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„Charta Oecumenica“ – biblisch oder teuflisch?

Foto: Modellbild

von Ernst Martin Borst

Die institutionelle und theologische Vereinigung von Kirchen, Allianzen und Bünden wird weiter vorangetrieben. Presseagenturen überschlagen sich mit ihrer Berichterstattung über die am 15. September 2026 in Berlin unterzeichnete revidierte „Charta Oecumenica“.

Die „Charta Oecumenica“ ist ein gemeinsames Dokument christlicher Religionsgemeinschaften in Europa zur Regelung ihrer Zusammenarbeit. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 22. April 2001 im französischen Straßburg, unterzeichnet von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem katholischen Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Während des 1. Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin traten am 30. Mai die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) der „Charta Oecumenica“ offiziell bei. Nach über 20 Jahren erfolgte dann in den Jahren 2025/2026 eine große Revision dieses kirchlichen Dokuments, das führende Vertreter von 18 Mitgliedskirchen der ACK am 15. September 2026 in Berlin neu unterzeichnet haben.

In der Pressemitteilung der ACK heißt es: „Die Kirchen in Deutschland haben heute am Internationalen Tag der Demokratie in Berlin ein neues Kapitel ihrer ökumenischen Zusammenarbeit aufgeschlagen. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt unterzeichneten 18 kirchenleitende Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die revidierte Charta Oecumenica. Damit beginnt die breite Rezeption der europäischen Leitlinien für die Zusammenarbeit der Kirchen in Deutschland.“ – „Mit der heutigen Unterzeichnung beginnt nun die nächste entscheidende Phase: die breite Rezeption in Deutschland“, so Easthill weiter. „Jetzt geht es darum, die Selbstverpflichtungen in unseren Kirchen, Gemeinden und ökumenischen Arbeitsgemeinschaften auf allen Ebenen mit Leben zu füllen. Nehmen Sie diesen Text in die Hand, lesen Sie darin wie in einer Landkarte der Hoffnung und – vor allem – kommen Sie darüber ins Gespräch. Denn Ökumene beginnt bei jeder und jedem von uns.“ – „Landesbischof i.R. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Moderator des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf, richtete in seiner Predigt einen eindringlichen Appell an die Kirchen. Die „noch immer existierende Trennung der Kirchen“ dürfe nicht als Normalfall angesehen werden, sondern sei „ein Scheitern an dem Auftrag Jesu“. Bedford-Strohm stellte zugleich die Frage: „Sind unsere konfessionellen Traditionen […] selbst zur Hauptsache geworden?“

Auch Freikirchen stehen diesen Einheitsbestrebungen positiv gegenüber. So schreibt beispielsweise der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG): „Mit der Unterzeichnung entscheiden wir uns als Bund, den gemeinsamen Weg mit anderen Kirchen zu stärken“, sagte Natalie Georgi. „Die Charta Oecumenica umfasst Herzensanliegen unseres Bundes.“ – Die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland bekennt: „Ich stelle mir vor, wie diese Verpflichtungen aus unserer Charta Oecumenica die Wände unseres weiter gebauten Domes schmücken.“

In der überarbeiteten „Charta Oecumenica“ haben sich Kirchen dazu verpflichtet, die ökumenische Zusammenarbeit noch aktiver voranzutreiben. Einige Textauszüge aus dem Dokument „Charta Oecumenica“:

Will GOTT eine solche Einheit? Sein Wort zeigt klare und eindeutige Abgrenzungen. Von einem „religiösen Einheitsbrei“ ist in der Bibel nichts zu finden! Die Einheit, die die Bibel meint, bezieht sich auf Menschen, die allein an Jesus Christus glauben. Also auf Menschen,

Die ACK und leider auch die Evangelische Allianz Deutschland (EAD) unterschlagen mehr oder weniger diese biblischen Aussagen und versuchen, eine Einheit mit Menschen herzustellen, die die biblischen Voraussetzungen für die von Gott gewollte Einheit nicht erfüllen. Diese Organisationen übersehen noch eine weitere wichtige biblische Aussage: Von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel zieht sich – wie ein roter Faden – das Thema Trennung und Abgrenzung durch:

Bibeltreue Christen sehen in der „Charta Oecumenica“ einen unzulässigen Kompromiss zulasten der biblischen Wahrheit (Sola Scriptura), der alleinigen Rettung des Menschen durch den Glauben und die Gnade Gottes (Sola Fide, Sola Gratia) durch das stellvertretende Opfer Jesu Christi.

Vertreter der Ökumene und der „Charta Oecumenica“ berufen sich auf Jesus Christus, der in Johannes 17,21 sagt: „Ich bete, dass sie alle eins sind, und zwar so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen sie in uns eins sein. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.“

Mit den Worten „dass sie alle eins sind“ meint Jesus weder eine institutionelle noch eine organisatorische Einheit, sondern eine geistliche Einheit derer, die im wahren Glauben und in der Wahrheit Seines Wortes neugeboren sind. Wahre geistliche Einheit wird es niemals durch künstliche Fusionierung von Organisationen mit widersprüchlichen Lehren geben. Die ökumenische Bewegung insgesamt ist ein Vorläufer einer endzeitlichen Einheitsreligion, die sich unter der Herrschaft des Antichristen mit rasantem Tempo formiert (Offenbarung 17). Die „Charta Oecumenica“ ist nicht biblisch, sondern teuflisch!

Wiedergeborene Christen lehnen Ökumene nicht ab aus mangelnder Liebe zu den Menschen, sondern aus Treue zu Gottes Wort. Wiedergeborene Christen sind aufgerufen, den Menschen die Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen. Menschen, die sich durch Jesus Christus retten lassen, gilt es anzuleiten, damit sie dem HERRN treu nachfolgen (Apostelgeschichte 2,42). Durch die vielen ökumenischen Aktionen der ACK und der EAD werden irreführende Signale ausgesendet: Die biblische Botschaft wird verflacht oder ausgeblendet. Es wird die todbringende Botschaft vermittelt, dass es egal sei, was der Mensch glaubt. Hauptsache er gehörst zur großen Ökumene. Die rettende Botschaft von Jesus Christus wird den Menschen vorenthalten. Was die Welt braucht, das sind Menschen und Gemeinden, die sich voll und ganz nach der Bibel gemäß 2. Timotheus 2,1-3 ausrichten: „So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu.“

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