
von Ernst Martin Borst
Das Bündnis „Oberlausitzer Netzwerk Christlicher Leiter“ (ONCL) veranstaltete vom 29. bis 31. Mai 2026 in der Messehalle Löbau eine „Augen:Blick“-Konferenz. Mit dem Konferenz-Untertitel „Gott gemeinsam begegnen“ wurde schon angezeigt, worum es den Veranstaltern geht. Das Wort „gemeinsam“ drückt den Wunsch aus, noch mehr ökumenische Verbindungen herzustellen. Wörtlich steht in der Einladung:
„Augen:Blick ist eine mehrtägige Konferenz verschiedener christlicher Gemeinden und Werken der Oberlausitz mit dem Ziel, sich besser zu vernetzen und gegenseitig zu stärken…“
Also mit anderen Worten: Wir wünschen uns noch mehr Zusammenarbeit mit der Römisch- Katholischen Kirche (RKK), der Neuapostolischen Kirche, den Adventisten, den Baptisten, den Pfingstlern, den Gemeinden und Werken, die zur Deutschen Evangelische Allianz (DEA) gehören, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sowie allen anderen Gruppierungen. Einige der Mitglieder des ONCL, die diese Konferenz organisiert hatten, sind auf der Einladungs-Homepage aufgelistet – und da sieht jeder die ökumenische Bandbreite.
Die Redner der Konferenz bringen ebenfalls die große Verbundenheit und ihre tiefe Leidenschaft zur Ökumene zum Ausdruck. Zu nennen ist beispielsweise Gerhard Proß. Lassen wir ihn selbst sprechen, auf seiner eigenen Homepage schreibt er:
„Gerhard Proß ist Mitinitiator von ‚Miteinander für Europa‘, einem Netzwerk von ca. 300 geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen aus ganz Europa. Bis April 2026 war er der Moderator dieses Netzwerkes und Mitglied im europäischen Leitungskomitee. Das ‚Treffen von Verantwortlichen‘ in Deutschland leitete Gerhard Proß von 2000 bis 2022. Zu diesem christlichen Netzwerk gehören ca. 200 Verantwortliche verschiedenster christlicher Gemeinschaften aus unterschiedlichen Kirchen. Gerhard Proß war einer der Mitbegründer des ‚Christlichen Convent Deutschland‘ (CCD) und von 2018-2023 Moderator des CCD. Er ist weiterhin im Trägerkreis des CCD. ‚Der Christliche Convent Deutschland (CCD) versteht sich als interdisziplinäres Begegnungsforum für leitende Verantwortungsträger in Kirche und Gesellschaft. Wir kommen auf breiter ökumenischer Basis in einer Haltung des Hörens zusammen. Wir wollen dazu beitragen, dass die Einheit von Christen und das gemeinsame christliche Zeugnis in Deutschland stärker werden.’“
Das Ziel von Gerhard Proß ist es, alle Kirchen, Gemeinden, Werke und jeden einzelnen Menschen der Ökumene zuzuführen.
Weitere Redner bei „Augen:Blick“ waren unter anderen:
- der Katholik Dr. Johannes Hartl (laut ONCL ist er einer der einflussreichsten Vermittler zwischen christlicher Spiritualität, Philosophie und Psychologie im deutschsprachigen Raum),
- Bastia Decker, Pastor einer Pfingstgemeinde,
- Fadi Krikor, Mitinitiator der UNUM24-Konferenz.
All diese Konferenzen, egal wie sie auch heißen mögen, haben nur ein Ziel: die Menschen aller Kirchen und Gemeinden zusammenzuführen und sie der RKK zu übertragen. Mit einem Programm aus viel Spaß, Sport, toller Musik und mit vollblutökumenischen Rednern, die in der Lage sind Menschen zu begeistern, werden die Teilnehmer gezielt manipuliert. Biblische Wahrheiten sind plötzlich nicht mehr wichtig und werden nicht mehr wahrgenommen.
Die Bibel spricht an keiner einzigen Stelle davon, dass zum Glauben an JESUS CHRISTUS gekommene Menschen „EINS“ sein sollen mit Menschen, die Maria anbeten oder mit Menschen, die nur über einen Apostel Zugang zu Gott haben, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Bibel hingegen spricht sehr oft von Trennung:
- Adam und Eva wurden von Gott getrennt, hinausgeworfen aus dem Paradies (1. Mose 3);
- Kain musste sein Land verlassen und sich von seiner Familie trennen (1.Mose 4,14);
- Noah und seine Familie wurden von dem Rest der Menschen getrennt (1. Mose 7);
- Serubabel ließ die gewünschte Einheit der Widersacher nicht zu (Esra 4,3);
- Trennung von Irrlehrern (Apostelgeschichte 20,29-30, 2.Korinther 11,13-15, Galater 1,7-9, Epheser 5,6, Kolosser 2,8, 2.Thessalonicher 2,3-4+, 1.Timotheus 6,3-6, Hebräer 13,9, u.a.)
- Trennung zwischen Menschen, die im Buch des Lammes stehen, von denen, die nicht darin stehen (Offenbarung 21, 27) – die nicht Geretteten müssen draußen bleiben (Offenbarung 22,15).
Die Bibel spricht eine klare, eindeutige Sprache. Zum „EINS“ sein, gehören nur die Menschen, die von Neuem geboren sind und ihrem HIRTEN JESUS CHRISTUS folgen. Da ist kein Platz für Irrlehren und ökumenisches Einerlei. Diese teuflischen Vorgehensweisen sind GOTT ein Gräuel.
Der HEILIGE LEBENDIGE GOTT wird einmal von all den ökumenischen Verführern Rechenschaft verlangen. Jeder von ihnen sollte sich deshalb die Verse Galater 1,8+9 gut einprägen:
„Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir abermals: So jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht!“
Die Botschaft, die von der Konferenz „Augen:Blick“ avisiert wurde, ist ein bibelfremdes Evangelium und GOTT ein Gräuel. Die Besucher der Konferenz sollten ihre Bibel zur Hand nehmen und alles prüfen.