Frieden. Wir distanzieren uns von antidemokratischem Extremismus und allen Ideologien der hierarchischen Ungleichheit. Wir lehnen in aller Entschiedenheit die Ausgrenzung von Minderheiten wie etwa Menschen mit Migrationsgeschichte, Jüdinnen und Juden, Angehörigen aller religiösen und ethnischen Minderheiten, queeren Menschen oder Menschen mit Behinderungen ab.“
So einen Text hätte jede Gruppe, jeder Verein mit ein wenig religiösem Anstrich formulieren können. Der BEFG übersieht vollends GOTTES WORT und den Auftrag, den JESUS CHRISTUS seinen Jüngern gegeben hat. Statt sich diesem Auftrag mit allen Konsequenzen zu stellen, folgt der BEFG dem Mainstream samt dessen Medien. Der BEFG muss sich unter anderem fragen lassen:
- Warum wird nicht deutlich gesagt, dass Gott die Welt und alles Leben geschaffen hat und kein einziger Mensch Einfluss auf Gottes Schöpfungsplan und -ordnung hat, so auch nicht auf das Klima? (Lesen Sie dazu bitte auch den AG WELT – Beitrag: „Klimawandel: Eine ‚Sau‘, die immer wieder durchs Volk getrieben wird“)
- Warum wird nicht deutlich gesagt, dass das Problem der Menschen die Sünde ist? Nicht die Rüstungsgüter, der Klimawandel oder die Ausgrenzungen von Minderheiten sind das Problem, sondern die Trennung des Menschen von GOTT.
- Warum erstellt der BEFG eine Resolution auf der Grundlage des Humanismus, anstatt auf GOTTES WORT zu bauen?
Die Aufgaben für die Gemeinde Jesu werden im WORT GOTTES klar und deutlich beschrieben:
„Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Dabei sollt ihr sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen und sie belehren, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Zeit.“ Matthäus 28,19-20
„Die nun sein Wort gern annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen. Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Apostelgeschichte 2,41-42
„Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“ 2.Timotheus 4,2
An keiner Stelle fordert uns GOTTES WORT dazu auf, diese vergängliche Erde samt Menschheit zu retten.1 Es geht einzig und allein darum, dem Menschen das Evangelium zu verkündigen, damit er sich JESUS CHRISTUS zuwendet und durch IHN gerettet wird (Johannes 3,16).
„So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott.“ 2.Korinther 5,20
Durch ihre Verstrickung im ökumenischen Netzwerk hat der BEFG seine biblische Verankerung völlig aufgegeben und schwimmt nur noch dem Mainstream hinterher. Die einzelnen Ortsgemeinden des BEFG sollten diesen Bund schnellstmöglich verlassen!
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1 Vgl. Matthäus 24,35; 2. Petrus 3,10; Offenberung 21,1; 1. Johannes 2,17; Hebräer 1,10-11
