
von Thomas Schneider
Immer wieder stößt der Mensch in seinem Leben an einen Punkt, wo er sich entscheiden muß. Er steht vor der Wahl, einen Beruf zu erlernen oder zu studieren, mit wem er eine eheliche Gemeinschaft eingehen will, bei welcher Partei er auf dem Stimmzettel sein Kreuz machen soll, ob er mit oder ohne Gott leben möchte. Letzteres ist der alles entscheidende und alles umfassende Entschluß.
„Am Scheideweg stehen“, das erfordert einerseits Klarheit und Weisheit für ein tiefgründiges Abwägen und Nachdenken, welcher von zwei grundlegend verschiedenen Wegen eingeschlagen werden soll. Andererseits erfordert es, die richtigen Berater an seiner Seite zu haben: den himmlischen Vater, Seinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist, der von beiden ausgeht (Joh 15,26).
Das Wort Gottes verwendet nicht das exakte Wort „Scheideweg“, thematisiert aber immer wieder Richtungsentscheidungen zwischen Weisheit und Torheit, zwischen Segen und Strafe, zwischen Gott und Welt. So fordert beispielsweise Josua das Volk Israel auf, sich zu entscheiden. Es steht vor einem Scheideweg, vor einer bewußten Wahl, ob es Gott oder fremden Göttern dienen will (Jos 24,15).
In Sprüche 3,5-6 wird das Einschlagen in den richtigen Weg als Folge von Gottvertrauen beschrieben: „Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlaß dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an IHN in allen deinen Wegen, so wird ER dich recht führen.“ – Jesus spricht von zwei Wegen: von dem breiten, bequemen Weg und von dem schmalen, unbequemen Weg. Wohin beide Wege führen, beschreibt Jesus im Matthäusevangelium (7,13-14).
Zu treffende Entscheidungen, welcher Weg zu gehen ist, sind Prüfsteine im Glaubensleben. Sie verlangen aktives Handeln, verbunden mit dem Bewußtwerden von Verantwortung. Die Bibel zeigt, daß der rechte Weg vor Gott dann gewählt wird, wenn wir IHM und Seinem Wort glauben und vertrauen, IHM und Seinem Wort gehorsam sind, mit IHM durch Jesus Christus im Gebet verbunden bleiben, allein IHM Lob und Dank entgegenbringen.
Weltliche Verlockungen wollen uns, wie ein Magnet, in die falsche Richtung führen. Üppig gedeckte Tische voller Genuß und Völlerei versprechen Sättigung, lassen aber die Seele verhungern. Die glitzernde Welt der sozialen Medien locken mit Bestätigung und Selbstdarstellung und halten gefesselt in der Sucht nach menschlicher Anerkennung – anstatt Gott die Ehre zu geben. Bunte Lampen am Straßenrand locken ins Freudenhaus (als ob Liebe und Glück käuflich seien) und sorgen für kurzfristige Befriedigung des Sexualtriebes, zerstören aber die von Gott geschaffene Sexualität für die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, bis daß der Tod sie scheidet. Das künstliche Licht der Esoterik funkelt geheimnisvoll, verspricht Selbstverwirklichung, führt aber in die Irre und weg vom wahren Licht der Welt: Jesus Christus.
Vielleicht stehst auch du gerade an einem „Scheideweg“. In welche Richtung wirst du gehen? Wen bittest du um Rat? Im Psalm 32,8 wirst du von Gott ermutigt: „Ich will dich belehren und ich zeig dir den richtigen Weg. Ich will dich beraten und ich behalte dich im Blick.“ In Sprüche 3,6 heißt es mit Blick auf Gott: „Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!“ Geh also mutig voran und denke immer daran: Jesus ist der Weg (Joh 14,6a). ER läßt dich niemals allein. ER ist der gute Hirte!
