AG Welt

Tag der Schöpfung auf falschem Weg

von Ernst Martin Borst

Die diesjährige Hauptveranstaltung zum „Ökumenischen Tag der Schöpfung“ (ÖTS) findet vom 4. – 6. September 2026 in Marburg statt. Der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), schreibt dazu:

„Der 17. Ökumenische Tag der Schöpfung wird am 4. September 2026 an mehreren Veranstaltungsorten zwischen Elisabethkirche, KA.RE. und Altem Botanischem Garten in Marburg gefeiert. Der Tag wird gemeinsam von der ACK in Deutschland, der regionalen ACK in Hessen-Rheinhessen sowie der lokalen ACK Marburg und der Philipps-Universität Marburg vorbereitet.“

Im Mittelpunkt stehen: Am 4.09. ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst, am 05.09. eine Erinnerung an FRANZ VON ASSISI (AG WELT berichtete über ihn: „Die Gebeine des Heiligen Franziskus“) und am 06.09. folgt ein WILDE KIRCHE „Gottesdienst“ in der Natur.

Neben der Hauptveranstaltung in Marburg gibt es bundesweit weitere größere und kleinere Veranstaltungen zum ÖTS. Veranstalter sind in der Regel regionale ACK-Gruppen, so zum Beispiel in Potsdam:

„Ökumenischer Tag der Schöpfung, 13.09.2026, ab 11:00 Uhr, Volkspark Potsdam und Adventgemeinde Potsdam, ab 11h Umweltfest im Volkspark Potsdam / 16h Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst in der Adventgemeinde Potsdam. Der Markt für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Potsdam: Rund 100 Aussteller*innen aus der Region präsentieren Trends und Ideen für heute und morgen – von klimafreundlicher Ernährung und grüner Mobilität bis hin zu nachhaltigem Konsum und vielen Ideen für einen grüneren Alltag. Abschluss mit einem Ökumenischen Schöpfungsgottesdienst in der fußläufig zum Volkspark gelegenen Adventgemeinde.“

Um was geht es bei den Veranstaltungen des ÖTS? Die Schwerpunkte der Programme wiederholen sich Jahr für Jahr, es sind immer die drei gleichen:

1. Der Aufruf zur ökumenischen Zusammenarbeit. Den Verantwortlichen des ÖTS geht die ökumenische Zusammenarbeit wohl immer noch nicht weit genug. Immer wieder wird schon bei den Einladungen und in den Materialien zum ÖTS auf die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit hingewiesen. Die folgenden wenigen Beispiele zeigen den ökumenischen Wunsch deutlich:

    „Wenn wir in diesem Jahr den Ökumenischen Tag der Schöpfung feiern, tun wir dies im Bewusstsein einer großen ökumenischen (auch im Wortsinne: „ganze bewohnte Erde“) Verantwortung.“

    „Wir treten ein für eine ökumenische Spiritualität, die nicht beim moralischen Appell stehen bleibt, sondern in das Lob Gottes einstimmt.“

    „Wir ermutigen dazu, in der Schöpfungszeit die Vielfalt der Stimmen und Pflanzen in den Blick zu nehmen – in ökumenischer Weite: Gemeinsam können Christinnen und Christen verschiedener Konfession Gott für diesen Schatz loben, zu ihm beten, dass er diesen Schatz bewahre, die Resilienz der Natur erfahren und sich davon inspirieren lassen. Texte, Lieder, Gebete und Ideen in diesem Heft laden dazu ein, ökumenisch zu staunen, zu danken und unsere Verantwortung für die Schöpfung wahrzunehmen.“

    2. Umweltschutz. Umweltschutz, Klimakrise, Waldsterben und Erderwärmung sind seit Jahren Themen der Kirchen. Auch der ÖTS greift diese Themen wieder auf und schreibt:

      „Doch viele Pflanzenarten und ganze Ökosysteme sind bedroht. Wir Menschen greifen in die Natur ein, beuten Bodenschätze aus, versiegeln Boden mit Verkehrswegen und Gebäuden, verschmutzen Luft, Wasser und Erde. Mit jeder Pflanzenart, die ausstirbt, geht ein wertvoller Schatz verloren und oftmals auch die Lebensgrundlage für andere Pflanzen oder Tiere. Die Vielfalt wird ärmer.“

      „Müssten wir Menschen uns nicht selber anklagen? Unser Streben nach Reichtum ist die Ursache der ökologischen Krise.“

      „Die ‚Weite‘ der Erde zu erkennen, bedeutet heute auch, die Weite der Konsequenzen unseres Handelns zu begreifen. Was wir hier verbrauchen, fehlt am anderen Ende der Welt.“

      Natürlich kann bei einer Veranstaltung, bei der es um die Schöpfung geht, auch über Umweltschutz gesprochen werden, doch die Frage ist, wie ich an das Thema herangehe. Üblicherweise folgen die ökumenischen Kirchen und Freikirchen dem Mainstream mit seinen falschen Behauptungen. Lesen Sie hierzu bitte auch unseren AG WELT – Beitrag: „CO2-Religion: gigantischer Wahnsinn“.

      3. Aufruf und Einladung zur Esoterik. Dass der ÖTS nichts mit der biblischen Lehre zu tun hat, zeigen folgende Beispiele:

      (Zitat) „Einfache Methoden für Schöpfungsspiritualität

      1. Fotografie oder Zeichnen in der Natur

      • Nimm eine Kamera oder ein Skizzenbuch mit.

      • Suche nach Details in der Schöpfung, die dir besonders ins Auge fallen, z. B. ein Blatt, das im Sonnenlicht schimmert, oder eine besondere Baumrinde.

      • Fotografiere oder zeichne, was dich anspricht, und nutze diese Eindrücke später für ein Gebet oder eine Reflexion.

      2. Suchen und Finden

      • Gehe mit einer bestimmten „Suchaufgabe“:

      Finde fünf Dinge, die du als Zeichen für Gottes Schöpfung betrachtest.

      ◦ Beispiele: Etwas, das wächst, etwas, das sich bewegt, ein lebendes Wesen, etwas, das Licht reflektiert, oder ein Symbol der Vergänglichkeit (z. B. ein gefallenes Blatt).

      • Jede Entdeckung kannst du mit einem kurzen Dankgebet würdigen.

      3. Atemübung mit der Natur

      • Bleib an einem ruhigen Ort stehen.

      • Atme tief ein und stelle dir vor, wie der Lebensatem Gottes dich durchströmt („Gott hauchte dem Menschen den Lebensatem ein“ – Genesis 2,7).

      • Beim Ausatmen übergib Gott deine Sorgen oder Belastungen.

      • Wiederhole dies für 5–10 Atemzüge, während du dich mit der Natur um dich herum verbindest.

      4. Hörende Stille

      Suche dir einen Platz, an dem du für 5–10 Minuten still verweilst.

      • Konzentriere dich nur auf die Geräusche um dich herum:

      ◦ Wie viele verschiedene Klänge hörst du?

      ◦ Kannst du sie als Lobpreis der Schöpfung wahrnehmen (z. B. das Zwitschern der Vögel als „Gesang für Gott“)?

      5. Fragen an die Schöpfung

      • Stelle dir Fragen während deines Spaziergangs:

      ◦ „Was kann ich von den Bäumen über Standhaftigkeit lernen?“

      ◦ „Wie spiegelt die Vielfalt der Pflanzen und Tiere Gottes Kreativität wider?“

      • Lasse die Antworten auf dich wirken, ohne sie erzwingen zu wollen.

      6. Psalm schreiben

      • Während des Gehens kannst du deinen eigenen Psalm oder ein Gebet formulieren.

      • Beginne mit einem Satz wie: „Herr, ich preise dich für…“ oder „Deine Schöpfung zeigt mir…“.

      • Notiere deine Worte später, um sie in dein persönliches Gebetsleben zu integrieren.

      • Verbindung mit der Schöpfung.

      7. Langsames Gehen und Wahrnehmen

      • Gehe bewusst langsamer als gewöhnlich.

      • Konzentriere dich auf deine Sinne:

      ◦ Sehen: Beobachte Farben, Formen und Lichtspiele. Was fällt dir auf, was du sonst übersiehst?

      ◦ Hören: Nimm die Geräusche der Natur wahr – das Rascheln der Blätter, Vogelgezwitscher, den Wind.

      ◦ Riechen: Atme tief ein. Kannst du den Duft von Erde, Blumen oder Harz wahrnehmen?

      ◦ Tasten: Berühre einen Baum, Moos oder Steine. Wie fühlen sie sich an?

      ◦ Schmecken (wenn passend): Genieße frische Beeren oder Kräuter, wenn du sicher bist, dass sie essbar sind.

      8. Die Farben der Schöpfung feiern

      • Fokussiere dich während deines Spaziergangs auf die Farben, die dir begegnen.

      • Suche bewusst nach verschiedenen Farbtönen (Grün der Blätter, Blau des Himmels, Braun der Erde).

      • Danke Gott für die Schönheit und Vielfalt der Farben in der Schöpfung.“

      [Methoden_fuer_Schoepfungsspiritualitaet_.docx (Natur Coach Tobias Müller)]

      „Daran denken wir viel zu selten. Dein Atem umfängt und verbindet uns Menschen, Tiere, Pflanzen auf Mutter Erde. Ich atme ein, was die anderen ausatmen. Alle sind wir Kinder des göttlichen Vaters. Wir sind alle miteinander verwandt!“ Dein_Atem_Gott_erfuellt_das_All.pdf  (Elke Schumacher)

      „Die internationale Initiative Wild Church Network, im Deutschen „Wilde Kirche“, praktiziert eine experimentelle Liturgie, einen Weg, um uns der spirituellen Dimension der ökologischen Krise zu stellen. Für eine Wilde Kirche braucht es nicht viel: Sie kann mit einer Handvoll Menschen gefeiert werden oder allein. Jeder und jede kann lesen, beten, segnen und hinhören, um Schmerz und Schönheit der Schöpfung zu begegnen. Der Ort ist entscheidend, aber weder richtig noch falsch. Ob Wald, Park oder Kirchgarten, überall gibt es wilde, ungezähmte Ecken, wenn wir nur hinschauen. Einfach raus aus den Kirchenmauern!“ Broschüre_Klimagerechtigkeit_INNEN_20220808_PFADE.indd (Zitat Ende)

      Selbstverständlich können und sollen wir die schöne Natur, die GOTT geschaffen hat, durchwandern und genießen. Es ist sehr schön, den Vögeln zuzuhören, das Rauschen der Wellen zu hören oder die Tiere im Wald zu beobachten. Unserem GOTT können wir für diese wunderbare Schöpfung sehr dankbar sein. Die von der ÖTS empfohlene Esoterikpraxis ist jedoch abzulehnen. Hörende Stille, Atemübung mit der Natur, Konzentriere dich…, alle sind wir Kinder des göttlichen Vaters oder berühre einen Baum, Moos oder Steine sind alles Begriffe und Formulierungen aus der Esoterik.

      Die Esoterik ist ein weites okkultes Spielfeld, auf dem sich alles tummelt, was von dem Gott der Bibel wegführt. Ein Christ, der umfassend der Botschaft der Bibel glaubt, braucht keine okkulten Hilfestellungen, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Esoterik ist keine Lebenshilfe, sondern Lebensbehinderung. Einzig und allein Jesus Christus ist das Leben. Esoterik ist kein Weg zum Glücklichsein. Einzig und allein Jesus Christus ist der Weg zu Gott (zum himmlischen Vater). Die Esoterik lehrt keine Wahrheit, sondern führt in die Abhängigkeit des Teufels. Einzig und allein Jesus Christus ist die Wahrheit (Joh. 14,6). Im Johannesevangelium (6,63) sagt Jesus: Der Geist ist‘s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Nachfolger Jesu brauchen keine esoterischen Krücken, weil sie Jesus als Herrn, Heiland und Retter angenommen haben. ER ist der Schöpfer ewigen Lebens in Gottes Herrlichkeit. Glaubt ein Mensch, der vom Geist Gottes gewirkten Botschaft der Bibel, so wird er der Esoterik eine klare Absage erteilen.

      Fazit zum ÖTS

      Der ökumenische Trend wird intensiviert, das Thema Umweltschutz folgt dem Mainstream und die Esoterik wird empfohlen.  Damit wird deutlich: Der ÖTS ist auf einem falschen Weg. Wahre Kinder GOTTES werden die Veranstaltungen des ÖTS meiden.

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