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Aktuelle Seite: Start / Weltanschauung allgemein / Was geschieht bei pfingstlerischen Taufen oder Handauflegungen? (Teil II)

Was geschieht bei pfingstlerischen Taufen oder Handauflegungen? (Teil II)

Geschrieben von Thomas Schneider am 24. Februar 2026

Foto: AG WELT

von Rudi Holzhauer

Eine Frau berichtet in der Seelsorge, plötzlich hellsichtig zu sein. Auf Nachfragen des Seelsorgers ergibt sich kein Hinweis auf frühere okkulte Betätigung. Dann stellt sich heraus, dass sie seit einiger Zeit Pfingstler-Versammlungen besucht. Zum Abschluss einer solchen habe ein besonders begnadeter Verkündiger zum Zweck einer Segensvermittlung eine „Kettensegnung“ durchgeführt. Dabei wurde die Handauflegung der Einfachheit halber nur an einer einzigen Person vollzogen, aber durch Kettenbildung durch Handkontakt an alle Teilnehmer „weitergeleitet“. Indem die Frau an dieser „Segnung“ teilnahm (ein Beweis ihrer eigenen irregeführten Erwartungshaltung), konnte Satan hier ansetzen, und so fand der Geist (hier als Wahrsagegeist) bei der Beteiligten Eingang – und dies wahrscheinlich auch bei einer größeren Anzahl gutgläubiger, aber durch Irrlehre geprägter Versammlungsteilnehmer.

Es stellt sich die Frage, was wohl ernster zu bewerten ist: die angemaßte Handlungsweise des Verkündigers oder die Naivität der Kinder Gottes, die über körperliche Kontakte einen „himmlischen“ Segen erwarten? Die Pfingstbrüder beklagen die Verunsicherung, die durch unsere Aufklärungstätigkeit in ihren Kreisen entsteht. Wir hingegen staunen über die Ungerührtheit und Hilflosigkeit derjenigen, die sich auch dann noch für begnadet und bevollmächtigt halten, wenn sie mit den unheimlichen Folgen, die sie mit ihrer Schwärmerei angerichtet haben, konfrontiert werden.

Über die unzähligen Belasteten, die durch Handauflegung und „Geistvermittlung“ hilflos am Wegrand liegen, schweigt man sich aus oder geht ungerührt, wie jener Priester und Levit, an dem unter die Räuber Gefallenen vorüber. Allenfalls greift man nochmals zum falschen Mittel und versucht, die Dämonen, die man zuvor eintrieb, wieder magisch „auszutreiben“.

Ein Beispiel unter Hunderten: Als eine Glaubensschwester nach pfingstlicher Wasser- und sogenannter Glaubenstaufe in tiefe Umnachtung und Depression fiel, allen Glauben und die Heilsgewissheit verloren hatte, riefen wir den zuständigen Pfingstprediger, der die Weissagung und die Zungenauslegung vollzogen hatte, um Aufklärung und Hilfe. Während er fassungslos vor dem jammernden Häufchen Elend stand, war sein einziger Kommentar: „Es ist alles in Ordnung, der Herr zeigt mir nichts“.

Ich stelle bescheiden die Frage: Was war hier in Ordnung, das schwarmgeistige, pfingstlerische Lehr- und Handlungssystem oder der uneinkalkulierte Einbruch von Finsternismächten, denen man – wenn auch unwillentlich – durch die üblichen Okkultmethoden die Türen geöffnet hatte? Hier war doch wohl ein anderer Herr am Werk, der sich nicht offenbaren wollte. So wenigstens müssen wir die Dinge sehen.

Übrigens, die Befreiung dieser Frau geschah dann nicht durch andere „vollmächtigere“ Pfingstbrüder, sondern durch eine biblische Klarstellung und die darauf folgende Absage an alle Spezial-Lehren dieses Pseudo-Pfingstgeistes – mit Danksagung an den HERRN, der auf Golgatha auch diese Mächte besiegt hat. So gewann die Glaubensschwester ihr Vertrauen in GOTTES Erbarmen zurück.

Alle Geist- und Gabenvermittler sind Kontaktpersonen zur Geisterwelt und hochgradig medial. Daher auch ihre Fähigkeit der Hellsicht und Sündenoffenbarung. Das Gleiche gilt für alle Teufels- und Dämonenaustreiber unserer Tage, gleichgültig, aus welchem religiösen Bereich sie kommen. Alle „Vollmachtsexperten“ charismatischer oder anticharismatischer Prägung berufen sich auf die apostolischen Vollmachtsbeweise des Neuen Testaments, die sie für sich in Anspruch nehmen, ohne zu bedenken, dass die Zeit der Apostel mit dem Tode des letzten Apostels vorbei ist. Man muss mir als kritischen Beobachter dieser Dinge schon gestatten, den vom Herrn Jesus selbst erwählten und berufenen Aposteln mehr Vollmacht und Legitimation einzuräumen, als den in der Regel sich selbst beauftragten schwarmgeistigen Gabenvermittlern und Dämonenaustreibern von heute.

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Rudi Holzhauer (*1916 †1989) wurde als Opfer charismatischer Verführung bekannt. Er analysierte kritisch charismatische Strömungen aus biblischer Sicht. Sein bekanntestes Werk ist „Verführungsprinzipien“, in dem er den „Irrgeist“ dieser Bewegungen aufzeigt.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung vom Betreiber des Telegramkanals: https://t.me/umhergetrieben

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