21. Oktober 2017

Der Kampf gegen „Ungläubige“

(AG WELT) Ein 20jähriger Mann aus Neumünster hat sich vor Gericht dazu bekannt, Videos ins Internet gestellt zu haben, die islamistische Selbstmordattentate verherrlichen.

Wie die Schleswig-Holsteinische Zeitung berichtet, bezeichnete der angeklagte Harry M. vor dem Oberlandesgericht in Schleswig „Enthauptungen im Islam“ als „legitim“. Im Internet soll er für islamische Terror-Vereinigungen geworben haben.

Dem Zeitungsbericht zufolge habe der Angeklagte im Prozess bekundet: „Ich wollte zeigen, welche Operationen gegen die Ungläubigen durchgeführt werden und welche Erfolge es dabei gibt.“ Die von ihm ins Netz gestellten Videos würden unter anderem Hinrichtungen von irakischen Polizisten zeigen und Selbstmordattentate verherrlichen.

Der junge Mann habe zugegeben, ein Video von der Enthauptung eines US-Soldaten ins Netz gestellt zu haben. Zudem habe er bekannt, gerne im Krieg sterben zu wollen. Es sei „der beste Tod, der einem Muslim passieren kann.“ Es sei Pflicht jedes Muslimen, den Dschihad zu unterstützen.

Mit 17 Jahren sei Harry M. zum Islam konvertiert. Seit seiner Verhaftung Ende Juni 2011 sitze er in Untersuchungshaft. Das Urteil werde noch vor Ostern erwartet.