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Eine einzige Katastrophe!

Foto: Modellbild

von Thomas Schneider

Frühjahr 2026 in Deutschland: „Unschuldige sitzen nach politischen Urteilen in Gefängnissen“; „das Land wird von ausländischen Kriminellen, Gewalttätern überflutet und vom Islam eingenommen“; „Ordnung und Sicherheit für das deutsche Volk sind kaum noch gewährleistet“; „immer mehr alte und sozial schwache Menschen wühlen in Abfallbehältern nach Pfandflaschen und sind gezwungen, zur Tafel zu gehen“; „Deindustrialisierung und Abwanderung – die Wirtschaft steht vor dem Bankrott“; „Infrastrukturen zerfallen in rasanter Geschwindigkeit“; „Oppositionelle werden vom Staat und von ihm beauftragten NGO’s überwacht, verfolgt und an den Pranger gestellt, ausländische Mörder hingegen in Psychiatrien mit Steuergeldern gepflegt und wieder auf freien Fuß gesetzt“; „ideologisch durchseuchte Bildung führt zur Verblödung nachfolgender Generationen“; „Es herrscht Moralisierung statt Realpolitik“; „die Machtkonzentration liegt in den Händen von Idioten“; „Wahnsinnige rüsten auf für den nächsten Weltkrieg, um das deutsche Volk einem Größenwahn zu opfern“.

Das sind einige O-Töne von Menschen, die ihr Heimatland lieben. Das einst starke Deutschland wird – so erleben es wache und kluge Menschen – „sukzessive an die Wand gefahren“. Dazu paßt wohl dann auch die allgegenwärtige und alltagssprachliche Redewendung: „Eine einzige Katastrophe!“ – wenn ein System, das sich „freiheitlich-demokratisch“ nennt, kollabiert und von seinen Führern dem Untergang preisgegeben wird. Am Ende bleibt „verbrannte Erde“ (siehe Modellbild).

Das ist die weltliche Sicht auf die aktuelle Gemengenlage – unübersichtlich und brandgefährlich! Im heutigen Sprachgebrauch meint „Eine einzige Katastrophe!“: völliges Versagen, totale Unordnung – ein Zustand ohne Hoffnung. Was sagt Gottes Wort zu solchem Chaos?

Ursprünglich war Gottes Schöpfung „sehr gut“ (1Mo 1,31). Alles war in Ordnung. Doch dann führte die Sünde zur Unordnung, zum Bruch der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Das Leben endete im Tod. Gemessen am anfänglichen Plan Gottes, ist die gefallene Welt „eine einzige Katastrophe“. Gottes Gericht zog nach dem Fall von Adam und Eva über die ganze Erde – beginnend mit der Sintflut (1Mo 6-9); ihr folgten dann die Zerstörung von Sodom und Gomorra (1Mo 19), die Plagen in Ägypten (2Mo 7-12) und die Zerstörung Jerusalems (2Kön 25). All diese Katastrophen sind keine Zufälligkeiten, sondern die Folgen vom Gericht Gottes über fortwährende Gottlosigkeit.

Wie eingangs an wenigen Beispielen aufgezeigt, hält die Gottlosigkeit des Menschen weiter an, die in der Bibel ihre ursächliche Bestätigung findet: „Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Alle sind sie abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Ps 14,3). Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen betrügen sie, Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. Ihre Füße eilen, Blut zu vergießen; auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.« (Röm 3,11-18)

Nicht nur äußere Umstände, sondern auch das menschliche Herz kann „eine einzige Katastrophe“ sein. Der Mensch ist ganz verloren, lebt vollkommen verfehlt und hat selbst keine Rettungskraft, um sich aus dem Desaster zu befreien. – Gottes Wort bleibt jedoch nicht bei der Diagnose stehen. Gerade weil die Gottlosigkeit des Menschen eine Katastrophe ist, kommt die geistliche Therapie ins Spiel: das Evangelium. Jesus Christus tritt mitten hinein in unsere katastrophale Welt, trägt alle Sünde der Welt und bringt die Rettungsbotschaft: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3,16) „Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Joh 3,36)

Selbst totale Zerstörung ist für Gott nicht das Ende! Der Heiland, Retter und Erlöser Jesus Christus ist der Einzige, der wirklich hilft aus aller Not. Die Bibel beschönigt nichts, sondern legt alles offen: Sünde, Fehlverhalten, zerstörerische Situationen. Nach der Sintflut beginnt Gott mit den Menschen einen neuen Bund. Nach dem Exil kehrt Israel zurück. Nach dem Kreuz folgt die Auferstehung. Gott zeigt den Menschen ihre Begrenztheit. „Einen Himmel auf Erden“, wie ihn so viele erhoffen, wird es niemals geben! Ein Leben ohne Gottes Ordnung führt immer ins Chaos. Aber wo so vieles „eine einzige Katastrophe“ ist, da beginnt die Chance zur Buße, zur Umkehr und zur Erneuerung. Wer diese von Gott durch Christus geschenkte Option ergreift und IHM treu bleibt, der hat das ewige Leben (Joh 3,16) und der Himmel steht ihm offen.

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