
von Ernst Martin Borst
Die beiden Gebetswochen, die Allianzgebetswoche vom 11. bis 18. Januar 2026 und die Gebetswoche für die Einheit der Kirchen vom 18. bis 25. Januar 2026 sind seit 2022 (wir berichteten bereits darüber) eine gemeinsame Aktion der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Beide Organisationen arbeiten bei der Planung und Durchführung eng zusammen. Auf der Homepage der ACK ist u.a. zu lesen:
- „Am 18. Januar 2026 endet die Allianzgebetwoche und beginnt die Gebetswoche für die Einheit der Christen. An diesem Übergang feiern die ACK in Deutschland und die Evangelische Allianz in Deutschland in Nürnberg zum ersten Mal einen gemeinsamen Gottesdienst. Zum ersten Mal laden die ACK in Deutschland und die Evangelische Allianz in Deutschland zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein. Dieser wird in Zusammenarbeit mit der regionalen ACK in Bayern und der lokalen ACK in Nürnberg sowie der Evangelischen Allianz in Nürnberg vorbereitet und durchgeführt. Er findet statt am Sonntag, 18. Januar 2026, 18 Uhr, in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde Nürnberg.“
- „Anfang des Jahres treffen zwei Gebetstraditionen aufeinander, die seit mehreren Jahren miteinander verbunden sind: Die Gebetswoche der Evangelischen Allianz und die Gebetswoche für die Einheit der Christen, für Deutschland gestaltet durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Beteiligen Sie sich gern aktiv in beiden Wochen!“
Die EAD schreibt in ihrer Pressemeldung: „Ein besonderes Highlight ist der Abschlussgottesdienst der Allianzgebetswoche in Nürnberg, der gemeinsam mit der ACK und mit Geschwistern von ausländischen Gemeinden gestaltet wird. Wir freuen uns auf ein starkes Zeichen der Einheit und laden herzlich zur Teilnahme ein.“
Die seit Jahren bestehende Einheit zwischen der EAD und der ACK wird immer mehr deutlich. Nun zeigt sich ganz offiziell, dass die Führung der EAD keine Probleme mehr hat, mit Amtsträgern der ACK-Kirchen einen Festgottesdienst zu begehen. Die EAD stellt diesen Gottesdienst sogar noch als ein besonderes Highlight heraus. Die vielen gravierenden Irrlehren der ACK-Mitgliedskirchen scheinen der EAD keine Probleme mehr zu bereiten. Dabei verlässt die EAD immer mehr biblische Wahrheiten, während beispielsweise die Römisch-Katholische Kirche (als Mitgliedskirche der ACK) streng an ihren Irrlehren festhält. So lehrt sie z.B. nach wie vor:
- „Wer durch eigene schwere Schuld nicht zur katholischen Kirche gehört, kann nicht selig werden. Es kann nur eine christliche Religionsgesellschaft die wahre Kirche sein, denn Christus hat nur einen Glauben gelehrt und nur ein Oberhaupt für alle Gläubigen eingesetzt. Wer selig werden will, muss dieser einen Kirche angehören, und das ist die katholische.“ (Die Wahrheit der katholischen Religion, Seite 67, von Jesuit Dr. Jacob Schmitz, 2009 Sarto Verlag Stuttgart
Die Liste der Irrlehren der Römisch-Katholischen Kirche (RKK) ist sehr lang und soll hier nicht weiter ausgeführt werden. Lesen Sie dazu bitte unsere AG WELT – Flyer. Darin gehen wir auf einige der unbiblischen Lehren und Praktiken der RKK ausführlich ein.
Organisationen und Verbände wie ACK, EAD, Arbeitsgemeinschaft ökumenischer Kreise (AöK), Christliches Convent Deutschland (CCD), House of One, Rat der Religionen oder Runder Tisch der Religionen nehmen den Bibelvers aus Johannes 17,21
„…auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt“
völlig aus dem Gesamtkontext der Bibel und sprechen nur von Einheit, Gemeinsamkeit und Zusammenschluss. Sie stützen sich nur auf diesen einen Vers und argumentieren völlig losgelöst von biblischen Wahrheiten und Grundlagen. Will GOTT eine solche Einheit? Die Bibel zeigt klare und eindeutige Abgrenzungen, von einem „religiösen Einheitsbrei“ ist nichts zu finden! Die Einheit, die die Bibel in Johannes 17 meint, bezieht sich auf Menschen, die allein an Jesus Christus glauben. Also auf Menschen, die sich mit Gott versöhnt haben (2. Korinther 5,20), wiedergeboren sind (Johannes 3,7), als Sünder aus Gnade gerettet wurden (Römer 3, 23-24), das halten, was Jesus Christus befohlen hat (Matthäus 28,20), treue Zeugen sind (2. Timotheus 2,2), seine Gebote halten (Offenbarung 22,14), Gottes Wort lieben und befolgen (Psalm 119,1-176).
Die ACK und die EAD und die ihnen nahestehenden Verbände unterschlagen diese biblischen Aussagen und versuchen, eine Einheit mit Menschen herzustellen, die die biblischen Voraussetzungen für die von Gott gewollte Einheit nicht erfüllen. Diese Organisationen übersehen aber noch eine weitere wichtige biblische Aussage: Von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel zieht sich das Thema Trennung und Abgrenzung wie ein roter Faden:
- Adam und Eva wurden von Gott getrennt, hinausgeworfen aus dem Paradies (1. Mose 3);
- Kain musste sein Land verlassen und sich von seiner Familie trennen (1.Mose 4,14);
- Noah und seine Familie wurden von dem Rest der Menschen getrennt (1. Mose 7);
- Serubabel ließ die gewünschte Einheit der Widersacher nicht zu (Esra 4,3);
- Trennung von Irrlehrern (Apostelgeschichte 20,29-30, 2.Korinther 11,13-15, Galater 1,7-9, Epheser 5,6, Kolosser 2,8, 2.Thessalonicher 2,3-4+, 1.Timotheus 6,3-6, Hebräer 13,9, u.a.)
- Trennung zwischen Menschen, die im Buch des Lammes stehen von denen, die nicht darin stehen (Offenbarung 21, 27) – die nicht Geretteten müssen draußen bleiben (Offenbarung 22,15).
Als Christen haben wir einen klaren Auftrag. Wir sind gerufen, den Menschen die Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen. Menschen, die sich durch Jesus Christus retten lassen, gilt es anzuleiten, damit sie dem HERRN treu nachfolgen (Apostelgeschichte 2,42). Durch die vielen Aktionen und Mitteilungen der ACK und der EAD werden irreführende Signale ausgesendet: Die biblische Botschaft wird verflacht oder sogar ausgeblendet. Es wird die todbringende Botschaft vermittelt, dass es egal ist, was du glaubst oder zu welcher Religion du gehörst, Hauptsache, du gehörst irgendwo dazu. Die rettende Botschaft von Jesus Christus wird den Menschen vorenthalten.
Was die Welt braucht, das ist keine Einheit um jeden Preis, sondern Menschen und Gemeinden, die sich voll und ganz nach der Bibel gemäß 2.Timotheus 2,1-3 ausrichten:
„So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu.“
