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Aktuelle Seite: Start / Weltanschauung allgemein / Victor Orbán: Es gibt „kein zurück mehr zur christlichen Zivilisation“

Victor Orbán: Es gibt „kein zurück mehr zur christlichen Zivilisation“

Geschrieben von Thomas Schneider am 20. September 2025

Screenshot Youtube Kötcse 2025 – Orbán Viktor bemutatta a győzelmi tervet 2026-ra – HírTV

von Thomas Schneider

Der Ministerpräsident von Ungarn, Victor Orbán, hat am 7. September 2025 im Rahmen eines „Bürgerpicknicks“ in dem kleinen ungarischen Dorf Kötcse (Somogy, Südtransdanubien, Nähe des Plattensees) eine ernüchternde Rede zur Lage der Zukunft gehalten. Die Redaktion von Achgut.com hat Auszüge aus der Rede Orbáns, die damals von einem Fernsehsender live übertragen wurde, übersetzt und veröffentlicht.

Darin heißt es u.a.: „Für uns ist der Westen eine Zivilisation, deren Besonderheit darin besteht, dass der Glaube und die Vernunft auf einmalige Art mit einander verflochten sind. Die westliche Welt wird dadurch bestimmt, dass Glaube und Vernunft einander bei der Erkenntnis der Wahrheit ergänzen, denn es gibt Dinge, die man nur mittels des Verstandes begreifen kann, andere wiederum nur durch die Offenbarung. Es ist offensichtlich, dass wir nicht zur christlichen Zivilisation der Voraufklärung zurückkehren können. Aber wir wollen auch nicht, dass der lebendige Glaube und die christliche Tradition aus dem europäischen Leben verbannt werden.

In Westeuropa sind die philosophischen Grundlagen der westlichen Zivilisation erschüttert worden. Ein neues Machtsystem wurde errichtet, eine liberale Zivilisation, aus dem es in Westeuropa kein Zurück mehr zur christlichen Zivilisation geben wird. Aus zwei Gründen: Zum einen deshalb, weil das liberale System eine derart starke Machtstruktur errichtet hat, das zu stürzen zur Zeit unmöglich erscheint. Zum anderen sind zwischenzeitlich sehr starke Parallelgesellschaften ausgebaut worden, das heißt, die Islamisierung Westeuropas hat große Fortschritte gemacht. Deshalb hat die westliche Zivilisation, die einmalige Verflechtung von Vernunft und Glaube, keinen Platz mehr in Westeuropa.“

Wie ist Victor Orbáns Glaube, den er in seiner Rede mehrfach betont, im Lichte der Bibel zu verstehen?

Immer wieder spricht Ungarns Ministerpräsident über die Rolle des Christentums in der Geschichte Ungarns und Europas und setzt sich als bekennender Christ (Glied der ungarisch-reformierten Kirche) für den Schutz christlicher Werte und Traditionen ein.

Orbán betont öffentlich die Bedeutung der Familie, die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau und den Schutz ungeborenen Lebens. Diese Positionen decken sich mit biblischen Grundsätzen (vgl. 1. Mose 1,27–28; Psalm 139,13–16). Er spricht wiederholt vom „christlichen Fundament Europas“ und sieht in der Bewahrung dieser Wurzeln eine Aufgabe der Politik. Damit stellt er sich gegen den fortschreitenden Säkularismus.

Kritiker meinen, es sei mit Gottes Wort unvereinbar, wenn Orbán als Christ und Ministerpräsident seines Landes ein nationales Selbstverständnis betont und verweisen auf die Bibelstellen Johannes 18,36 und Philipper 3,20. Sie werfen ihm Heuchelei vor, er würde seinen Glauben zur Machtsicherung nutzen.

Niemand – außer Orbán selbst – kann wissen, ob er eine persönliche Bekehrung zu Jesus Christus als Herrn und Retter erlebt hat (Johannes 3,3). Und Gott weiß es, IHM allein steht letztlich ein Urteil zu. Fest steht: Orbán ist einer der wenigen führenden Politiker in Europa, der sich mutig gegen die postchristliche EU stellt und dafür sorgt, dass biblische Werte in den politischen Diskurs hineingebracht werden. Orbán weiß wohl, dass Christus weder „ungarisch“ noch „europäisch“, sondern HERR über alle Völker ist (Matthäus 28,18-20). Dennoch sieht er sich als Oberhaupt Ungarns von Gott in die Pflicht genommen, nach dem Willen des Allmächtigen Politik zu machen.

Die Aufgabe der christlichen Gemeinde ist es, Orbán weder zu kritisieren noch zu vergöttern, sondern für ihn nach 1. Timotheus 2,1-2 zu beten, dass er Christus nachfolgt und politische Verantwortung in Gottesfurcht wahrnimmt.

Der ungarische Ministerpräsident und Vater von fünf Kindern

  • fördert mit seiner Regierung Ehe und Familie nach biblischer Vorgabe (1. Mose 2,24; Matthäus 19,4–6), also die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau und Kinderreichtum über steuerliche Vorteile.
  • tritt (nach Psalm 139,13–16 und Jeremia 1,5) für den Schutz ungeborener Kinder und gegen Abtreibung ein.
  • will die christlichen Wurzeln Europas bewahren und den Glauben an den Gott der Bibel an die nächste Generation weitergeben (5.Mose 6,6–7).
  • betont den Schutz der Christen in Kirchen und Gemeinden und verleiht ihnen durch seine politische Führung Handlungsspielraum das Evangelium zu verbreiten, damit sie „ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit“ (Timotheus 2,1–2).
  • unterstreicht den Wert von Nation, Sprache und Kultur im Rahmen der christlich geprägten Identität, denn „Gott hat aus einem Menschen jedes Volk gemacht … und die Zeiten und Grenzen bestimmt“ (Apostelgeschichte 17,26).
  • kritisiert die Gottlosigkeit und moralische Beliebigkeit in Europa und warnt vor gottlosem Lebensstil (Römer 1,18–32; Kolosser 2,8).

Der 62-jährige Orbán tut mit seiner Regierung das, was Gottes Wort in Römer 13,4 verlangt: „Die Obrigkeit ist Gottes Dienerin, dir zugut.“ Sich einer solchen Regierung unterzuordnen (Römer 13,1), dürfte einem Christen in Ungarn wohl weniger schwerfallen, als einem Christen in Deutschland oder in einem anderen europäischen Land.

Orbán mag aus biblischer Sicht damit recht haben, wenn er sagt, dass es „kein zurück mehr zur christlichen Zivilisation“ geben werde. Denn mit Gott geht es nicht zurück, sondern nach vorn. Und Gott will für die Menschen kein Paradies auf Erden, sondern ewiges Leben bei IHM, so wie es Offenbarung 21,4 verheißt. Solange der vernunftbegabte Mensch aber auf dieser vergänglichen Erde lebt, sehnt er sich nach einer Obrigkeit, die ihm das Leben nicht schwermacht, sondern ihm in allen Dingen des Lebens hilfreich zur Seite steht. Darin ist Orbán und seine Regierung Vorbild!

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Peter Hahne – 20.03.2026

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