(AG WELT) Bereits im Sommer dieses Jahres hat das Institut für Demoskopie Allensbach eine repräsentative Umfrage zur Rollenverteilung bei Männern und Frauen durchgeführt.
Dazu wurden rund 1500 Deutsche über 16 Jahre für die jährliche Familienstudie des Hausgeräteherstellers Vorwerk befragt. Mit einem erstaunlichen Ergebnis.
Vielen Männern und Frauen wird das staatlich geförderte Gender-Korsett zum neuen Rollenverständnis zu eng. Der Versuch, das traditionelle Rollenmuster für das männliche und für das weibliche Geschlecht auf ein passendes Gleichstellungsmaß einzuschnüren, scheint gescheitert zu sein.
Nur 48 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer können sich – so das Ergebnis der Studie – vorstellen, dass der Mann zugunsten der Frau an der Schraube seines beruflichen Engagements dreht. 1993 hätten das noch 54 Prozent der Frauen und 47 Prozent der Männer erwartet. Noch vor 20 Jahren habe sich jeder dritte Mann vorstellen können, nur noch halbtags zu arbeiten, damit die Frau ins Berufsleben einsteigen kann. Inzwischen halten fast 50 Prozent der Männer einen völligen Rollentausch für ausgeschlossen. Nicht einmal ein Viertel der Frauen fänden einen „Hausmann“ für eine erstrebenswerte Option.
Demnach steht weibliche Autonomie, nach der sich die Paare die Hausarbeit teilen oder Männer weniger verdienen, nicht gerade hoch im Kurs. Damit der Mann eine neue Arbeitsstelle bekommt, würde die Hälfte der Frauen mit ihm an einen anderen Ort ziehen. Im Gegenzug hält ein Viertel der Männer einen solchen Weg für nicht gehbar. Im Ergebnis der Studie bleiben Hausarbeit Frauensache und Familienarbeit Müttersache. Ein Großteil der Männer (62 Prozent) würdige das, nur könnte „Mann“ öfter mal „Danke“ sagen.
Resümee: Es ist nicht Aufgabe des Staates, Denkmodelle und Strukturen zu schaffen, in denen Männer und Frauen in eine andere Rolle schlüpfen. Entgegen der staatlich geförderten Gleichstellungsideologie scheint in den Herzen und Köpfen vieler Männer und Frauen ein Gedanke aufgebrochen zu sein, der wohl eher dem Schöpfungswillen Gottes entspricht.
Gassenreh meint
Es ist eigentümlich, dass über die wunderbaren, schöpfungsmäßig gegebenen Ergänzungsmöglichkeiten von Frau und Mann bei dem ideologisch geprägten Gleichmachungsbestreben von Gender-Mainstreaming kaum oder nicht gesprochen wird, denn das Gehirn ist das größte „Geschlechtsorgan“. Dort finden sich die wichtigsten, prägendsten und auch bereicherndsten Unterschiede zwischen Frau und Mann in den Bereichen „physiologische Abläufe“, „zentralnervöse Informationsverarbeitung“ und „genuinen, also angeborenen Denk- und Bewertungsprinzipien“. In Denk- und Bewertungsprinzipien, welche sich eben nicht einfach beispielsweise mit unterschiedlichen sozialen Erfahrungen in der Kindheit oder sonstigen sozio-kulturellen Einflüssen erklären lassen. Frauen haben z. B. mehr graue Gehirnzellen und weniger verknüpfende Nervenfasern im Gehirn: „Frauen können die einen Dinge besser, Männern die anderen; wir müssen lernen, einander zu helfen“. Damit und mit weiteren Unterschieden in den männlichen und weiblichen Gehirnen ist eine optimale Ergänzungsmöglichkeit der beiden Geschlechter trotz Konfliktstoff gegeben; Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)