
von Thomas Schneider
Eine Befragung im INSA-Meinungstrend in Kalenderwoche 05 2026 ergab, daß nur 9 Prozent von 2.008 befragten Personen in Deutschland an das Jüngste Gericht glauben.
Die meisten Menschen blenden es vollkommen aus, daß am Ende der Zeit Jesus Christus sichtbar wiederkommen wird, um über sie beim gerechten Abschluß der Weltgeschichte ein endgültiges Urteil zu sprechen. Ob sie es nur nicht glauben können oder ob sie es nicht glauben wollen – es wird geschehen!
Noch erschreckender sind die Umfrageergebnisse unter Gläubigen. Von 1.908 Befragten glauben an das Jüngste Gericht: 28 Prozent Freikirchler, 23 Prozent Moslems, 17 Prozent sonstige Religion/Konfession, 13 Prozent Katholiken und – mit großem Abstand zu den Freikirchlern – nur 9 Prozent von Mitgliedern evangelischer Landeskirchen.
Die Wiederkunft Christi samt Jüngsten Gericht sind kein Mythos, sondern offenbarte Wirklichkeit. „Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.“ (Prediger 12,14) „Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, auf daß die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden.“ (Johannes 9,39) „Jedem Menschen ist von Gott bestimmt einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ (Hebräer 9,27)
Jesus Christus selbst wird als Richter fungieren, dem der Vater alles Gericht übergeben hat (Johannes 5,22-27; Apostelgeschichte 17,31; 2. Timotheus 4,1). Wie in dem Gleichnis von Schafen und Böcken (Matthäus 25,31-46) werden die Menschen getrennt: Die Auserwählten, die an Christus glauben, gehen in die Herrlichkeit, während die Ungläubigen getrennt von Gott sind. Es geht um Rechenschaft für das gelebte Leben und den persönlichen Glauben an das Erlösungswerk Jesu. Dieses Gericht ist endgültig und führt zu einer neuen Schöpfung (Jesaja 65,17), in der die Feinde Gottes, einschließlich des Todes, vernichtet sind (1. Korinther 15,25-26; Offenbarung 20,10-14).
Es ist dringender denn je, den Menschen in unserem Land das volle Evangelium samt Jüngsten Gericht zu verkündigen. Der Auftrag Gottes ist jedenfalls klar: „Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“ (2. Timotheus 4,2) Denn Gott will, „daß alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“. (1. Timotheus 2,4)
