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Viele Wege führen nach Rom

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Aus historischer Sicht resultiert die Redewendung „Viele Wege führen nach Rom“ aus der Zentralisierung des Straßennetzes im Römischen Reich. Damals sollen etwa 29 große Straßen sternförmig in die Hauptstadt Rom geführt haben. Und Kaiser Augustus habe 20 v. Chr. auf dem Forum Romanum eine vergoldete Bronzestatue errichten lassen, von der aus alle Entfernungen gemessen werden sollten. Von dem französischen Dichter Alanus de Insulis (*um 1120; †1202) heißt es, daß er den Satz prägte: „Tausend Wege führen den Menschen immerfort nach Rom“.

Rom spielt nach der Bibel eine unrühmliche Rolle. Die meisten bibeltreuen Schriftausleger sind sich darin einig, daß die auf einem scharlachroten Tier sitzende Frau im Buch der Offenbarung des Johannes (17,3) das religiöse System Roms (Babylon) verkörpert – das Zentrum von weltlicher Macht und später vatikanischer Autorität. Der Papst, das geistliche Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche maßt sich an, Stellvertreter Christi auf Erden zu sein. Damit stellt er sich gegen die Souveränität Gottes und des direkten Wirkens des Heiligen Geistes. Jesus sagt vor Seiner Himmelfahrt: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren…“ (Joh 14,26)

Die meisten Menschen sind der Ansicht, sie könnten auf unterschiedlichen Wegen zu Gott finden. Beispielgebend ist die Ringparabel, die Gotthold Ephraim Lessing in seinem 1779 veröffentlichten Theaterstück „Nathan der Weise“ verarbeitet hat. Auf den ersten Blick erscheint Lessings Märchen von den drei Ringen sehr einleuchtend und anziehend. Doch Lessing schafft das Bild eines Gottes, der die Menschen im Unklaren läßt, welcher Glaube der wahre und echte ist. Die Existenz Satans wird vollkommen ausgeblendet, ganz im Sinne aufgeklärter Vernunft. So wird proklamiert, daß alle drei Vertreter abrahamitischen Glaubens (Christen, Juden und Moslems) auf unterschiedlichen Wegen zum gleichen Gott unterwegs sind.

Einer solchen Glaubensvorstellung widersprechen zentrale Aussagen der Bibel. Im Gegensatz zur Idee, daß alle Wege gleichwertig seien, betont die Bibel ganz klar, daß es nur einen einzigen Weg zu Gott gibt. Im Johannesevangelium 14,6 sagt Jesus Christus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ – In Apostelgeschichte 4,12 heißt es über Jesus Christus: „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ – Und in 1. Timotheus 2,5: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“

Jeder Mensch trifft im Leben die Entscheidung, wohin er auf welchem Weg geht. Schon beim Propheten Jesaja (53,6) heißt es: „…ein jeder sah auf seinen Weg…“. In Sprüche 16,9 steht: „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg…“ – Sei also dankbar, wenn du bisher keiner Irrlehre auf den Leim gegangen bist, weder der katholischen Glaubenslehre noch der Lehre von einem Gott, zu dem man auf unterschiedlichen Wegen Zugang finden könne.

Nach Rom mag es viele Wege geben. Zum Gott der Bibel gibt es nur einen Weg. Er trägt den Namen Jesus Christus. Glaube allein IHM! Dann wirst du von Sünde, Tod und Teufel gerettet und von IHM am Ende deines Lebens heimgeführt werden ins Vaterhaus, ins himmlische Jerusalem. Im Refrain eines Liedes von Christoph Zehendner und Johannes Nitsch heißt es über Jesus Christus: „Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben, wer Dir Vertrauen schenkt, für den bist Du das Licht. Du willst ihn leiten und ihm wahres Leben geben, ewiges Leben, wie Dein Wort es verspricht.“ Viele Wege führen nach Rom, nur einer in den Himmel!

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