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Stein des Anstoßes

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Wenn von einem „Stein des Anstoßes“ gesprochen wird, dann geht es meist um Ärger über einen konkreten Sachverhalt oder über eine bestimmte Person.

Da werden beispielsweise große Areale von sauerstoffspendenden Wäldern abgeholzt und landwirtschaftliche Nutzflächen mißbräuchlich dazu verwendet, um energietechnisch vollkommen ineffiziente und bis zu 300 Meter hohe Windmühlen der Schande aufzustellen, die Tier- und Pflanzenwelt verseuchen und letztlich Menschen immensen Schaden zufügen. Unter vielem anderen ein totales Politikversagen erster Klasse und „Stein des Anstoßes“ für kluge Wissenschaftler und normaldenkende Bürger. Hoch dotierte „Führungskräfte“ und „Experten“ haben sich im Klimawahn Gott gleichgemacht und sind zum „Stein des Anstoßes“ geworden.

Doch die Redewendung „Stein des Anstoßes“ greift viel tiefer und hat ihren Ursprung in der Bibel. Beim Propheten Jesaja im 8. Kapitel, Verse 14 und 15, da heißt es: „Und er wird ein Heiligtum sein und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses für die beiden Häuser Israel, ein Fallstrick und eine Schlinge für die Bewohner Jerusalems, daß viele von ihnen sich daran stoßen, fallen, zerschmettern, verstrickt und gefangen werden.“ In prophetischer Schau wird Jesus Christus als „Stein des Anstoßes“ angekündigt.

Der Apostel Paulus verknüpft Jesaja 8,14 mit Jesaja 28,16 und bringt die Klarheit der Botschaft auf den Punkt: „…wie geschrieben steht: »Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«“

Psalm 118,22 beschreibt das so: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“ Und der erste Petrusbrief vertieft diesen Psalmvers mit den Worten: „Für euch nun, die ihr glaubt, ist er (der Eckstein Jesus Christus) kostbar. Für die aber, die nicht glauben, ist er »der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden« und »ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses« Sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.“

Christus war, ist und bleibt – bis zu Seiner Wiederkunft – „Stein des Anstoßes“. Ein gewaltiges Zeichen dafür ist die wachsende weltweite Verfolgung von Christen. Auch in Deutschland wird die Bedrängnis von wiedergeborenen Christen stärker, weil sie sich öffentlich zur Bibel als Maßstab für das Leben bekennen und dazu, daß allein in Jesus Christus die Wahrheit (Joh 14,6a) zu finden ist.

Aber nicht nur von der weltlichen Obrigkeit weht ihnen der Wind stärker ins Gesicht. Kirchenführer („Bauleute“) schämen sich, den Namen Jesus auszusprechen und sich dem Wort Gottes unterzuordnen, wie es Philipper 2,9-10 bekräftigt: „Darum hat ihn (Jesus) auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“ Die Betonung liegt auf dem dreifachen „alle“. Jeder Mensch, ob Christ oder Atheist, Moslem oder Buddhist, Esoteriker oder Hinduist, Freimaurer oder Neuheide, hat sich dem Gott der Bibel zu beugen und zu bezeugen, daß „Jesus der HERR“ ist.

Bis heute stoßen sich auch Juden an den „Eckstein“ Jesus und warten immer noch auf ihren Messias. Für bibeltreue Christen aber ist der in Bethlehem geborene, auf Golgatha gekreuzigte und nach drei Tagen leibhaftig von den Toten auferstandene Jesus der Erlöser und Retter aus Sünde und Schuld. An Jesus kommt kein Mensch vorbei, will er am Ende der Tage in das Reich Gottes kommen. Jesus selbst sagt: „…niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14,6b)

Jesus ist nicht neutral, ER drängt zur Entscheidung für oder gegen IHN (Mt 12,30). Glaube an Jesus bedeutet Rettung. Jeder Mensch, der den Gottessohn Jesus ablehnt, bleibt von Gott getrennt, in ewiger Verlorenheit. Christus ist entweder der Eckstein deines Lebens – oder der Stein, an dem du fällst. Frage dich deshalb heute, ob für dich wie für so viele Menschen Jesus zum „Stein des Anstoßes“ geworden ist oder ob du dem zustimmen kannst, wie es in einem Lied von Guido Baltes heißt: „In Christus ist mein ganzer Halt. Er ist mein Licht, mein Heil, mein Lied, der Eckstein und der feste Grund, sicherer Halt in Sturm und Wind.“

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