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Kirche vor 2000 Jahren und heute

Geschrieben von Thomas Schneider am 29. Dezember 2025

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Die Kirche entstand vor rund 2000 Jahren nicht als Institution, sondern als geistliche Gemeinschaft der von Gott Berufenen.

Ihr Ursprung liegt nicht in menschlichen Strukturen, sondern im Handeln Gottes selbst: durch das Evangelium von Jesus Christus, durch Buße, Glauben und Wiedergeburt.

Im Vergleich zu institutionalisierten – als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdÖR), förderalen Verbänden und eingetragenen Vereinen (e.V.) – und staatsgebundenen Volks- und Freikirchen (im weiteren Text „Kirchen“ genannt) zeigt sich ein ernster geistlicher Befund.

Die Kirche in ihren Anfängen stand unter der unangefochtenen Autorität des Wortes Gottes. Lehre, Leben und Gemeindeordnung richteten sich nach der Heiligen Schrift und dem Wirken des Heiligen Geistes.

  • Heute hingegen wird in großen Teilen der Kirchen die Bibel nicht mehr als verbindliches Wort Gottes verstanden, sondern als historisches oder kulturell bedingtes Zeugnis. Zentrale Aussagen über Sünde, Gericht, Erlösung und Auferstehung werden relativiert, umgedeutet oder vollkommen ausgeblendet. Aus bibeltreuer Sicht verliert die Kirche dort ihre Grundlage, wo Gottes Wort nicht mehr maßgeblich ist (Matthäus 7,24-27).

Die erste Kirche bestand aus Menschen, die bewußt Buße getan und an Jesus Christus geglaubt hatten. Gemeinde war Gemeinschaft der wahrhaft Glaubenden, nicht von Mitläufern aus religiösen oder weltlichen Gründen. Christsein bedeutete Nachfolge – oft unter Verfolgung und persönlichem Risiko.

  • Heute ist Kirche vielfach eine religiös-kulturelle Organisation, häufig ohne Anspruch auf persönliche Glaubensentscheidung ihrer Glieder. Taufe, Tradition oder auch die Vermischung mit bibelkonträren Glaubensvorstellungen ersetzen vielerorts die biblische Forderung nach Umkehr und neuem Leben aus Gott (Johannes 3,3). Wo die Wiedergeburt in Christus nicht mehr Zentrum ist, verliert Kirche ihre geistliche Kraft (1. Petrus 1,3+23; Johannes 3,3).

Die Kirche der ersten Christen verkündigte den gekreuzigten und auferstandenen Christus – selbst dort, wo diese Botschaft Anstoß erregte (1. Korinther 1,23). Sie suchte nicht Anerkennung von der Welt, sondern hielt allein Gott die Treue.

  • Die Kirche heute paßt, in der Mehrheit, das Evangelium an gesellschaftspolitische Erwartungen an. Statt klarer biblischer Verkündigung treten moralische Appelle, politische Stellungnahmen oder allgemeine Humanität in den Vordergrund. Aus bibeltreuer Sicht gilt: Wo das Kreuz Christi in den Hintergrund tritt oder gar Verrat an ihm geübt wird, verliert die Kirche ihre Daseinsberechtigung.

Die erste Kirche lebte aus der Kraft des Heiligen Geistes. Gebet, Opferbereitschaft für Gott und geistliche Vollmacht prägten ihr Leben (Apostelgeschichte 2,46; 5,42; 20,20). Wachstum geschah nicht durch Programme, sondern durch Gottes Wirken (Apostelgeschichte 2,41+47; 6,7; 9,31).

  • Heute verläßt sich Kirche größtenteils auf Strukturen, Gremien und Verwaltung. Geistliche Abhängigkeit von Gott wird ersetzt durch Management und Strategie. Eine Kirche kann zwar – wie es die Welt vorzeigt – organisatorisch erfolgreich sein. Dann aber ist sie geistlich tot (Offenbarung 3,1+15ff) oder hat sich Irrlehren bzw. kultisch-religiösen Strömungen geöffnet.

Die frühe Kirche verstand sich als Fremdling in dieser Welt (1. Petrus 2,11; Hebräer 11,13). Ihr Bürgerrecht war im Himmel (Philipper 3,20; Epheser 2,19; Lukas 10,20). Sie war der Welt nicht angepaßt, sondern aus ihr herausgerufen (ekklesía – 1. Korinther 1,2; Johannes 15,19; Johannes 17,14-16).

  • Die Kirche heute sucht vielfach gesellschaftliche Akzeptanz. Sie möchte bedeutsam sein, ohne anzuecken. Doch aus bibeltreuer Sicht gilt: Wo Kirche nicht mehr unterscheidbar ist von der Welt, verliert sie ihre prophetische Stimme (Römer 12,2).

Die Kirche vor 2000 Jahren war klein, bedrängt und verfolgt, aber geistlich lebendig (2. Korinther 4,8).

  • Die Kirche heute ist mancherorts noch (!) groß, anerkannt und finanziell über staatliche Leistungen abgesichert, aber innerlich ausgehöhlt. Der massive Mitgliederschwund – allein in den letzten 40 Jahren in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) – ist aus bibeltreuer Sicht nicht dem Scheitern des Evangeliums geschuldet, sondern der Offenbarung eines formalen Christentums ohne geistliche Substanz (1. Johannes 2,18ff).

Die Lösung für die Volks- und Freikirchen heute liegt nicht in Reformen, Modernisierung oder Anpassung, sondern in der Rückkehr zu ihrem Ursprung: zu Gottes Wort, zum Kreuz Christi, zur Buße, zur Wiedergeburt und zur Abhängigkeit vom Heiligen Geist. „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)

Wo Kirche heute wieder das wird, was sie am Anfang war, da wird sie auch nach der Heiligen Schrift geistlich leben – selbst dann, wenn sie klein bleibt, wie so viele Hausgemeinden ohne jede staatliche Bindung. Im Abgesang der großen Kirchen und Freikirchen braucht es von Gott berufene geistliche Gemeinschaften. Ihre Zukunft liegt nicht (wie es am Anfang dieser Ausführungen heißt) in menschlichen Strukturen, sondern im Handeln Gottes selbst: durch das Evangelium von Jesus Christus, durch Buße, Glauben und Wiedergeburt.

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