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Allianzkonferenz – Bibeltreue oder Menschentreue?

Ernst-Martin Borst, Gründer AG WELT, Foto: AG WELT

von Ernst Martin Borst

Vom 5. bis 9. August 2026 findet in Bad Blankenburg die diesjährige Allianzkonferenz statt. Sie wird jährlich von der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) veranstaltet. Sie lädt ein und schreibt:

„Liebe Freunde und Gäste des Evangelischen Allianzhauses, wir haben gleich dreifachen Grund zum Feiern! Vor 140 Jahren lud Anna von Weling erstmals zur Allianzkonferenz ein. In diesem Jahr feiern wir die 130. Allianzkonferenz – und zugleich wird unsere große Konferenzhalle 120 Jahre alt. An den Gebäuden hat der Zahn der Zeit genagt. Vieles wurde bereits erneuert, anderes braucht noch tatkräftige Unterstützung – besonders die Konferenzhalle. Doch das Entscheidende ist geblieben: Das Herzstück der Allianzkonferenz sind die Bibelarbeiten, die sich in diesem Jahr mit dem Buch Hiob beschäftigen. Seit jeher ist die Konferenz ein Ort der Begegnung und geistlichen Erneuerung. Heute umfasst das Programm Angebote für alle Generationen und Interessen – von Bibelgesprächen und Workshops bis hin zu kreativen und sportlichen Aktivitäten. Musikalisch setzen Martin Pepper und Christian Schnarr besondere Akzente. Ein weiteres Highlight ist das Musical „Paul & Gretel – Kein Märchen“ am 08. und 09. August in der Stadthalle.“

Vor 140 Jahren und auch noch Jahrzehnte danach waren die Konferenzen bibeltreue Veranstaltungen, bei denen Christen gerne dabei waren und sie die Gemeinschaft mit Kindern Gottes genießen konnten. Doch wie sieht es heute aus?

Die Rednerliste spricht eine traurige Sprache, zu nennen sind unter anderen:

Pastorin Constanze Pfund, sie ist Majorin der Heilsarmee München und im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Bayern (ACK) sowie im Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen und Mitglied im Konvent der EAD. Auf ihre ökumenischen Mitgliedschaften wird auf der Homepage der Allianzkonferenz ausdrücklich hingewiesen.

Dr. Reinhardt Schink, Vorstand der EAD. Er hatte bereits Anfang des Jahres seine Verbundenheit zur Römisch-Katholischen Kirche (RKK) eindeutig zum Ausdruck gebracht. Wir berichteten: „In ihrem aktuellen Magazin EiNS 1/2026 berichtet die Evangelische Allianz Deutschland (EAD) begeistert von der guten Zusammenarbeit mit der Römisch-Katholischen Kirche (RKK). Im Schwerpunkt steht ein Interview mit dem RKK-Bischof Dr. Stefan Oster aus Passau und mit Dr. Reinhardt Schink. Als Vorstand der EAD unterstreicht Schick mehrmals die Aussagen des RKK-Bischofs und widerspricht ihm an keiner Stelle. Ganz im Gegenteil, beide Seiten EAD und RKK freuen sich über die bisherige gute Zusammenarbeit und sind dabei, diese noch auszubauen.“

Christiane Walz, ehemalige Pastorin der Heilsarmee. Sie leitet jetzt das Gebetshaus Burgenlandkreis und den Sinnenpark Burgenlandkreis e.V. und schreibt: „Wir sind ein kleiner Verein, der sich seit November 2020 regelmäßig zum Gebet trifft. Uns verbindet der Wunsch, im Burgenlandkreis kreativen Raum zu schaffen für Gottesbegegnungen. Aus diesem Grund haben wir das Gebetshaus Burgenlandkreis gegründet. Zum einen bieten wir einen Raum des Gebets an, den wir auch selber aktiv nutzen. Zum anderen laden wir zu Führungen durch den Sinnenpark ein. Wir sind fest davon überzeugt, dass durch räumliches und personelles Zusammenkommen von Gebetshaus und Sinnenpark positive Synergieeffekte generiert werden. Uns ist es sehr wichtig, gemeinsam mit den örtlichen Kirchen zusammenzuarbeiten. Wir unterstützen einander, um für die Region gemeinsam ein Segen zu sein. Seit September 2023 gehören wir offiziell zum Netzwerk Erprobungsräume der EKMD.“

Nelli Bangert gehört zur Kirche des Nazareners und ist als Redakteurin und Referentin ökumenisch unterwegs, z.B. im adventistischen Sender Hope TV, im Katholischen Radiosender Horeb, bei den ERF Medien und Sinnsender (früher Evangeliumsrundfunk) und in Gemeinden unterschiedlichster Benennung.

Franziska Klein, sie ist Pastorin der City Church in Frankfurt, ist als Referentin ökumenisch unterwegs und betreibt u.a. einen Podcast beim Sinnsender.  

Pastorin Astrid Eichler, sie gründete und leitete 15 Jahre lang den Verein EmwAg e.V./Solo&Co, ein Verein zur Förderung von christlich ökumenischen Lebensgemeinschaften und Wohnprojekten und deren Vernetzung.

Susi Childers ist als Fotografin und Referentin weltweit ökumenisch unterwegs. Unter anderem arbeitet sie viel mit dem charismatischen Missionswerk Jugend mit einer Mission zusammen. Auf ihrer Homepage ist zu lesen: „Susi Childers stammt aus Süddeutschland, wo sie eine erfolgreiche Karriere als professionelle Fotografin hatte. 1997 machte sie einen radikalen Schritt und gab ihre Geschäftskarriere auf, um als Fotografenmissionarin bei Youth With A Mission beizutreten.

Tobias Bilz, Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und stellvertretender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Hans-Günter Schmidts, Leitender Mitarbeiter der internationalen ökumenischen Sportmission SRS e.V., Vorstandsmitglied der EAD und Leiter des Allianzkonferenzteams.

Aaron Lewin ist Leiter des Vereins Juden für Jesus e.V.

Diese Liste zeigt: Die EAD hat gezielt nur solche Referenten ausgesucht, die ihren ökumenischen und liberalen Weg mitgehen. So soll der gefährliche Trend nicht nur in der Allianzgebetswoche, in der Gebetswoche für die Einheit der Kirchen und bei den evangelischen und katholischen Kirchentagen, sondern nun auch auf der ureigenen Allianzkonferenz fortgesetzt werden.

Die EAD übersieht bewusst die Lage der Kirchen und Gemeinden. Die Kirchen werden immer leerer, und die Freikirchen halten ihre Mitglieder nur noch mit Events und Spaßkongressen bei der Stange. Frauen im Pastorenamt, gleichgeschlechtliche Trauungen, Teilnahmen an LTBG- Umzügen, ausgeprägter Feminismus und interreligiöse Veranstaltungen sind in vielen Kirchen und Gemeinden zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Dadurch wird die Botschaft der Bibel mit Füßen getreten und JESUS CHRISTUS als der EINZIGE WEG zu GOTT verleugnet. Anstatt sich vom Wort Gottes leiten zu lassen, stellt sich die EAD blind. Helfen könnte ein Blick in die Bibel. Zur Zeit des Alten und Neuen Testamentes gab es auch immer wieder Zeiten, die wir mit unserer heutigen Situation vergleichen können. Nehemia möchte ich hier als Beispiel nennen. Nehemia lebte zwar in der Gefangenschaft, doch als Mundschenk des Königs ging es ihm sehr gut. Er hatte genügend zu essen, war gut gekleidet und hatte sicher auch eine gute Unterkunft. Trotzdem sorgte er sich um seine Heimat und seine Landsleute. Als er Besuch aus Jerusalem bekam, hat er an seine Besucher nur eine einzige Frage: „Und ich fragte sie, wie es den Juden ginge, die errettet und übrig waren von der Gefangenschaft, und wie es zu Jerusalem ginge.“ Nehemia 1,2

Nehemia war besorgt um Jerusalem und seine Landsleute. Die Antwort auf Nehemias Frage war erschreckend: „Und sie sprachen zu mir: Die übrigen von der Gefangenschaft sind daselbst im Lande in großem Unglück und Schmach; die Mauern Jerusalems sind zerbrochen und seine Tore mit Feuer verbrannt.“ Nehemia 1,3

Genau diese Beschreibung trifft auch auf die heutigen Kirchen und Freikirchen zu. Die Mauern sind zerbrochen und die Tore mit Feuer verbrannt. Das Tor der reinen biblischen Lehre gibt es in den Kirchen und Freikirchen nicht mehr. Verse wie aus Josua 1,8 werden bewusst ignoriert: „Und lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht.“

Das Tor der Einzigartigkeit JESU CHRISTI, dass ER der einzige Weg zu GOTT ist, wurde ebenfalls den Flammen übergeben und existiert nicht mehr. Dafür wurden und werden andere Wege wie Ökumene, Interreligiosität und Humanismus immer beliebter.

Das Tor der vom Schöpfer gegebenen Ehe zwischen Mann und Frau fiel auch den Flammen zum Opfer. Männer heiraten Männer, Frauen heiraten Frauen, sogar Pastorinnen heiraten Frauen und Pastoren heiraten Männer, und es gibt sogar ein Beispiel von einer Pastorin, die vier Männer miteinander vermählt hat (AG WELT berichtete bereits dazu).

Das Tor der Heiligkeit GOTTES wurde auch den Flammen überlassen. GOTT ist nur noch ein Freund, ein Kumpel, mit dem Party gefeiert wird. Spiel, Sport, Spaß, Tanz und Vergnügen mit GOTT ist angesagt. Verse wie aus Josua 24,19 werden ausgeklammert: „Ihr könnt dem HERRN nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eurer Übertretungen und Sünden nicht schonen wird.“ Nach und nach wurden alle 12 Tore verbrannt und die Mauern der Gemeinde eingerissen.

Katastrophal ist, dass diese Fakten heute ignoriert werden. Nehemia reagierte da ganz anders. Er war besorgt, bekümmert, trug Leid, fastete, ging ins Gebet, tat Buße und ließ sich von GOTT leiten und gebrauchen. Nehemia hat gefragt und bei der Antwort aufmerksam zugehört. Die Verantwortlichen der EAD scheinen weder zu fragen noch zuzuhören, wenn jemand, so wie wir, ungefragt redet. Sollten wir uns nicht allen und auch den Verantwortlichen der EAD die Frage stellen: Wie geht es den Kirchen und Freikirchen in Deutschland? Wo sind die Menschen, die wie Nehemia reagieren, die besorgt und bekümmert sind, die Leid tragen, die ins Gebet gehen und sich von GOTT gebrauchen und führen lassen?

Es bedarf keiner menschlichen Konzepte, sondern bibeltreue und von GOTT gegebene Predigten. GOTTES WORT sagt: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.“ (Jesaja 55,9) „Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt.“ (Jeremia 17,7+8) „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem WORT GOTTES.“ (Römer 10,17) Und wie oben bereits genannt: „Und lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht.“ (Josua 1,8)

Mit einer „Allianz“-Konferenz kann den Kirchen und Gemeinden nur gedient werden, wenn es zu einer Rückbesinnung kommt. Der HEILIGE lebendige GOTT und unser HERR JESUS CHRISTUS sowie SEIN WORT muss alleinige Grundlage und Mittelpunkt sein. Alles andere ist vergebliches menschliches Bemühen. Es geht um die Frage: Bibeltreue oder Menschentreue?

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