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Da sind mir die Hände gebunden

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

In unserem Leben haben wir es immer wieder auch mit staatlichen Behörden zu tun. Die wohl häufigste Antwort, die man bei heiklen Angelegenheiten von Staatsangestellten zu hören bekommt: „Da sind mir die Hände gebunden.“

Mit diesem sich eingebürgerten Sprichwort wird zum Ausdruck gebracht, handlungsunfähig zu sein bzw. keine Entscheidungsfreiheit zu haben. Wenn es sich nicht um eine fatale, auf Unwissenheit und Inkompetenz beruhende Ausrede handelt, so verbieten Vorschriften und Gesetze oder fehlende Befugnisse das notwendige Eingreifen zur bestmöglichen Problemlösung.

Es gibt Menschen, die schauen nicht nur kopfsenkend auf das Display ihres Mobiltelefons (vielleicht bis zum nächsten Laternenpfahl), sondern auch hoch zum Himmel. Sie wissen, daß unentwegt Flugzeuge großflächig mit Chemtrails schädigende Substanzen (wie Schwefeldioxid oder Aluminiumoxid) in die Stratosphäre sprühen. Unter dem Deckmantel, Wetterunbilden über ein sog. Geoengineering eindämmen zu wollen, wird mit Vorsatz die Gesundheit der Menschen aufs Spiel gesetzt. Außer Beten und Hoffen auf baldige Beendigung solcher Gräueltaten, können Menschen nichts dagegen tun und müssen schweren Herzens bekennen: „Da sind uns die Hände gebunden.“

In der Bibel stehen gebundene Hände symbolhaft als Bild für Ohnmacht, Gefangenschaft oder Ausgeliefertsein an Mächtige. Beispielhaft steht Simson (Ri 16). Seine unentwegte Begierde nach Frauen führte ein demütigendes Ende herbei. Nachdem ihm Delila vollkommen den Kopf verdreht hatte und er als von Gott Geweihter seine geschenkte Kraft verlor, wurden ihm von den Philistern die Hände gebunden. Der starke Simson wurde geblendet (durch Folter blind gemacht) und stürzte sich mit letzter Kraft samt den Philistern in den Tod. Ein Bild totaler Ohnmacht.

Auch Jesus waren die Hände gebunden (Joh 18,12). Nicht, weil er keine Macht gehabt hätte, sich aus den ihm angelegten Fesseln zu befreien. Er ließ – im vollen Gehorsam gegenüber seinem himmlischen Vater – alle Erniedrigung über sich ergehen. Bei seiner Gefangennahme sagt Jesus zu Simon Petrus, der einem der Soldaten ein Ohr abgeschlagen hatte: „Meinst du nicht, daß ich meinen Vater um Hilfe bitten könnte und er mir sofort mehr als zwölf Legionen Engel stellen würde?“ Jesu gebundene Hände sind nicht ein Zeichen von Schwäche, sondern auch Ausdruck von Gehorsam gegenüber Gottes Willen sein.

Gottes Wort belegt: Macht und Einfluß, Entscheidungsgewalt und Weisheit des Menschen sind begrenzt. So muß das Sprichwort „Da sind mir die Hände gebunden“ auch biblisch bewertet werden. Die menschliche Perspektive von Gott ist befristet, definiert und limitiert. Gottes Perspektive auf die von IHM geschaffenen Menschen ist unbefristet, klar definiert und ewig gültig. Seine Hände sind niemals gebunden. ER hat sie sich nur aus einem einzigen Grund, einmalig und unwiederholbar binden lassen: um die Sünde der Welt auf sich zu nehmen und alle Menschen – die an Jesus Christus glauben – vor dem ewigen Tod zu retten.

Wenn deine Hände gebunden sind und du nicht überall nach deinen Erwartungen eingreifen kannst – ob im gesellschaftlichen Zusammenleben oder im Blick auf alles Geschehen in unserem Land und weltweit – so sollen dich die Worte des Apostels Paulus erinnern, die er in seinem Brief an die Römer (8,28) gerichtet hat: „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach Seinem Ratschluß berufen sind.“ Wenn deine Hände an IHN gebunden sind, dann beginnt Gottes Handeln.

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