
von Thomas Schneider
Der Präsident der Diakonie Deutschland, Rüdiger Schuch, sollte sich in Grund und Boden schämen! Laut Mitteilung des evangelischen Pressedienstes (epd) vom 29. September plädiere er dafür, so heißt es, auch in gesellschaftlichen Ausnahmesituationen auf menschlich-soziale Bedürfnisse zu achten.
Wörtlich habe Schuch bei einem Dialogforum im sächsischen Coswig (bei Meißen) gesagt: „Niemand sollte jemals wieder allein sterben müssen.“ Es dürfe, so der Diakoniechef, nicht vergessen werden, „was es für Angehörige bedeutet, wenn sie einen geliebten Menschen auf seinem letzten Weg nicht begleiten dürfen und was es bedeutet, wenn Menschen allein und ohne Begleitung sterben“.
Wo bleibt die ehrliche Buße für das Versagen in den Corona-Tagen? Gerade ein Diakoniechef müsste doch wissen, was es bedeutet, einen geliebten Menschen auf seinem letzten Weg nicht begleiten zu dürfen und was es bedeutet, wenn Menschen allein und ohne Begleitung sterben müssen. Aber er weiß es wohl nicht! Sonst hätte er dieses massive Verbrechen in der Corona-Zeit, tausende alte und kranke Menschen ohne Beistand ihrer Angehörigen sterben zu lassen, in seinem Verantwortungsbereich nicht geduldet.
Auch die Diakonie ist um Gottes und der Menschenwürde willen dazu verpflichtet, für ihr schlimmes Versagen öffentlich Buße zu tun. Schuch’s lapidare Worthülsen klingen wie die Worte eines für die grundgesetzwidrigen Corona-Maßnahmen verantwortlichen Politikers und sind eine große Schande! Man kümmert sich lieber um den „Kampf gegen rechts“, um von der eigenen Verantwortung abzulenken.
Gerade die Diakonie, der soziale Dienst der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), müsste doch wissen, was Buße ist. Vielleicht sollte es den Verantwortlichen in einem bibeltreuen Seminar erklärt werden: Buße ist mehr als ein bloßes Bedauern oder ein schlechtes Gewissen – sie ist ein tiefgreifender Wandel des Herzens, des Denkens und des Handelns vor Gott. Buße ist zentral für das Evangelium und eine Grundvoraussetzung für echte Nachfolge Jesu. Buße ist nicht nur Traurigkeit über die Folgen der Sünde, sondern ein zerbrochenes Herz, das erkennt, wie sehr es Gott und Menschen verletzt hat.
Ob jemals der Diakoniepräsident samt allen Diakonievorständen Deutschlands den Mut aufbringen werden, ihre Schuld offen, ehrlich, klar und ohne Ausflüchte zu bekennen? Obwohl bei Gott kein Ding unmöglich ist, glaube ich es persönlich nicht! Was den Führungskräften der Diakonie auch gesagt werden muss: Ohne Buße gibt es keine Vergebung. Also: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 3,2)
