
von Ernst Martin Borst
Der Verein Zwischenraum e.V. (ZRV) feiert während seines diesjährigen Jahrestreffens vom 13. bis 16. August 2026 sein 20-jähriges Vereinsjubiläum.
Laut Vereinssatzung ist der ZRV Mitglied im Diakonischen Werk, denn im §1,2 der Satzung steht: „Der Verein ist Mitglied des als Werk der Kirche und als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege anerkannten Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen Lippe e. V. – Diakonie RWL und dadurch zugleich dem Bundesspitzenverband Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. (EWDE) angeschlossen.“
Zum Zweck des Vereins steht im §2 der Satzung: „1. Der Verein erfüllt diakonische Aufgaben in Form einer Selbsthilfeorganisation. 2. Er unterstützt homo- und bisexuelle sowie transgeschlechtliche Christ:innen in ihrem Bemühen, ihre sexuelle Orientierung und ihre geschlechtliche Identität mit ihrer Spiritualität zu versöhnen. 3. Neben der Beratung und Seelsorge sieht „Zwischenraum e.V.“ seinen Schwerpunkt vor allem in der Unterstützung der zuvor genannten Menschen, sich innerhalb ihrer Kirchengemeinden als vollwertige Gemeindemitglieder zu integrieren und ihre Gemeinden nicht zu verlassen. Er wird damit in praktischer Ausübung christlicher Nächstenliebe im Sinne der Diakonie als Wesens- und Lebensäußerung der Evangelischen Kirche tätig.“
Der ZRV geht aufgrund 1.Mose 1 („und GOTT sah, dass es gut war“) davon aus, dass GOTT alle sexuellen Lebensformen und Lebensgemeinschaften geschaffen hat. Davon ausgehend bemüht sich ZRV, die Kirchen und Gemeinden von ihrer Sichtweise zu überzeugen. Dabei haben sie riesige Erfolge, und diese beziehen sich nicht nur auf die Evangelischen Kirchen, sondern auch auf alle Kirchen und Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und auch auf nichtkirchliche Organisationen. So pflegt ZRV z.B. ein großes Netzwerk gleichgesinnter Vereine und Kirchen. Zu diesem Netzwerk gehören unter anderen:
- Initiative Endlich Reden (überkonfessionelle Initiative)
- Europäisches Forum für LSBT-Christen (ökumenisches Netzwerk von über 40 Organisationen)
- Regenbogenforum e.V. (Christliche LSBTIQ-Gruppen)
- Kreuz und Queer (Evangelische Kirche)
- Evangelisches Jugendwerk – Bezirk Mühlacker
- Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche
- Ökumenische Arbeitsgemeinschaft Lesben und Kirche
- LSVD-Verein für europäische Kooperation e.V. (Netzwerk Aufklärung)
- Out in Church (katholische Initiative)
- Queergottesdienste (Konvent der schwullesbischen Gottesdienstgemeinden)
- Regenbogen NAK (Neuapostolische Kirche)
- LGBTQIA+-Community der Siebenten-Tags-Adventisten
- Jugendverband Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten)
- und viele weitere
Darüber hinaus gehören zum ZRV-Netzwerk sogenannte Willkommensgemeinden. Das sind Gemeinden und Kirchen, in denen queere Menschen nicht nur sehr gerne willkommen sind, sondern auch mitarbeiten dürfen. In vielen dieser Gemeinden werden queere Paare auch gesegnet oder getraut. Zu den Willkommensgemeinden gehören neben vielen Evangelischen Kirchen auch viele Freikirchen, darunter:
- Evangelisch-methodistische Kirche, Wiesbaden-Mainz, Anton-Hehn-Straße 30
- Baptistenkirche, Berlin Schöneberg, Hauptstr. 125 a
- Freie evangelische Gemeinde, Aachen, Viktoriaallee 51
- CVJM Gemeinde, Essen, Herbrüggenstr. 144
- Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, Hannover, Ellernstr. 30
- Mennonitengemeinde, Enkenbach
- Landeskirchliche Gemeinschaft, Osnabrück
- Neuapostolische Kirche, Dinslaken
- und viele weitere
Es wird sehr deutlich: Der ZRV hat aus seiner Sicht in den 20 Jahren seines Bestehens sehr viel erreicht. Es ist dem Verein gelungen, die biblische Sichtweise der Thematik in vielen Kirchen und Gemeinden völlig auszulöschen. Doch das reicht noch nicht: Ihre Sichtweise sollen letztlich alle Kirchen annehmen. Auch die Praxis wird ja immer weiter ausgedehnt. Es scheint, als ob es der LSBTTIQ-Lobby noch nicht weit genug geht. Dass zwei Männer oder zwei Frauen in Kirchen heiraten können, reicht ihnen noch nicht. Alle Möglichkeiten, ob zwei, drei, vier oder mehr Personen und egal in welcher geschlechtlichen Identität sollen heiraten dürfen. Wie zahlreiche Medien berichteten, hat die Berliner Evangelische „Pfarrerin“ Lena Müller vier Männer miteinander vermählt. Müller meint, dass queere Lebensweisen zu lange diskriminiert worden seien, und sie fand es sehr bewegend, dass sich vier Männer, darunter ein buddhistisch geprägter, von ihr (gemeinsam) vermählen ließen. (AG WELT berichtete: LSBTTIQ-Gruppen – stark in Kirchen vernetzt)
Über die Arbeit des Evangelischen Vereins ZRV muss man sich nicht wundern, denn die EKD-Kirchen haben dem WORT GOTTES sowieso den Rücken zugewandt. Katastrophal ist, dass auch Freikirchen dem ZRV nacheifern und ebenfalls das WORT GOTTES mit Füßen treten. Wo bleibt der Aufschrei der Gemeindemitglieder?
Der ZRV sollte während seiner Feier zum 20jährigen Vereinsjubiläum das BIBELWORT beachten: „Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Galater 6,7
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Lesen Sie bitte auch:
- Ehe für alle“ Fortschritt wohin? [AG1012
- Regenbogen – Ursprung und Missbrauch [AG1092]
- Selbstbestimmungsgesetz – Im falschen Körper? [AG7015]
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