
von AG WELT
Was ist ein Genozid? Es handelt sich um Mord an Menschengruppen – national, ethnisch oder religiös motiviert. Auf drei Genozide in Europa soll besonders hingewiesen werden:
- Der Holocaust duch das Regime der Nationalsozialisten führte von 1941 bis 1945 zur systematischen Ermordnung von Millionen Juden, Roma und Menschen mit Behinderung.
- Serbische Truppen ermordeten im Jahr 1995 in Bosnien und Herzegowina bosnische Moslems, bekannt als „Massaker von Srebrenica“.
- Zu den Genoziden zählt auch der „Holodomor“, eine 1932 bis 1933 durch die sowjetische Führung unter Stalin gezielt herbeigeführte Hungersnot mit Millionen Toten.
Keiner dieser Massenmorde kann auch nur irgendwie eine Rechtfertigung finden!
Nun fordert ein Jude, der um den Genozid an Juden in der Zeit des Nationalsozialismus weiß: „Ich finde, es sollten in Gaza gezielte Tötungen ausgeführt werden, wobei jede Nacht 30 bis 40 ausgeschaltet werden. Nicht nur diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr bedeuten – es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen.“
Bei diesem Juden handelt es sich um keinen Geringeren als um den Minister für die Nationale Sicherheit Israels, Itamar Ben-Gvir. Sein Hass auf Menschen in Palästina kennt keine Grenzen. Er spricht ihnen sogar das Menschsein ab. Das bedeutet: Dieser Jude haut in die gleiche Kerbe wie Moslems, die aus ihrer Sicht Ungläubige im Tierreich bei Affen und Schweinen ansiedeln (Koran Sure 5,60; 2,65; 7,166) oder als Vieh bezeichnen (Koran Sure 7,179; 8,55; 47,12). Sie berufen sich auf Allah, er möge sie alle totschlagen (Koran Sure 9,30).
Der Jude Ben-Gvir scheint nicht erkannt zu haben, dass er dem Gott Israels verpflichtet ist. Die Worte aus Ben-Gvir’s Mund widersprechen der von Gott geschenkten Würde des Menschen und sind nichts anderes als genozidales Kampfmittel.
2024 soll Ben-Gvir auf Zivilisten Palästinas auf offener Straße eingeschlagen haben. Bereits 1994 glorifizierte er gegenüber Journalisten den Terroristen Baruch Goldstein, der am 25. Februar des gleichen Jahres in einer Hebroner Moschee ein Massaker verübte. Wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung wurde Ben-Gvir 2007 verurteilt. Seinen Dienstwagen-Fahrern soll er befohlen haben, die Verkehrsregeln zu missachten. Ben-Gvir selbst habe man zigmal wegen Verkehrsdelikten verurteilt.
Nun sitzt ein solcher Mann in der Regierung Israels unter dem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Mehrere Staaten verhängten bereits gegen ihn ein Einreiseverbot.
Der amtierende israelische Minister für die Nationale Sicherheit vertritt die Lehre des orthodoxen Rabbiners Meir Kahane (Kahanismus), die Hass und Hetze gegenüber Nicht-Juden (also auch Christen) schürt und Gewalt rechtfertigt.
Wer ein so hohes Regierungsamt begleitet und Menschen das Menschsein abspricht, ist nicht nur Antihumanist, sondern Gegenspieler des lebendigen Gottes, der sich Seinem Volk Israel und der ganzen Welt durch den Messias Jesus Christus offenbart hat.
Ben-Gvir stellt sich in seinem Reden und Handeln über Gott. Aber Gott spricht: „Die Rache ist mein, ich will vergelten…“ (5Mo 32,35; Röm 12,19) Allein dem heiligen Gott über Himmel und Erde steht nach Seiner absoluten Gerechtigkeit und Souveränität Vergeltung über die Menschheit zu. ER entzieht dem Menschen jegliches Recht auf Selbstjustiz oder persönliche Rache. Allein IHM steht die Bestrafung des Bösen zu. Kein Mensch, auch Ben-Gvir nicht, kann der Rechenschaft vor dem Schöpfer entgehen, außer durch die Gnade und Stellvertretung Jesu Christi am Kreuz.
Ben-Gvir ist ein Beispiel dafür, dass in Israel ein Jude zwar vom Militär als Sicherheitsrisiko eingestuft und abgelehnt werden kann (man verweigerte ihm mit 18 Jahren die Einberufung), aber sehr wohl extremistisch genug, um das Land mitzuregieren.
Sollte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seinen Minister für Nationale Sicherheit, Ben-Gvir, nicht entlassen, würde das Netanjahus Supermachtdenken Vorschub leisten, das er am 12. März dieses Jahres u.a. mit den Worten bekräftigte: „Wir werden es bis zur Rückkehr des Messias schaffen…“ Im gleichen Atemzug sprach Netanjahu vom „Königreich“, also vom Tausendjährigen Reich (siehe: „Groß-Israel und das Tausendjährige Reich“).
Netanjahu braucht Leute wie Ben-Gvir, um seinen Großmachtfantasien Nachdruck zu verleihen und seine politischen Ziele zu erreichen. Bis heute verteidigt der israelische Ministerpräsident den Verbleib des genozidal denkenden Ministers in seiner Regierung – gegen alle juristischen und politischen Widerstände.