
von Thomas Schneider
„An Karneval probieren wir etwas Neues aus. Wir tragen Masken, Kostüme, Glitzer im Gesicht. Wir stellen fest, daß wir jenseits unserer Titel, Rollen und Funktionen etwas ganz anderes sein können: Prinz oder Superheldin, Matrose oder Cowgirl. Wir tanzen geradewegs in die Passionszeit hinein und wissen: Nach dem Konfettiregen kommt das Kreuz. Beides gehört zusammen. Wer lacht, kann trauern. Und wer trauert, darf hoffen. Wir wünschen Ihnen bunte Tage.“
Mit diesen Sätzen begrüßt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im aktuellen Newsletter ihre Mitglieder und Sympathisanten und proklamiert, daß sie sich der Welt gleichstellt. Sie will offensichtlich nicht länger Trägerin einer „lächerlichen Botschaft“ sein, die vom Menschen Buße und Umkehr einfordert. Das Kreuz ist für diese „Kirche“ zum Hindernis geworden, sie fällt selber das Urteil Gottes über sich: „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Dummheit denen, die ins Verderben gehen.“ (1Kor 1,18)
Nun steht die Frage: Wer will zu einer „Kirche“ gehören, die das Sühnopfer Jesu und damit Gottes Kraft für Torheit hält? Der Apostel Paulus mahnt im Auftrag des HERRN: „Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ (Röm 12,2)
Ist es gut und vollkommen Gott wohlgefällig, wenn diese „Kirche“ dazu aufruft, der Mensch solle „etwas ganz anderes sein“, als von Gott zugedacht? Eine „Kirche“, die den Menschen zum Evangelium von Jesus Christus diametrale Grundsätze schmackhaft macht, stellt sich auf die Seite Satans. Eine „Kirche“, die lehrt, daß „Konfettiregen“ und „Kreuz“ zusammengehören, die ist vom Geist Gottes verlassen.
„Trotz allem, was sie von Gott wußten, ehrten sie ihn aber nicht als Gott und brachten ihm auch keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken ins Nichts, und in ihrem uneinsichtigen Herzen wurde es finster. Sie hielten sich für Weise und wurden zu Narren. Die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauschten sie mit Bildern von sterblichen Menschen, mit Abbildern von Vögeln, vierfüßigen und kriechenden Tieren.“ (Röm 12,21-23)
Gott will den Menschen davor bewahren, daß ihn weltliche, von einer „Kirche“ geförderte und vom Teufel gewollte Ablenkungsmanöver mit Fressen, Saufen und sexueller Freizügigkeit gefangen nehmen und ihn von einem Glaubensleben mit Jesus Christus wegführen (Hebr 12,1). Bibeltreue Christen „tanzen“ nicht in die Leidenszeit Jesu hinein, sondern leben in Ehrfurcht vor ihrem Schöpfer und dem großen Erlösungswerk Christi.
Somit sollte klar sein, daß sich ein Mensch, der dem geistgewirkten Wort Gottes glaubt und dem unmaskierten Christus nachfolgt, jeglichem Karnevalstreiben und einer verirrten „Kirche“ entsagen soll.
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