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Auf zwei Hochzeiten tanzen

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Wenn der Mensch versucht, verschiedene Dinge gleichzeitig zu tun, zwei unterschiedliche Verpflichtungen oder Loyalitäten zeitgleich anzusteuern, dann nennt das eine bekannte Redewendung: „Auf zwei Hochzeiten tanzen“. In die gleiche Richtung weisen die Redensarten: „Das eine tun und das andere nicht lassen“ oder „Zweigleisig fahren“. Es gibt Menschen, die können mehrere Dinge gleichzeitig oder wechselseitig erledigen. Solches Tun belastet auf Dauer Körper und Seele extrem, da nur begrenzt Kraft und ein eng zugeschnittenes Zeitlimit zur Verfügung stehen.

Die Warnung „Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen“ wird oft und gern (wenn Weisheit und Vernunft an Einfluß verlieren) „in den Wind geschlagen“. In der Volksmundsprache heißt es dann lapidar: „Das schaffe ich doch mit links und 40 Fieber!“ Daraus können sich leicht fehlerhaftes, halbherziges oder auch sündhaftes Verhalten entwickeln.

Die biblische Perspektive zur Redewendung „Auf zwei Hochzeiten tanzen“ ist eindeutig. So soll der Mann nur mit einer Frau sexuellen Verkehr haben, mit der er vorher eine eheliche Bindung eingegangen ist. Er kann und soll nicht „auf zwei Hochzeiten tanzen“. Gott erschafft nach 1. Mose 2,24 am Anfang eine Frau für einen Mann. Der Text spricht im Singular von „seiner Frau“, nicht von „seinen Frauen“. Das Buch der Sprüche warnt intensiv vor Untreue und betont das Glück mit der einen Ehepartnerin (Spr 5,18). In Maleachi 2,14-15 verurteilt Gott Untreue und Scheidung und erinnert daran, daß er zwei Menschen zu einer Einheit verbindet. Jesus selbst bekräftigt die Schöpfungsordnung und betont ausdrücklich das Wort „die zwei“ und nicht drei oder mehr (Mt 19,4-6; Mk 10,6-9). – Zunehmend auch in christlichen Kreisen wird Gottes Bestimmung und Ordnung verworfen.

Aus biblischer Sicht ist ebenfalls verwerflich, wenn Christen Yoga-Kurse besuchen und damit geistlich „auf zwei Hochzeiten tanzen“. Sonntags loben sie den Gott der Bibel im Gottesdienst und wochentags verehren sie Götter fernöstlicher Religionen. Beispielgebend im großen Stil ist das mit Baubeginn 2028 geplante Mehrreligionenprojekt „House of One“ in Berlin, das die christen- und judenfeindliche Religion Islam aufnimmt und damit den Alleinvertretungsanspruch des göttlichen Heils durch Jesus Christus negiert. In Städten wie Hannover, Frankfurt am Main oder Wilhelmshaven werden solche interreligiösen Zentren “Haus der Religionen“ oder “Campus der Religionen“ genannt. Alle diese Glaubensvermischungen lästern den einen wahren Gott der Bibel.

Jesus Christus spricht: „Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Bei Mammon handelt es sich keineswegs nur um Geld und Besitz, sondern um von Satan gesteuerten Götzendienst, der das Herz des Menschen völlig für sich beanspruchen will. Das Herz eines Menschen kann nicht „auf zwei Hochzeiten tanzen“, ohne Schaden an Leib und Seele zu nehmen. Es muß früher oder später eine Entscheidung treffen. Besser frühzeitig! Im Buch Prediger (12,1) steht: „Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre nahen, da du wirst sagen: ‚Sie gefallen mir nicht‘“.

Geteilte Loyalität führt nicht nur zu inneren Konflikten, sondern zum großen Konflikt mit Gott. Als Ahab die Israeliten samt der Verehrer der Götzen Baal und Aschera auf dem Berg Karmel versammelte, sprach der Prophet Elia zu allem Volk: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.“ Das Volk Israel wollte „auf zwei Hochzeiten tanzen“: Gott verehren, aber gleichzeitig auch den Götzen dienen.

Der Gott der Bibel akzeptiert solche Traumtänzerei nicht und sagt: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ (2Mo 20,3; 5Mo 5,7) ER will, daß du dich in allem Tun auf Jesus Christus konzentrierst, damit die folgenschweren Ablenkungsmanöver Satans keine Chance haben. Wenn du glaubst, daß allein Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und nur ER dich in den Himmel bringen kann (Joh 14,6), dann bist du ein treues Kind Gottes und kannst nicht gleichzeitig mehrere sexuelle Beziehungen führen oder neben Gott fremden Göttern dienen. Im Jakobusbrief (4,4) wird deshalb die Frage gestellt: „Wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist?“ – Weißt du das auch?

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