
von Ernst Martin Borst
Laut einer Pressemeldung der Evengelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 13.03.2026 hat die Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating eine neue Plattform erstellt:
„Die Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating hat mit „Send a Saint“ eine neue digitale Form des Spendens entwickelt. Gegen eine Spende kann ein Heiligenbild ausgewählt und an einen anderen Menschen verschickt werden – als Zeichen von Unterstützung, Mut oder Segen. Die Plattform verbindet kirchliche Tradition mit digitaler Technik: Die Motive sind online auswählbar, teilweise auch als NFT erhältlich. 90 Prozent der Einnahmen fließen in nachhaltige Projekte, ausgewählt vom Kirchengemeinderat.“
Auf dieser Plattform können sich die Besucher verstorbene Personen, sogenannte „Heilige“, aussuchen, um Hilfe für sich oder andere Menschen zu erlangen. Mit einer Spende von 10,00 € kann jeder mitmachen. Je nach Bedarf stehen viele „Heilige“ mit den unterschiedlichsten Hilfen und Stärken bereit. Hier eine kleine Auswahl:
- Sankt Nicolaus – steht für Wunderwirksamkeit und Einfallsreichtum
- Sankt Franziskus – steht für Liebe und Naturverbundenheit
- Sankt Barbara – steht für Heilkraft und Durchhaltevermögen
- Sankt Christophorus – steht für Stärke und Hilfsbereitschaft
- Sankt Katharina – steht für Klugheit, Mut und Schönheit
- Sankt Martin – steht für Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit
- Sankt Antonius – steht für Kraft in Rede und Präsentation
- Sankt Donatus – steht für das richtige Maß an Blitz und Donner
- Sankt Hubertus – steht für Zielstrebigkeit und innere Wandlung
Mit kirchlicher oder gar biblischer Tradition hat dies allerdings nichts zu tun. In ihren Gebeten versuchen die Menschen, eine Verbindung zu den ausgewählten „Heiligen“, die vor Jahrhunderten verstorben sind, zu bekommen. Es entsteht hier also ein Kontakt mit dem „Totenreich“. Davor warnt Gottes Wort in 5. Mose 18,9 sehr deutlich. Diese Praxis der Kontaktaufnahme mit Toten ist Gott ein Gräuel! Es ist dabei völlig egal, ob man diese Kontaktaufnahme als Beten, Anbeten, Fragen, Gespräch oder Bitten bezeichnet. In jedem Fall ist es Gott ein Gräuel. Kontakt mit Toten finden wir im Spiritismus und im Okkultismus.
Die Bibel bezeugt es an vielen Stellen klar und deutlich, dass der Mensch nur durch Jesus Christus Zugang zum lebendigen Gott hat. So heißt es z.B. in Epheser 2,18:
„… denn durch ihn (Jesus Christus) haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater.“
Und in Johannes 14,6 sagt Jesus Christus:
„Ich bin der Weg…!“
Lukas schreibt in der Apostelgeschichte 4,12:
„Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.“
Die Bibel ist eindeutig: Der Weg führt immer direkt zu Jesus Christus, niemals zu einem Heiligen. Alle Hilfe kommt von Jesus Christus. Jesus sagt in Matthäus 11,28:
„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
Egal worum es geht, immer dürfen und können sich Menschen direkt und ohne Umwege an Jesus Christus wenden. Der Mensch benötigt keine bereits verstorbenen Heiligen.
Die Vorgehensweise der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating ist unfassbar, und die Menschen müssen vor solchen falschen Wegen gewarnt werden.
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