
von Ernst Martin Borst
Die ökumenisch und interreligiös agierende „Christenheit“ hat es schon weit gebracht! Der Turm zu Babel hat bereits eine enorme Höhe erreicht. Aus Sicht der Bauherren ist er wohl noch zu klein, denn er soll bis an den Himmel reichen, gigantisch muss er werden! Schließlich soll er Platz für alle weltanschaulichen Richtungen haben. Nicht zu vergessen: Es muss auch Raum für das goldene Kalb und für Tanzflächen sein.
Eine neue Aktion soll nun wohl den Ausbau des Turmes fördern. In einer Information von „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ wird zu einer Veranstaltung eingeladen mit den Worten: „Der regionale ‚Ableger‘ JESUS26 NORD findet schon bald vom 18. bis 19. September 2026 im Geistlichen Rüstzentrum (GRZ) Krelingen statt.“
„Ableger“ bedeutet: Es handelt sich um eine weiterführende Aktion von „Jesus25“. Wer im Netz dazu recherchiert, wird sehr verwundert sein. Das von der Gruppe „Jesus25“ verfasste Statement fängt zunächst gut an: „JESUS25 ist eine Bewegung verschiedenster christlicher Initiativen, Gemeinden, Werke und Personen, die sich für die Stärkung biblischer Theologie und Apologetik einsetzt. Wir lieben Jesus Christus und wünschen uns, dass er noch möglichst vielen Menschen bekannt wird. Deshalb sehnen wir uns nach neuen Aufbrüchen in Gemeindebau, Evangelisation und Mission.“ – Danach folgen jedoch sehr fragwürdige Formulierungen, wie zum Beispiel diese:
„Wichtige Bezugspunkte sind für uns dabei die großen Einheitsbewegungen der Gegenwart mit ihren verfassten Grundlagen (Glaubensbasis der Ev. Allianz Deutschland…)“
„Wir beobachten, dass Einheit in großer Vielfalt an Prägungen und Verfasstheiten gerade dort gelingt, wo Christen diese Grundlagen miteinander teilen können.“
„Einheit ist grundlegend wichtig, aber auch kein reiner Selbstzweck. Jesus verbindet und sendet uns zu allen Völkern, ‚damit die Welt glaubt‘.“
„Dafür wollen wir uns auch über die Konferenz hinaus miteinander vernetzen, um Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen, gemeinsam zu beten und eine Stimme im deutschsprachigen Raum zu sein, die Orientierung gibt und Mut macht, Menschen im Jahr 2025 und darüber hinaus zu Jesus einzuladen.“
Der Trägerkreis macht deutlich, um was es bei der Aktion geht: Einheit um jeden Preis! Der Turm zu Babel soll vergrößert werden. Jetzt soll versucht werden, auch noch die letzten bibeltreuen Christen, Gemeinden und Werke einzufangen und in den Turm zu setzen. Die zum Trägerkreis „Jesus25“ gehörenden Personen und Werke (sie sind unter diesem Beitrag aufgeführt) sind mit diversen weiteren Vereinen, Netzwerken, Vereinigungen und Initiativen aktiv verbunden. Nur einige wenige Beispiele:
- Die zum Trägerkreis gehörende Frauke Bielefeldt (Geistliche Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden BEFG, Baptisten) arbeitet intensiv mit der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche zusammen. AG WELT berichtete („Eine irreführende Pressemeldung“)
- Die zum Trägerkreis gehörenden Personen, Gemeinden und Werke gehören (mit ganz wenigen Ausnahmen) entweder durch eigene Mitgliedschaften oder durch Mitgliedschaften in entsprechenden Vereinen und Netzwerken zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Das bedeutet: Der größte Teil des Trägerkreises arbeitet aktiv mit der Römisch-Katholischen Kirche, der Neuapostolischen Kirche, der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und weiteren Gruppierungen zusammen.
- Durch die vielseitigen Zugehörigkeiten bestehen auch direkte und aktive Zusammenarbeiten mit sogenannten „Willkommensgemeinden“. Das sind Gemeinden und Kirchen, in denen queere Menschen nicht nur sehr gerne willkommen sind, sondern auch mitarbeiten dürfen. In vielen dieser Gemeinden werden queere Paare auch gesegnet oder getraut. AG WELT berichtete: „Kirchliches LGBTQ-Netzwerk feiert 20-Jähriges“.
Schon im Namen „Jesus25“ wird der Name JESUS CHRISTUS missbraucht, denn es gibt keinen Jesus25 und auch keinen Jesus26. JESUS CHISTUS ist der lebendige GOTT, von dem es heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Johannes 1,1-4) – „Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Psalm 90,2) – „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ (2. Mose 20,7)
Dieser große lebendige GOTT sehnt sich von Anbeginn der Schöpfung nach Gemeinschaft mit den Menschen. Sonst hätte er den Menschen überhaupt nicht erschaffen. Diese Sehnsucht, die GOTT nach uns Menschen hat, kommt in der gesamten Bibel zum Ausdruck. So sagt GOTT in 2. Mose 25,8 zu Mose: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.“
GOTT sehnt sich nach Gemeinschaft mit seinen Kindern. Was jedoch oft – besonders auch in unserer Zeit – vergessen wird: GOTT ist ein HEILIGER, der da sagt: „Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.“ (Johannes 15,13-14)
Ja, GOTT sehnt sich nach Gemeinschaft mit den Menschen, dafür ist ER sogar am Kreuz gestorben. Doch Seine Kinder sind wir nur dann, wenn wir die Ordnungen GOTTES befolgen, wenn wir tun was ER gebietet. Die Nichtbeachtung dieser Regel zieht immer gravierende Folgen nach sich – denken wir nur an den Sündenfall und die Verbannung aus dem Garten Eden. Oder denken wir an die Situation des Volkes Israel mit dem goldenen Kalb und an die schrecklichen Folgen.
Im Johannesevangelium (17,20-23) heißt es: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns eins seien, auf dass die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst.“
Dieses Gotteswort wird gern als Rechtfertigung für die notwendige Einheit der Christenheit, für die Ökumene herangezogen. Wer sich aber darauf beruft, sollte bedenken, dass es sich bei dieser von JESUS CHRISTUS gemeinten EINHEIT nur um SEINE Schafe handelt: „Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir.“ (Johannes 10,27)
Gehört der Trägerkreis der Aktion „Jesus25“ bzw. „Jesus 26“ zu den Schafen, die die Stimme JESU CHRISTI hören? Diese Aktionen sind aus vielerlei Hinsicht absurd. Dort treffen sich Personen, die unterschiedlichste weltanschauliche Konzepte vertreten. Wie lässt sich z.B. der Katholizismus, interreligiöse Gottesdienste, gelebte Homosexualität, die Lehre der Adventisten, die Lehre der Neuapostolen oder die Lehre der extremen Charismatiker und Pfingstler mit der BIBEL vereinbaren? Es ist doch von vornherein nach der Heiligen Schrift klar: Das geht nicht!
Wahre Nachfolger von JESUS CHRISTUS können mit Personen und Werken von „Jesus25“, „Jesus 26“ und vielleicht bald „Jesus27“ keine Verbindung eingehen. Wenn im Trägerkreis tatsächlich Brüder sind, die glauben, bei der Aktion etwas Positives bewirken zu können, so ist das gelinde gesagt naiv. Solche Aktionen erwecken den Anschein, als folgen nun auch die letzten treuen Brüder der weltweiten Ökumene mit ihrem großen Turm zu Babel.
Es bedarf keiner menschlichen Konzepte und auch keiner theologischen Diskussionen, sondern bibeltreuer und von GOTT gegebener Predigten. GOTTES WORT sagt: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.“ (Jesaja 55,9) – „Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt.“ (Jeremia 17,7+8) – „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem WORT GOTTES.“ (Römer 10,17) – „Und lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht.“ (Josua 1,8)
Kirchen und Gemeinden kann nur gedient werden, wenn es zu einer geistlichen Rückbesinnung kommt. Der HEILIGE lebendige GOTT und unser HERR JESUS CHRISTUS sowie SEIN WORT müssen alleinige Grundlage und Mittelpunkt sein. Alles andere ist vergebliches menschliches Bemühen. „Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und siehe, es war alles eitel und Haschen nach Wind.“ (Prediger 1,14)
Der Trägerkreis von „Jesus25“:
Joe Baer (ICF Herrenberg)
Frauke Bielefeldt (Geistliche Gemeindeerneuerung im BefG)
Veit Claesberg (ChristusForum)
Dr. Heinrich Derksen (Bibelseminar Bonn)
Eva Dittmann (Theologisches Seminar Rheinland)
Gernot Elsner (GOSPELTRIBE)
Markus Endlich (FeG)
Jasmin Friesen (LIEBEZURBIBEL)
Immanuel Grauer (AB Verband)
Dr. Martin P. Grünholz (Forum Wiedenest)
Matthias Hanßmann (Die Apis)
Rainer Harter (Gebetshaus Freiburg)
Prof. Dr. Rolf Hille (Netzwerk Bibel und Bekenntnis)
Thomas Horn (Deutschland unter dem Kreuz)
Waldemar Justus (Christusgemeinde Emmendingen)
Dr. Samuel Koser (Bibelstudienkolleg)
Frank Laffin (Gebetshaus Freiburg)
Dr. Ji-Ung Jeremy Lim (WEA)
Matthias Lohmann (Evangelium 21)
Edgar Luz (Interkulturelle Theologische Akademie Bad Liebenzell)
Marco Maier (Evangelische Gesellschaft für Deutschland)
Konstantin Mascher (Offensive junger Christen)
Dr. Dierk Müller (Jesus-Gemeinde Dresden)
Dr. Bernhard Olpen (Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden)
Ulrich Parzany (Netzwerk Bibel und Bekenntnis)
Matthias Richter (Evangelischer Gemeinschaftsverband AB)
Thomas Richter (Prediger/ Bibelfit-Dienst)
Manuel Ritsch (Friedrich-Hauß-Studienzentrum)
Matthias Rüther (Bibelschule Brake)
Martin Scheuermann (Christliches Gästezentrum Schönblick)
Dr. Reinhardt Schink (Evangelische Allianz Deutschland)
Arndt Schnepper (Theologische Hochschule Ewersbach)
Dr. Jürgen Schulz (Theologisches Seminar Adelshofen)
Christian Schöps (Stiftung Heukelbach]
Írisz Sipos (Offensive Junger Christen)
Reinhard Spincke (FeG)
Dr. Markus Till (offen.bar)
Johannes Traichel (FeG)
Karl-Heinz Vanheiden (Bibelbund)
Dr. Stefan Vatter (Exploration Gott)
Nicola Vollkommer (Autorin)
Markus Voss (bibelfit-Dienst)
Elke Werner (WINGS)
Prof. Dr. Dr. Roland Werner (Zinzendorf-Institut / glaubendenken)