
von Ernst Martin Borst
Die Verantwortlichen der ehemals großen und nun immer kleiner werdenden Kirchen suchen verzweifelt nach Lösungen, um die massiven Austritte zu stoppen.
Da sie in der Bibel wohl nicht mehr zu Hause sind, suchen sie in der Esoterik und im Buddhismus nach neuen Angeboten und Aktionen, um Menschen an die Kirche zu binden.
Im aktuellen Newsletter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 24.04.2026 ist unter dem Stichwort „Spielraum“ zu lesen:
Gestalte Meditationen nach deinem Empfinden. Je nach Bedürfnis, Tageszeit oder Situationen kannst du dir eigene Meditations-Formate, Zeiten der Stille und spirituelle Momente erstellen und abspeichern. Ein einzigartiges, flexibles „Baukastensystem“, dass du in keiner anderen App findest. Drei Elemente stehen dir zur Verfügung. Du kannst sie beliebig kombinieren oder auch einzeln nutzen: „Ankommen“ unterstützt dich, ruhig und gegenwärtig zu werden und bei dir anzukommen. Du hast unterschiedliche Möglichkeiten in den Bereichen „Atem wahrnehmen – Körper spüren – Musik hören -mental einstimmen. „Meditation“ öffnet einen Raum der Stille, den du persönlich gestalten kannst. Wenn Dauer und Klangrahmen klar sind und du innere Sicherheit hast im Blick auf Beginn und Ende der Meditation, unterstützt das deinen Meditationsprozess. Wenn du spürst, dass du gedanklich abschweifst in der Stille, kannst du eine Miniatur-Erinnerung einfügen. Ein Gong oder ein kurzes „Atem spüren“ lässt dich wieder präsent werden. Mit „Ausklang“ kannst du dich beschenken lassen mit einem Segen, kraftvollen Worten aus dem Schatz der Bibel oder einem Gebet. In vielen verschiedenen Varianten. Probiere es aus! Und schick uns gerne dein Feedback, damit wir Spielraum bedürfnisorientiert weiterentwickeln können.
Ähnliche Texte finden sich massenhaft auf esoterischen und buddhistischen Seiten. Ein Beispiel: „Die Meditation ist eine der ältesten und wirkungsvollsten esoterischen Praktiken. Sie hilft, den Geist zu beruhigen, Gedanken zu ordnen und eine tiefere innere Verbindung aufzubauen. Ob geführte Meditationen, stille Meditation oder Mantra-Meditation – jede Form ermöglicht eine Reise zu sich selbst.“
In der Bibel finden wir solche Texte und Anleitungen nicht. Der Glaube an den gekreuzigten und auferstandenen JESUS CHRISTUS ist keine Spielerei! Menschen benötigen für ihr Glaubensleben keinen „Spielraum“ und auch keine Meditationsprozesse. Was sie brauchen, sind klare biblische Botschaften.
„…deren Diener ich geworden bin nach dem göttlichen Predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, dass ich das Wort Gottes reichlich predigen soll.“ Kolosser 1,25
„Denn „wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.“ Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht: „Wie lieblich sich die Füße derer, die den Frieden verkündigen, die das Gute verkündigen!“ Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja sagt: „HERR, wer glaubt unserm Predigen?“ So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes.“ Römer 10,13-17
Es ist eine große Tragik: Die Menschen gehen verloren, weil ihnen die biblische Botschaft vorenthalten wird. Statt den Aufruf zu Umkehr und Buße zu hören, werden die Menschen eingeladen, einen „Spielraum“ zu besuchen.
Von dem Auftrag, den JESUS CHRISTUS erteilt hat, will die EKD nichts mehr wissen: „Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,19-20) Vom Propheten Jeremia (26,2) heißt es: „So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige allen Städten Juda’s, die da hereingehen, anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe ihnen zu sagen, und tue nichts davon.“
