30. April 2017

Walpurgisnacht: nur ein harmloses Feuer?

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Von Frank Ullmann

Vielerorts wird die sogenannte „Walpurgisnacht“ mit einem „Mai-Feuer“ oder mit einem „Hexen-Feuer“ gefeiert.

Was verbirgt sich dahinter? Ist es nur ein geselliges Feiern?

Auf Wikipedia ist folgendes nachzulesen: „Der Name Walpurgisnacht leitet sich von der hl. Walburga (auch Walpurga oder Walpurgis) ab, einer Äbtissin aus England (710–779). Der Gedenktag dieser Heiligen wurde im Mittelalter am 1. Mai gefeiert (im deutschen Regionalkalender nun am 25. Februar, ihrem Todestag). Die neun Tage davor wurden als Walpurgistage bezeichnet, das Läuten von Glocken zur Abwehr der angeblichen Hexenumtriebe wird örtlich auch als Walpern beschrieben. Traditionell gilt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht, in der die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (eigentlich „Brocken“), aber auch an anderen erhöhten Orten ein großes Fest abhalten. Diese Vorstellung ist beeinflusst von den Beschreibungen des Hexensabbat in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts… Der Name Walpurgisnacht wurde durch Goethes Faust (Teil I, 1808) popularisiert. Frühere Belege sind im 18. Jahrhundert nachweisbar… Viele Walpurgisriten leben in bäuerlichen Maibräuchen fort. Im Volksbrauchtum schützte man seinen Hof durch nächtliches Peitschenknallen, ausgelegte Besen und Maibüsche. Der Maibaum, meist eine Birke, ist zugleich Fruchtbarkeitssymbol und Darsteller des Weltenbaums… Der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuern soll reinigen und Seuchen fernhalten (Walpurgis gilt als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut). Die auch heute noch in weiten Teilen Deutschlands gefeierten Hexenfeuer gehen mutmaßlich auf diese Tradition zurück… Das Hexenfeuer (auch „Tanz in den Mai“ oder „Maifeuer“ genannt) wird in weiten Teilen Deutschlands gefeiert. Dazu wird am 30. April ein Feuer entfacht, mit dem man „die bösen Geister“ vertreiben will… Heutzutage hat diese Tradition… mehr als Volksfest anzusehen.“

Dem Besucher auf der Internetseite „harzlife.de“ wird folgende Information an die Hand gegeben: „Die Wurzeln der Walpurgisfeier liegen weit in vorchristlicher Zeit und gehen auf germanische Ursprünge zurück. Diese „Ureinwohner“ des Harzes feierten an diesem Tag ein mit diversen Opfern einhergehendes Frühlingsfest als Freude über das Ende des Winters sowie Wotans Hochzeit (oberster Germanengott). Dabei wurden auch böse Geister vertrieben, was durch Verkleidungen mit Masken, Schüssen und Feuer geschehen sollte. Im Rahmen der Christianisierung vor etwas mehr als 1000 Jahren wurden Namen und Inhalt dieses heidnischen Spektakels formal der neuen Zeit angepaßt. Doch wer Augen hat, um zu sehen und Ohren, um zu hören, der muß erkennen, daß die Walpurgisnacht auch heute alles andere als ein christliches Fest ist.“

Bis heute ist der 30. April weltweit ein besonderer Ritualtag bei den Satanisten. Er steht mit der Anmerkung „30. April, Walpurgisnacht, Blutritual“ im satanischen Kalender.

In der Bibel steht im Epheserbrief, 5,1-14:

So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört. Auch schandbare und närrische oder lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das sind Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“

Sind wir Gottes Kinder geworden, dann lasst uns doch auch als solche leben. Wir sind teuer erkauft, nämlich mit dem Blut unseres Herrn Jesus Christus. Darum wollen wir nicht mehr der Menschen Knechte sein. „Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei“, (Röm 14,9). Sind wir von Neuem geboren, so ist doch unser erstes Trachten der Herr, Sein Reich. Wir möchten nur noch Seinen Willen tun, Ihn durch Gehorsam ehren, und unserem Vater im Himmel Freude bereiten. Es gibt nun ein Einst und ein Jetzt. Einst lebten wir in Sünde, lebten wie die Welt, und hatten Freude an den Dingen dieser Welt.

„Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt… Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne…“ (aus Eph 2,1-10).

Aber nun ist ein neues Leben in uns. Wir haben einen neuen Herrn. Christus in uns! Da ist ein anderes Verlangen, eine neue Liebe. Wir haben die Liebe und Freude an und das Verlangen nach den Vergnügungen dieser Welt verloren. Die gottlosen Feste dieser Welt reizen uns nicht mehr. Oder vielleicht doch?

Haben wir eine Liebe zur Wahrheit? In 2Thess 2,10b heißt es im Blick auf Abfall und Verführung: „…weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden.“ Liebe zur Wahrheit. Die Wahrheit ist 1. eine Person: Jesus Christus (Joh 14,6) und 2. ist uns die Wahrheit geschenkt in Seinem Wort, der Heiligen Schrift. Lesen wir darin und davon? Unser Herr redet zu uns durch Sein Wort. Er offenbart uns darin Seinen Willen – auch und gerade für uns heute.

Es macht mich traurig, zu sehen, wieviele vielleicht in Unwissenheit leben, wieviele aber auch nicht bereit sind Konsequenzen zu ziehen. Man sucht immer wieder einen goldenen Mittelweg, den es aber nicht gibt. Kompromisse schließen mit der Welt, mit der Sünde. Sich vermischen war und ist immer gefährlich. Es bringt den Zorn Gottes über uns. Im Alten Testament lesen wir immer wieder vom Götzendienst. Wenn man schon die Götzenbilder verbrannte, so wurden doch „die Höhen“ meist nicht abgetan (2Kön 17, 6-19; 2Chr 20,33).

Manche tun vieles schnell als harmlos ab. Etwa aus Bequemlichkeit oder Weltliebe oder aus Kreuzes- und Leidensscheu? Es gibt Orte, da passen Nachfolger Jesu nicht mehr hin! Wollen wir hören und sehen? Ist das wirklich ein Ort, wo sich ein Kind Gottes aufhalten und wohlfühlen kann? Licht und Finsternis passen nicht zusammen. Wenn schon ein nicht-christlicher Online-Reiseführer schreibt, dass „die Walpurgisnacht auch heute alles andere als ein christliches Fest ist“, dann sollte uns das wirklich aufhorchen lassen! Es ist also nicht nur ein gemütliches Beisammensein um ein Feuer. Ein Feuer hat sicher etwas Schönes an sich, es gibt Licht und Wärme. Aber Feuer ist auch unheimlich, zerstörend, und es stinkt. Und denke ich erst an das ewige Feuer in der Hölle, da wird mir angst und bange um all die Menschen, die heute mit dem Feuer spielen.

Im ersten Psalm der Bibel heißt es: „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!“

Das Maifeuer ist ja nur ein Fest unter vielen heidnischen Festen, Sitten und Bräuchen, welche meiner Einschätzung nach immer mehr in Mode kommen. Manches wird mit Christlichem vermischt oder wurde umgedeutet. Für Kinder Gottes sollte aber die Frage gar nicht mehr anstehen: Darf ich dies und jenes (noch) tun? Es sollte klar sein: Ich kann solches nicht tun; es ist mir zuwieder.

„So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes.“ (Eph 4,17)

„Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierden, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst. Das befremdet sie (die Heiden), dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in dasselbe wüste, unordentliche Treiben, und sie lästern…“ (1Petr 4,3+4)

„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ (Röm 12,2)

„Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht (2.Mose 32,6): »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen.« / Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst!“ (1Kor 10,7+14) – Siehe auch: 1Kor 6,9+10; Offb 22,15.

„Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott…“ (1Thess 1,9)

„Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3.Mose 26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.« Darum »geht aus von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2.Samuel 7,14). Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.“ (2Kor 6,14-7,1)

„Ihr Abtrünnigen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.“ (Jak 4,4)

„Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ (1Joh 2,15-17)

„…dass ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes…“ (Kol 1,10)

„Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.“ / „…und führt ein rechtschaffenes Leben unter den Heiden, damit die, die euch verleumden als Übeltäter, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung.“ (1Petr 1,14+15; 2,12)

„Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen…“ (2Petr 3,11)

Gottes Wort spricht eine deutliche Sprache. Wie wirst Du Dich entscheiden?

Im Buch Josua, Kapitel 24, 14+15 werden wir ermutigt: „So fürchtet nun den HERRN und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die Götter, denen eure Väter gedient haben jenseits des Euphratstroms und in Ägypten, und dient dem HERRN. Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.“


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