AG Welt

Völlig verblendet!

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Verblendung gibt es überall: in der Zahnmedizin als dünne Schicht aus Keramik und Kunststoff, die auf eine Krone aufgebracht wird; im Bauwesen als Naturschein, der das Mauerwerk schützt und verschönert; im Buddhismus als sog. Geistesgift (Moha), das die Realität des Lebens nicht erkennen läßt – und vieles mehr.

So gibt es auch eine geistige Verblendung, die mit der Redewendung „Völlig verblendet!“ greift. Der Mensch erkennt die Wirklichkeit nicht mehr. Die Gründe für die Verblendung können vielfältig sein. Bei dem einen geschieht sie aus Überzeugung und Stolz, ein anderer unterliegt emotional einer Täuschung.

Ist ein Mensch aus Überzeugung verblendet, so kann ihm nur von Gott geholfen werden. Markant ist ein selbstinszenierter „Tunnelblick“. In solcher Perspektivlosigkeit hat sich der Mensch, wie ein Fahrzeug ohne Öl, festgefahren. Er sieht weder Alternativen noch Gefahren und ist nicht bereit, argumentativ zu denken und zu handeln. Und weil er dazu nicht bereit ist, delegitimiert er andere Meinungen und Positionen. Zumeist ist solche Art der Verblendung gepaart mit Stolz und dem Unvermögen, Fehler einzugestehen.

Es geht aber auch um die Frage: Wem und was glaube ich? Den aus Steuermitteln finanzierten Moderatoren und Nachrichten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder Informationen alternativer Medien? Den von Regierenden bestellten „Experten“ aus Wissenschaft und Wirtschaft oder unabhängigen Fachleuten? Den Predigern der historisch-kritischen Bibelauslegung oder bibeltreuen Verkündigern? Diese Frageliste ließe sich beliebig erweitern. Zusammengefaßt: Läßt sich der Mensch indoktrinieren und täuschen, oder ist er willens, nach der Wahrheit zu forschen?

Die Bibel läßt viel tiefer blicken. Im 2. Korintherbrief 4,4 heißt es sinngemäß, daß „der Gott dieser Welt“ (gemeint ist Satan) die Sinne der Ungläubigen verblendet hat, so daß sie das Licht des Evangeliums nicht sehen. Ungläubig nach dem Wort Gottes ist der Mensch, der nicht aus Gott geboren (Joh 1,13), also nicht in Christus wiedergeboren ist (Joh 3,3). Verblendung ist nach der Bibel das Ergebnis davon, daß der Mensch sich von Gott abwendet und sich der Wahrheit verschließt. „Denn obwohl sie von Gott wußten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert.“ (Röm 1,21)

Sünde verzerrt Wahrnehmung und Wirklichkeit: „In ihrem Verstand ist es finster, weil sie vom Leben mit Gott ausgeschlossen sind. Das kommt von der Unwissenheit, in der sie befangen sind, und von ihrem verstockten Herzen.“ (Eph 4,18) Die religiösen und weltlichen Führer zur Zeit Jesu hielten sich selbst für gerecht und erkannten ihn deshalb nicht als Messias. Regierende und Kirchenfürsten heute halten sich selbst für gerecht und erkennen nicht, daß sie von Gott eingesetzt und deshalb allein IHM verpflichtet sind, zum Wohl der ihnen anvertrauten Menschen. Im Gegenteil: Sie nennen Böses gut und Gutes böse; sie machen aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis; sie machen Bitteres süß und Süßes bitter (Jes 5,20). Völlig verblendet!

Gottes heiliges Wort und Sein guter Geist können einen Menschen aus seiner Verblendung herausführen – hin zu Buße und Umkehr. Eine herausragende Person der Bibel ist der Apostel Paulus. An ihm zeigt Gott, wie aus einem Christenverfolger ein starker Nachfolger Jesu werden kann.

Wenn du Gottes Wahrheit nicht mehr klar erkennst und dich von falschen Überzeugungen täuschen und leiten läßt, dann bist du für Jesus Christus kein hoffnungsloser Fall! Wenn du den Durchblick zur Wahrheit verloren hast, dann darfst du dich vertrauensvoll an den Heiland der Welt wenden und IHN bitten: „HERR Jesus, ich bin völlig verblendet! Bitte hilf mir, dass ich mit Herz und Sinnen sehend werde. Schenke mir durch das Lesen deines Wortes deine Kraft dazu, meine Verbohrtheit abzulegen und mich von Menschen und Medien nicht länger täuschen zu lassen. Dir sei Lob und Dank! Amen.“

Die mobile Version verlassen