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Was bewegt Christen, AfD zu wählen?

Foto: Modellbild

von AG WELT

Bevor der Frage nachgegangen wird, was Christen bewegt, AfD zu wählen, soll ein Blick auf etablierte Kirchen gerichtet werden, wie deren Position im Umgang mit der inzwischen umfragestärksten Partei in Deutschland aussieht – insbesondere im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Bundesland Sachsen-Anhalt am 6. September 2026.

Die Bischöfe der östlichen Landeskirchen verurteilen die AfD und sprechen (weil es keine Befragungen innerhalb der Staatskirchen gab) automatisch für alle Kirchenmitglieder. In den Augen der Bischöfe sei die AfD kirchenfeindlich und unwählbar.

Als öffentliche Haltung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) zur AfD ist bekannt: Es sei für sie unvereinbar, AfD zu wählen. Auch die VEF hat unter ihren Mitgliedern keine Befragung durchgeführt. Zur VEF gehören folgende Bünde und Freikirchen.

Die Aktion „DEMO FÜR ALLE“, die von Hedwig Freifrau von Beverfoerde koordiniert wird, hat die wichtigsten familien- und bildungspolitischen Aussagen der Parteien aus ihren Wahlprogrammen für die Landtagswahl von Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 zusammengetragen und in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Jeder Christ sollte sich tiefgründig mit den Zielstellungen der einzelnen Parteien zu Familie und Bildung beschäftigen, bevor er zur Wahlurne geht. Auch der Famil-O-Mat zur Wahl in Sachsen-Anhalt wird Christen helfen, zu zwölf kontroversen Thesen der verschiedenen politischen Strömungen die Antwort zu finden, die sie vor Gott und den Menschen verantworten können.

Die Bibel schreibt keinem Christen vor, eine bestimmte Partei zu wählen. Aber sie gibt dem Christen Maßstäbe, nach denen er politische Entscheidungen beurteilen soll. Denn der Staat hat nach biblischem Verständnis nicht die Aufgabe, das Böse zu fördern, sondern Recht und Ordnung zu gewährleisten und das Böse von innen und außen von Volk und Vaterland fernzuhalten.

Was bewegt Christen, AfD zu wählen? Jeder vernunftbegabte Christ weiß, dass keine Partei „christlich“ ist, auch nicht die AfD. Doch bei konkreten politischen Sachthemen kann dann doch die AfD näher an einer Überzeugung liegen, die ein Christ aus der Bibel gewonnen hat.

Nun wird Christen von Kirchen- und Freikirchenoberen vorgehalten: Man dürfe keine Partei wählen, die vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft worden ist. Deshalb muss tiefer gefragt werden. Ist der Verfassungsschutz eine staatsunabhängige Autorität? Nein. Wem untersteht der Verfassungsschutz? Er untersteht direkt dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). Wem untersteht das BMI? Es untersteht dem Bundeskanzler, der die Richtlinienkompetenz besitzt und die Grundlinien der Politik bestimmt, an die sich das BMI halten muss. Welcher Partei gehört der Bundeskanzler an? Der CDU. Noch Fragen?

Ein bibeltreuer Christ kann am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt aus guten Gewissensgründen AfD wählen, wenn er nach sorgfältiger Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass insbesondere

für ihn schwerer wiegen als die Entscheidung eines CDU-geführten Verfassungsschutzes gegenüber der AfD. Das ist eine vertretbare politische Gewissensentscheidung. Der Christ wählt keine christliche Partei (auch CDU/CSU sind keine christlichen Parteien!), sondern eine fehlbare weltliche Partei, die aber seiner Ansicht nach bessere politische Entscheidungen treffen wird, als bislang die Altparteien im Konglomerat.

Ein Christ darf von der Politik nicht das Reich Gottes erwarten, keine Erlösung durch eine Partei, auch keine perfekte Gerechtigkeit. Das Grundproblem des Menschen ist nicht, dass er die falsche Partei wählen könnte, sondern die Sünde (Röm 3,23). Auch ein AfD-Ministerpräsident ist und bleibt ein sündiger Mensch. Auch AfD-Landtagsabgeordnete sind nicht davor gefeit, zu lügen, sich zu irren oder ungerecht zu entscheiden. Das gilt genauso für Politiker jeder anderen Partei.

So gilt für Christen, für die Gottes Wort die Wahrheit ist, nüchtern zu prüfen, welche politische Entscheidung unter den vorhandenen Möglichkeiten seinem Gewissen vor Gott am ehesten entspricht. Danach kann ein Christ durchaus zu einem klaren Ja zur AfD kommen. Doch Christus steht über der Partei. Das Evangelium steht über dem Wahlprogramm. Die Bibel steht über jeder politischen Ideologie.

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Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt

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