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Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

In Christus nicht wiedergeborene Menschen sehen darin überhaupt kein Problem, Redewendungen im Alltag zu benutzen, in denen „Gott“ beim Namen genannt wird – so auch im Spruch: „Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen“. Er bedeutet in letzter Konsequenz, sich um alles „keinen Kopf“ zu machen, den Dingen nach dem Allerweltsmotto: „Abwarten und Tee trinken“ freien Lauf zu lassen (auch zwei typische Redensarten). Oftmals schwingen in dieser Redewendung auch Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit mit.

Problematisch wird diese Redensart dann, wenn sich der Mensch nicht mehr um seine Pflichten kümmert und die sich daraus ergebenden Konsequenzen einfach auf sich zukommen läßt. – Ein Klempner hat bei einer sechsköpfigen Familie die Wasserleitung repariert. Doch bis Arbeitsschluss hat er es nicht geschafft, daß wieder Wasser aus dem Hahn fließt. Genervt sagt der Handwerker zur stirnrunzelnden Hausfrau: „Bei mit fällt um Vier der Hammer. Man muß auch mal den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.“ – Da spricht der Ehemann zu seiner Frau, die ihn auf das schöne Wetter hinweist und auf den dringend zu mähenden Rasen: „Laß doch mal den lieben Gott einen guten Mann sein. Ruhen wir uns lieber aus, morgen ist auch noch ein Tag!“ Für die meisten Menschen ist Gott eine von Menschen erfundene Figur, ein steinalter, weißhaariger, „guter Mann“ – den sie manchmal als „frommen Mann“ bezeichnen.

Die Bibel beschreibt Gott als den dreieinen, unfehlbaren Schöpfer. Sein heiliges Wort ist im Neuen und Alten Testament von jedem Irrtum frei und der Abschluß aller Prophetie. Die Bibel ist vom Geist Gottes inspiriert, also den Schreibern der Bibel von Gott eingehaucht. In 2. Timotheus 3,16 heißt es: „Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“ Wohl gemerkt: Zu allem „guten“ Werk geschickt. Gottes Autorität findet im 2. Petrusbrief 1,20-21 starke Bekräftigung: „Und das sollt ihr vor allem wissen, daß keine Weissagung in der Schrift aus eigener Auslegung geschieht. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet.“

Wer „den lieben Gott einen guten Mann sein“ läßt, der kennt IHN nicht. Deshalb kann einem Menschen, dem der Gott der Bibel gleichgültig ist oder Seinen Namen mißbräuchlich verwendet, kein Vorwurf gemacht werden. Was ein solcher Mensch braucht, das sind Christen, die den Glauben an diesen dreieinen Gott der Bibel im Alltag vorleben und damit ganz praktisch bekennen, daß der Schöpfer allen Lebens heilig ist, souverän handelt, vollkommen gerecht ist und eine persönliche Beziehung zu jedem von IHM geschaffenen Menschen sucht. Die Redewendung „Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen“ geht meist mit der irrtümlichen Haltung einher: „Gott ist doch gut, er wird schon alles nicht so eng sehen!“ Was der noch Ungläubige unbewusst bestätigt, ist die Aussage von Jesus: „Niemand ist gut als Gott allein.“ (Mk 10,18b).

Wird von wiedergeborenen Christen eine solche oder ähnliche Redewendung mit dem Namen Gottes im Alltagsgeschwätz verwendet, möchte man fragen, ob sie Gottes Gebot in 2. Mose 20,7 und 5. Mose 5,11 gelesen haben. „Gott läßt sich nicht verspotten!“ mahnt der Apostel Paulus in einem anderen Zusammenhang (Gal 6,7). Es ist eine geistliche Katastrophe, wenn ein Christ solche gotteslästerlichen Phrasen in seinem Sprachgebrauch führt. Viel schlimmer aber ist, daß er damit andere Menschen zu solchem Schwachsinn verführt und ihnen Unbiblisches lehrt. Jede Verharmlosung Gottes ist eine Geringschätzung Seines Wesens. Stelle also alles, was du sagst, auf den Prüfstand der Bibel und bitte Jesus Christus, alle gotteslästerlichen Redewendungen aus deinem Denken und Reden zu tilgen. Dann wirst du frohen Herzens beten können: „Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser.“

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