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Ihr sucht wohl einen Sündenbock!?

Geschrieben von Thomas Schneider am 11. März 2026

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Die Redewendung „Ihr sucht wohl einen Sündenbock!?“ geht direkt auf das 16. Kapitel im 3. Buch Mose der Bibel zurück, auf ein Ritual am „Großen Versöhnungstag“ (hebr. jom kippur), einem der feierlichsten Festtage Israels. Der Hohepriester bekannte vor Gott die Sünden des Volkes.

Wie hatte Israel diesen Festtag zu begehen? Gott ordnete an, für alle im Laufe eines Jahres angesammelte Schuld des gesamten Volkes zwei Ziegenböcke zu nehmen: der eine sollte für den HERRN als Sündopfer geschlachtet und der andere zum Sündenbock gemacht werden.

Dem Sündenbock wurden durch Handauflegung alle im Laufe eines Jahres angesammelten Sünden des Volkes Israel aufgeladen. Er wurde im wahrsten Sinn des Wortes in die Wüste zu „Asasel“ zurückgeschickt (3Mo 16,10), den man als personifizierte Macht des Bösen verstand, um das Heiligtum zu reinigen. In 3. Mose 16,21-22 heißt es: „Dann soll Aaron seine beiden Hände auf dessen Kopf legen und über ihm bekennen alle Missetat der Israeliten und alle ihre Übertretungen, mit denen sie sich versündigt haben, und soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste bringen lassen, daß also der Bock alle ihre Missetat auf sich nehme und in die Wildnis trage; und man schicke ihn in die Wüste.“

Wenn jemand sagt: „Ihr sucht wohl einen Sündenbock!?“, dann kann das bedeuten, die eigene Verantwortung auf andere abwälzen zu wollen, einen anderen bewußt ungerecht zu beschuldigen oder auch die notwendige Reue und Buße schönzureden oder auszublenden. Was sagte die Bibel dazu?

  • „Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst!“ (2Kor 13,5)
  • „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1Joh 1,9)
  • „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ (2Kor 5,19)

Was war der Sündenbock im Alten Testament? Er war unschuldig. Ihm wurde fremde Schuld aufgebürdet. Er wurde von der Gemeinschaft ausgestoßen und hatte den symbolischen Auftrag, die Sünden eines ganzen Volkes zu sühnen.

Dieser Sündenbock ist eine prophetische Vorschattung auf Jesus Christus hin. Jesus war ohne Sünde (1Petr 2,22). Auf seine Schultern wurde die Sünde der ganzen Welt (nicht nur die des Volkes Israel) gelegt und ER wurde – wie der Sündenbock – „vor das Tor“ hinausgeführt (Hebr 13,12). „Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.“ (Jes 53,3)

Jesus war damals, ist es heute und bis in alle Ewigkeit für die gesamte Menschheit das sichtbare Zeichen der stellvertredenden Sühne. „Der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.“ (Jes 53,6) ER starb für unser aller Schuld am Kreuz von Golgatha. „Denn ER hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht.“ (2Kor 5,21)

Zwischen dem alttestamentlichen Sündenbock und Jesus Christus gibt es einen fundamentalen Unterschied: der Sündenbock trug die Schuld nur symbolisch. Jesus aber trug deine und meine Schuld wirklich und endgültig. Im Hebräerbrief (Kap. 9 und 10) wird umfassend erklärt, daß das Opfer Christi – das Vergießen seines teuren Blutes –, das alttestamentliche Sündenbock-Ritual nicht nur erfüllt, sondern unendlich übertrifft!

Wenn heute in Familien, in christlichen Gemeinden oder auch in der Politik ein Sündenbock für Fehlverhalten, Fehlentscheidungen oder Fehlinterpretationen gesucht wird, dann geht es sehr oft ungerecht und manipulativ zu. Damit wird versucht, der eigenen Verantwortung aus dem Wege zu gehn und andere mit Schuld zu belasten.

Sowohl der Sündenbock als auch der Sühnetod Christi gehören zu Gottes Heilsordnung und -plan. Der Ausspruch: „Ihr sucht wohl einen Sündenbock!?“ ist meist Ausdruck menschlicher Schuldverlagerung. Adam: „Die Frau, die du mir gegeben hast…“ (1. Mose 3,12); Eva: „Die Schlange betrog mich…“ (1. Mose 3,13). Seitdem sind auch wir der Versuchung ausgesetzt, Schuld weiterzugeben, Verantwortung abzuschieben und sich selbst rein zu waschen.

Gott fordert auch von dir, persönliche Verantwortung für Sünde und Schuld zu übernehmen, Buße zu tun und der Wahrheit in Christus und Seinem wunderbaren, rettenden Evangelium nachzugehen. Deshalb heißt es im 1. Johannesbrief (1,7): „Wenn wir aber im Licht leben, wie Gott selbst im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von jeder Sünde.“ – Du brauchst keinen Sündenbock, sondern einzig und allein Jesus!

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