
von Thomas Fron
„Nicht nur Welt-Geschehen, sondern Himmels-Ereignis!“
Unter diesem Thema erhielt ich (und mit mir viele andere auch) mit einer „WEITES LAND MAIL im April 2026” Ostergrüße von Steffen Kern, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes.
Der Inhalt dieser (vor-)österlichen Grüße hat mich erschreckt! Es stellt sich hier für mich die Frage: Gnadau – wo steuerst du hin?
Steffen Kern bezog sich auf 2. Korinther 5,19a: „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber.” – Aber dann kam vom Präses die Schlussfolgerung – „Hey, was für eine Botschaft: Alle Welt versöhnt!”
Alle Welt versöhnt? – Habe ich bisher die Botschaft der Bibel zu ernst genommen? Wenn alle Welt versöhnt ist, dann ist ja alles gut! Dann wären ja alle Menschen gerettet!
Doch schon einen Vers weiter lesen wir in 2. Korinther 5,20: „So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!”
Im Zusammenhang dieses Textes erkennen wir, dass diese Versöhnung für alle Mensch geschehen ist, dass sie allen Menschen gilt. Aber die Bibel lehrt uns, jeder einzelne Mensch muss diese Versöhnung persönlich für sich annehmen.
In Johannes 3,3 sagt Jesus zu Nikodemus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.” – Hier ist keine Rede davon, dass alle Welt versöhnt ist! Von Neuem geboren zu werden erfordert eine persönliche Entscheidung!
An vielen Stellen der Bibel lesen wir von Buße:
Lukas 24, 46-47: „…und sprach zu ihnen: So steht’s geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern.” – Apostelgeschichte 3,19: „Tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden…”
Das ist doch die frohe Botschaft von Karfreitag und Ostern: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.” (1. Johannes 1,9) – Nur so werden wir gereinigt in Gottes Herrlichkeit eingehen können. – In Johannes 14,6 heißt es: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.”
Eine weitere Aussage von Steffen Kern: „Nein, die Welt geht nicht vor die Hunde! Es gibt neues Leben!”
Schon Jesaja schreibt: „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.” (Jesaja 65,17) – In 2. Petrus 3,11-13 steht: „Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.” – Und in Offenbarung 21,1 heißt es schließlich: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.”
Nein, die Welt geht nicht vor die Hunde! Diese Welt wird vergehen – nach Gottes Plan! Die Frage, die sich hier an uns stellt: Sind wir dabei, in Gottes neuer Welt, in seiner Herrlichkeit, in seiner Ewigkeit?
