19. September 2017

Fußballweltmeisterschaft – Mit Zauber zum Erfolg?

Voodoo-Kult zur Fußball-WM

Voodoo-Kult zur Fußball-WM

(AG WELT) Unter anderem mit dem Voodoo-Zauber soll zur Fußballweltmeisterschaft afrikanischen Mannschaften zum Sieg verholfen werden.

 

In Afrika gehört er zum täglichen Leben: Der Glaube an die Magie, Bestandteil vieler Naturreligionen. Magier (Zauberer) wollen durch Annahme übernatürlicher Kräfte, Geister oder Dämonen, Ereignisse, Menschen und Gegenstände mit Hilfe von Ritualen oder Beschörungsformeln beeinflussen. Beliebt seien Voodoo-Puppen, durch die einzelne Fußballspieler nachgebildet sind. Sie werden mit Nadeln bespickt, wodurch ihnen – so der Voodoo-Glaube – Schmerzen zugefügt würden.

Über Trance zu Göttern
Zahlreiche Zauberer seien nach Südafrika gekommen, die ihren Spielern zum Sieg verhelfen wollen. Wer an die Macht der Vorfahren und der Natur glaube, für den stehe fest, dass eine afrikanische Mannschaft Fußballweltmeister werde. Die „Zaubermeister“ aber reden jedoch kaum über ihr Praktiken. Das eigentliche Ritual des Voodoo besteht darin, durch Trancezustände, die meist über einen ekstatischen Zustand während eines Tanzes entstehen, in Verbindung mit den Göttern zu treten.

Hühner auf Spielfeld vergraben
Nach Berichten von Augenzeugen soll es zu Fußballspielen bereits zu größeren Tumulten gekommen sein, weil man beispielsweise das Trikot des Torwarts mit Löwenfett eingerieben oder seine Handschuhe mit der abgetrennten Hand eines Affen beschmiert habe. Auch sei es vorgekommen, dass man die Namen von Gegenspielern auf Kokosnüsse und Eier geschrieben, mit Flüchen überzogen und dann auf dem Platz zertrümmert habe. Manchmal sollen schon Hühner geschlachtet und heimlich auf dem Spielfeld vergraben worden sein. Es gehe soweit, dass sogar Leichenwasser vor der Kabine der gegnerischen Mannschaft ausgekippt würde, um sie zu schwächen.

Kontakt mit Geistern und Dämonen
Während der Fußball-WM 2006 habe der Ghanische Sportminister viele unterstützende Angebote von Heilern und Hexen bekommen. Bereits 2004 soll der kontinentale Fußballverband CAF , „Witch-Doctors“ (Heiler) auf der Trainerbank verboten haben, die sich mit der Abwehr von Flüchen beschäftigen. Sie würden versuchen, durch die Kontaktaufnahme mit der Welt der Ahnengeister und Dämonen Spiele zu beeinflussen. Afrikanische Fußballfunktionäre mutmaßten, dass magische Praktiken die Gesundheit von Spielern gefährden könne. In Südafrika gebe es schätzungsweise über 200.000 „Sangoma“ so genannte Wunderheiler. 2014 soll die Fußball-WM in Brasilien stattfinden. Auch dort werde neben Kulten wie Makumba der Voodoo-Kult praktiziert.