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Die fetten Jahre sind vorbei

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Angesichts der Lage im deutschen Vaterland, wird wohl jeder halbwegs vernunftbegabte Bürger der Redewendung „Die fetten Jahre sind vorbei“ zustimmen können. Staat und Regierung haben abgewirtschaftet. Es obliegt den nachfolgenden Regierungen zu prüfen, ob der Niedergang Deutschlands mangels Kompetenz zustande kam oder bewußt herbeigeführt wurde oder ob beides zutrifft.

Am Zustandekommen solchen Verfalls ist das Volk nicht unschuldig, denn seine Gottlosigkeit schreit zum Himmel. Wer Gottes Gebote mit Füßen tritt, muß sich ein solches Urteil gefallen lassen. Was die meisten Menschen nicht im Blick haben: Wohlstand ist ein Geschenk Gottes, das nicht für alle Zeiten garantiert bleibt. In der Geschichte hat sich immer wieder gezeigt, daß auf Blüte- und Glanzzeiten Krisen und Kriege folgten.

Die Bibel fordert die Führer eines Volkes zur Gerechtigkeit auf und zum Schutz der eigenen Landsleute. „Wenn die Gerechten zahlreich sind, freut sich das Volk; wenn ein Gesetzloser herrscht, stöhnt es auf.“ (Spr 29,2) Im Psalm 82, 3-4 mahnt Gott durch den Psalmisten: „Schafft dem Geringen und dem Waisenkind Recht! Verschafft Gerechtigkeit den Gebeugten und Armen! Rettet den Geringen und Bedürftigen, reißt ihn aus den Klauen der gottlosen Verbrecher!“

Dummheit, Korruption, Mißwirtschaft und Götzenkult führen ein Land in soziale Not. Da hilft kein Jammern, sondern kluges Handeln! Jeder muß sich seiner Verantwortung bewußt sein – erst recht ein wiedergeborener Christ. Er weiß, wie der Psalmbeter, um die große Kraft Gottes: „Ich gehe einher in der Kraft Gottes des HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein.“ (Ps 71,16)

Wenn „die fetten Jahre“ vorbei sind, dann heißt es für einen Menschen, durch die Platzanweisung Gottes, zur Tat zu schreiten und mit von Gott geschenkter Weisheit und Hoffnung persönliche Verantwortung zu übernehmen – für Hilfsbedürftige und Notleidende, aber auch für sich selbst und seine Familie. Ein gutes Lehrstück gibt Josef aus seinen Erfahrungen mit dem Pharao in die Hand: Sorge gut vor, handle weise, vertraue auf Gott! (1Mo 41,33-36) Sieht der kluge Mensch Krisenzeiten auf sich und seine Lieben zukommen, dann lebt er sparsam und fürsorgend für andere, und nicht nach dem Motto: „Der Letzte macht das Licht aus!“

Gerade in angespannter Lage, in Ausnahmesituationen, in einer Staats- und Wirtschaftskrise zeigt sich, ob Christen wie Weltmenschen apathisch oder sogar gewalttätig reagieren oder ob sie ihren Auftrag aus der unfehlbaren Autorität der Bibel, dem verbindlichen Wort Gottes ableiten. Gerade dann, wenn es aus dem Munde vieler heißt: „Die fetten Jahre sind vorbei“ und alle Sicherheiten wegzubrechen drohen, braucht es Hoffnungsträger, die den Heiland, Retter und Erlöser Jesus Christus verkündigen und Menschen zur Buße und zur Umkehr rufen. Dann heißt es, aller Angst- und Panikmache, Haß und Hetze, allem Stolz und Egoismus „eine Abfuhr zu erteilen“ (wie es in einer anderen Redewendung heißt).

Hast du Angst vor Krisenzeiten und Krieg? Das ist menschlich! Jesus selbst sagt: „In der Welt habt ihr Angst…“. Aber im gleichen Atemzug tröstet ER mit den Worten: „…aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33b) Jesus will damit sagen: Habe Gottvertrauen statt Angst, denn ICH habe Sünde, Tod und Teufel am Kreuz besiegt. Betest du zum HERRN für die Obrigkeit im Land? Das solltest du tun! Denn nur Gott allein kennt allumfassend die Ursachen, wozu „die fetten Jahre“ ein Ende haben. ER wird zu Seiner Zeit die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen und bestrafen.

Der Gott der Bibel ist nicht nur ein liebender Gott, sondern auch ein zorniger Gott über die Menschen, die IHN und Seinen Willen mißachten. Beides gehört untrennbar zusammen – in Predigt und Mission. Am Ende kommen für Christusgläubige keine „fetten Jahre“, sondern die Herrlichkeit Gottes in Seinem ewigen Reich.

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