
von Thomas Schneider
Diese Volksweisheit bestätigt, was seit dem Sündenfall Realität ist. Erstaunt darüber dürfte normalerweise kein einziger Mensch sein. Schwierigkeiten, Probleme und Nöte treffen manchmal gehäuft auf – bei dem einen mehr, bei einem anderen weniger. Aber sie sind da, mitten im Leben.
Auch wenn der Spruch „Ein Unglück kommt selten allein“ nicht in der Bibel vorkommt, so beschreibt sie doch eine Erfahrung, die mehrfach bezeugt wird. Leid, Prüfungen und Anfechtungen können gehäuft auftreten. Schon der alte Hesekiel (7,26) prophezeit: „Ein Unglück wird über das andere kommen, eine schlimme Kunde nach der andern.“ Die Bibel erkennt also an, daß Notlagen sich ballen können.
Am Deutlichsten ist das ganze Elend bei Hiob (5,6) zu sehen: „Denn Unheil geht nicht aus der Erde hervor, und Mühsal wächst nicht aus dem Acker; sondern der Mensch wird zur Mühsal geboren, wie die Funken des Feuers emporfliegen.“ Hiob verliert seinen ganzen Besitz, erleidet schmerzhafte Krankheiten, den Tod seiner Kinder, große Not und soziale Isolation.
Erst gestern titelte die BILD-Zeitung in großen Lettern: „Jeder zweite Deutsche erkrankt an Krebs“. Es seien „alarmierende Zahlen, die das Robert Koch-Institut (RKI) kurz vor dem Weltkrebstag am 4. Februar veröffentlichte“, heißt es im Beitrag. Viele müßten sich „kräftezehrenden Chemotherapien oder Bestrahlungen“ unterziehen. Im Jahr 2023 seien „bei rund einer halben Million Menschen in Deutschland eine Tumorerkrankung neu diagnostiziert“ worden. Im gleichen Jahr habe es 229.000 Tote aufgrund von Krebs gegeben.
Der Mensch versteht es nicht oder will es nicht an sich heranlassen, daß Krankheit und Tod zum Leben dazugehören und diese Erde samt Menschheit – wie es Gott mit seinem Wort festgeschrieben hat – ihrem Ende entgegengeht. Wer Gott durch Glauben an Christus nicht kennt, weiß das alles nicht recht zu beurteilen.
Im Rahmen der BILD-Berichterstattung über Krebs wäre zumindest einordenbar gewesen, daß sich der Mensch auch selber Schaden zufügt und eine Beschleunigung von Krebswachstum billigend in Kauf nimmt, wenn er sich beispielsweise Genspritzen verabreichen läßt, deren Wirkung ihn schlimmstenfalls zu Tode bringen – von anderen zugeführten Giftstoffen ganz zu schweigen.
Selbst wenn im Leben ein Unglück nicht selten allein kommt, hat Gott auch über alle Krankheit und Tod das letzte Wort. Das biblische Zeugnis widerspricht einer Vorstellung von einem Leben ohne Krankheit und Not. Selbst so manches Unglück hat in den Augen des Schöpfers Sinn und Ziel. Das größte Glück eines Menschen aber besteht darin, wenn er im Leben vor seinem Tod Jesus Christus als HERRN, Heiland, Retter und Erlöser angenommen hat.
„Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ (Römer 8,28) – Alle Dinge!
