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Dreimal auf Holz klopfen

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Im deutschen Sprachraum ist das „Dreimal auf Holz klopfen“ – selbst unter Christen – weit verbreitet. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es handelt sich dabei um Aberglaube.

Ein Mensch, der sagt „Ich war letztes Jahr kein einziges Mal krank“ und dann „dreimal auf Holz“ klopft, ist dem Aberglauben verfallen oder weiß nichts von den wahren Hintergründen solchen „Glaubens“. Die Reihe von Beispielen kann unendlich fortgesetzt werden: Am Auto seit zehn Jahren keine große Reparatur. Schon fünfzehn Jahre in der gleichen Firma. 50 Jahre mit derselben Frau verheiratet. Wenn dann dazu „dreimal auf Holz“ geklopft wird, glaubt der Klopfende an magische Kräfte. So versucht der Mensch, mit seinem begrenzten Denken ungeklärte Ereignisse zu erklären und sucht ein Gefühl von Sicherheit.

Ohne einen solchen Brauch zu hinterfragen, wird dieser ungeprüft an nachfolgende Generationen weitergegeben. Der Aberglaube brennt sich in die Hirne der Menschen ein und hindert sie daran, den Weg zum wahren Glauben zu finden. Auch der Spruch „Teu, Teu Teu!“ (fälschlicherweise vom Duden in „toi, toi, toi“ umgeschrieben) gehört nach der Sprachforschung zum Aberglauben. Man will dem Teufel schmeicheln, damit der Gegenspieler Gottes das menschliche Glück nicht zerstören möge. Der Name des Teufels wird deshalb nicht vollständig ausgesprochen, um ihn – so Sprachwissenschaftler – nicht herbeizurufen. In die Kategorie des Aberglaubens gehören unter anderen auch: „Jemandem die Daumen drücken“; „Salz über die Schulter werfen“; „Eine schwarze Katze von links“; „Wenn man vom Teufel spricht…“; „Das paßt auf keine Kuhhaut“; „Den Teufel an die Wand malen“; „Da liegt der Hund begraben“ „Hals- und Beinbruch!“.

Der Spruch „Dreimal auf Holz klopfen“ wird von vielen als harmlos aufgefaßt, um auf Gutes und Gelingen in der Vergangenheit hinzuweisen oder ein bevorstehendes Ereignis gut abzusichern, damit kein Unglück folgt. Es handelt sich um ein Ritual, um „das Schicksal“ nicht herauszufordern. So versucht der Mensch, durch eine Handlung einerseits sein Glück abzusichern oder andererseits Unglück abzuwehren. Er verläßt sich auf sein Vorgehen, auf seine Aktivitäten und nicht auf Gott. Sein Vertrauen gilt seinem Menschsein und nicht seinem Schöpfer. Nach der Bibel gibt es kein unpersönliches, blindes Schicksal oder Zufall, sondern einzig und allein die souveräne Vorsehung und Führung durch den allmächtigen Gott. Zum falschen und rechten Sorgen heißt es in Lukas 12,31: „Trachtet vielmehr nach Gottes Reich, so wird euch dies zufallen.“

Das geistgewirkte Wort Gottes verflucht Menschen, die magisch und abergläubisch denken und handeln (2Kön 21,6; Jes 2,6). Wer es dennoch praktiziert, wird nicht ins Himmelreich kommen (Offenbarung 21,27). Was nicht „Christum treibet“ (Martin Luther), das ist Aberglaube (Kol 2,8-10). Der Mensch fragt nicht nach dem Willen Gottes, sondern sucht Mittel und Wege, die seine Sehnsüchte (Erfolg, Anerkennung, Gesundheit, Reichtum,…) stillen und nimmt Dinge in Anspruch, die ihn vom Glauben an den biblischen Gott abhalten oder wegführen.

Bist du empfänglich für Mystik, Magie und Übersinnliches? Glaubst du, daß es außerhalb der sichtbaren Welt Kräfte, Energien und Geistwesen gibt, die dir bei der Suche nach vollkommenem Glück helfen könnten? Aberglaube bedeutet Gegen-Glaube (althochdeutsch: Afterglaube). Ist dir im Herzen bewußt, daß alles, was sich dem Anspruch von Jesus Christus nach Johannes 14,6 entgegenstellt, Aberglaube ist? Der Aberglaube vertraut allem und jedem, nur nicht dem in der Bibel bezeugten, gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus.

Prüfe dich nun selbst, welche abergläubischen Redewendungen aus deinem Mund oder aus dem Mund anderer Menschen kommen. Ein wiedergeborener Christ braucht nicht „dreimal auf Holz klopfen“, um sein Leben abzusichern, sondern Dankbarkeit (1Thess 5,18), Vertrauen (Jak 4,15) und Gebet Phil 4,6) in einer festen Beziehung zu Jesus Christus.

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